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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterwerk der amerikanischen Psychedelik, 27. August 2006
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Rezension bezieht sich auf: United States of America...Plus (Audio CD)
Dies ist die remasterte dritte Ausgabe mit sage und schreibe 10 Bonustracks, neuen Linernotes von Joseph Byrd und einem Interview mit Dorothy Moskowitz.

USA waren Joseph Byrd (synthesizer, vocals), Dorothy Moskowitz (vocals), Gordon Maron (electronics, violin, vocals), Craig Woodson (dr, percussion) und Rand Forbes (bass). Alle hatten Akkustik, Komposition und Musikpsychologie studiert, waren Anhänger Cages und moderner Musik und hatten keinerlei Rockbackground - und das merkt man. Wie sie die elektronischen Klänge des Synthezisers (kein MOOG!) einsetzten, war nie nur Effekthascherei. Stilistisch integrierten sie alle möglichen Stile, von Zirkusmusik im ersten Song, über sanfte Psychedelicsongs (Cloud song) hin zu aggressiven Rock, oft auch alles zusammen in einem Song. Passend dazu die sehr kühle Stimme der Dorothy Moskovitz oder der Einsatz der Geige.

Im Unterschied zu den englischen Band wichen sie nicht in eine Phantasiewelt aus. Das ist sehr schön im Song "I won't leave my sugar wife.." zu hören: ein Ehemann macht seiner Geliebten am Telefon klar, warum er seine Frau nicht verlassen kann, u.a. weil die Geliebte als Schulkind keine Zeit hat, sich um die drei Kinder und den Terrier zu kümmern - Zynismus pur und musikalisch mit Vaudevilleelementen, Syntheziserklängen oder Bläserklängen am Ende unterlegt. Oder wo gab es ein Liebeslied an Che Guevara, einen Song über Stricher in New York in der Hochzeit der Hippies. "Where is yesterday" beginnt mit einem Kirchenchoral, um dann im mehrstimmigen Gesang zu enden, untermalt von Percussion und elektronics.

Klanglich deutlich besser als die EDSEL-Ausgabe, sind besonders die Rehearsals der ursprünglichen Band (Track 18 - 20) und die alternativen Versionen bzw. Outtakes der bekannten Besetzung von Interesse. Die Titel 15 - 17 sind Aufnahmen von Frau Moskowitz mit eigener Band, die nach dem Ende der USA entstanden. Bei diesen Titeln wird auch deutlich, warum die Band nach weniger als einem Jahr auseinanderbrach. Wollte Byrd härter und noch intellektueller werden, bevorzugte Moskowitz eher einen Stil der damals in Mode kommenden Frauen wie Joni Mitchell. Hier zeigt sie im Vergleich zu den USA einen wesentlich ruhigeren Musikgeschmack, eingängige kleine "Rocknummern" werden dargeboten. Zusätzliche bandinterne Reibereien und musiklische Differenzen führten dann auch zum Ende von USA.

"Osamu's birthday" ist die elektronische Variante japanischer Folklore inklusive rückwärts aufgenommener Gesangsspur, die anschließend wieder in Gegenrichtung abgespielt wird, um einen "japanischen" Eindruck zu erzeugen - montoton, bedrohlich und doch fragil. "No love to give" ist ein rockiges Stück wie "Coming down", während das vom Titel ähnliche "You can never come down" wie ein völlig abgedrehter JEFFERSON AIRPLANE-Song daherkommt, das einzige Stück der Band, das Ähnlichkeiten mit dem SAN FRANCISCO-Sound hat.

DIe letzten drei Tracks zeigen die Urbesetzung noch ohne die Violine - entsprechend klingen diese Songs durch die Orgel Agnellos noch psychedelischer und floydiger.
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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.09.2008 14:51:32 GMT+02:00
Glueckskeks meint:
Wieso dann 4 Punkte für die optimale Ausgabe einer der besten Platten der Musikgeschichte?

Veröffentlicht am 25.01.2009 17:26:19 GMT+01:00
Dieser Kommentar stammt nicht von dem Rezensenten "Trulrl" selber, sondern ist wortwörtlich aus der Rezension dieses Albums auf den "babyblauen Seiten" kopiert. Hier schmückt sich also jemand mit fremden Federn. Kein Mut zur eigenen Meinung?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.09.2009 12:43:22 GMT+02:00
Güba meint:
Es handelt sich offensichtlich nur um eine Person; aber: 15 Punkte in den "babyblauen-seiten" und "nur" vier **** an dieser Stelle !! Wo bleibt die Logik ????

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2010 13:12:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.07.2010 13:15:05 GMT+02:00
Otto meint:
ich bin der Schreiber der BBS-Rezension, daher keine fremden Federn :-)

trurl

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2010 13:13:35 GMT+02:00
Otto meint:
ganz einfach: die "Solo-Songs" von Moskovitz verhindern die volle Punktzahl hier

trurl

Veröffentlicht am 17.03.2011 15:00:07 GMT+01:00
Anton Burger meint:
In der Besetzungsliste wurde der Bassist Rand Forbes unterschlagen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.12.2013 13:40:56 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 06.12.2013 13:41:32 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.12.2013 13:43:13 GMT+01:00
Otto meint:
stimmt, der ist im Text verlorengegangen :-) muss ich ändern, danke für den Hinweis
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