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Der wahre Architekt von Inception ist Hans Zimmer,
4. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Inception Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition] (Blu-ray)
In einem fast vergessenen Traum bauten sich Mal und Cobb eine riesige Traumwelt auf. Sie wurden darin gemeinsam alt, bis Cobb's Frau Mal eines Tages etwas wegsperrte, was sie daran erinnern sollte, sie befände sich nicht mehr in einem Traum.
Cobb fand das heraus und pflanzte Mal einen Gedanken ein, der sie daran erinnern sollte, daß ihre Welt nicht real ist.
Doch er unterschätzte die Gefahr. Die Gefahr, daß sich ein Gedanke weiterentwickeln kann. Sie brachte Mal dazu, die wahre Realität für einen Traum zu halten und sie müsse sich nur umbringen, um aufzuwachen. So dachte sie sich einen Plan aus und wollte mit Cobb gemeinsam in den Tot springen, um aus dem Traum aufzuwachen. Doch es war die Realität und sie wachte nie mehr auf. Sie tötete sich selbst. Cobb brachte sie um, mit einem Gedanken, einer Inception, die Mal's Verstand vernichtete.
Und so wandelt Mal immer und immer wieder in Cobb's Träumen herum und sabotiert die Missionen.
Missionen, mit denen sich Cobb über Wasser hält, um eines Tages nach Hause zu kommen.
Nach Hause, zu seinen Kindern.
Mal hatte sich ihre Zurechnungsfähigkeit erklären lassen und ihren Anwälten hinterlassen, Cobb wollte sie töten.
Das machte es für Cobb unmöglich wieder zurück zu seinen Kindern zu kehren. Seit dem flieht er vor der Realität, nach Hause zu kommen, bis er eines Tages einen Geschäftsmann namens Saito trifft. Der testet in einem Traum das Geschick von Cobb. Dieser soll etwas von Saito während des Traumes stehlen. Doch Mal taucht auf und sabotiert die Mission. Der Traum stürzt ein und die Informationen gehen verloren. Doch alle Protagonisten träumen noch immer, sie befinden sich nur einen Ebene höher. Saito bemerkt, er befand sich zuvor in einem Traum eines Traumes.
Das war der Test und Saito ist der einzige, der Cobb zurück zu seinen Kindern bringen kann. Dafür muß Cobb aber einen Job für Saito erledigen.
Er soll in den Gedanken vom Gigantensohn Robert Fischer einbrechen und einen Gedanken einpflanzen, der Fischer dazu bringt, das Imperium seines Vaters, Maurice Fischer, aufzulösen und nicht die Nummer 1 weltweit zu werden und damit Saitos Unternehmen zu gefährden.
Beflügelt von purer Kreativität machen sich die 6 Freunde an die Arbeit die Beziehung von Robert zu seinem Vater und seinem Patenonkel Peter Browning zu durchforsten und einen Ansatz zu finden, wie man am besten diese Gedanken einbringt, ohne daß Fischer bemerkt, daß dieser nicht echt ist. Es werden im Traum unwirkliche Welten geschaffen, Welten, die es in Wirklichkeit gar nicht geben kann und dafür braucht man einen Architekten.
Ariadne, eine Studentin vom College in Paris, wo Cobb's vater lehrt, soll dabei helfen. Neben Cobb, Saito, Ariadne, Arthur, dem Verwandler Eames geht auch der Chemiker Yusuf mit in den Traum. Er kreierte ein Sedativ, das stark genug ist, alle 7 auf einem 10-stündigen Flug zu betäuben und mehrere Ebenen tief in den Traum einzudringen.
Insgesamt geht es 5 Ebenen tief, wobei die 1. Ebene, der 1. Traum im Flugzeug ist. Wobei die 5. Ebene auch als eine zusätzliche, kur vor der Landung angesehen werden kann.
Die 2. Ebene spielt in einem Hotel, wo Fischer daran erinnert wird, daß er sich in einem Traum befindet und er davor bewahrt werden soll, daß man in seinen Verstand einbricht, um etwas zu stehlen. In der 1. Ebene wurde Fischer von den 6 Freunden gekidnapped, dann vom Unterbewußtsein Fischer angegriffen, als eine Art Verteidigung, bei der Saito angeschossen wurde. Nun versucht man einen Code aus Fischers Gedanken zu extrahieren, um den Safe und das letzte Testament von Maurcice Fischer zu finden. Dieses soll Fischer daran erinnern, daß Maurice von ihm enttäuscht war, daß er versuchte so zu sein, wie er. Das ist der Gedanke, der Fischer eingepflanzt werden soll, damit er es nicht versucht das Unternehmen weiterzuführen und etwas eigenes auf die Beine stellt.
So erinnert sich Fischer daran, daß er in der 1. Ebene entführt wurde, gemeinsam mit seinem Onkel Browning.
Der Verwandler Eames täuscht Fischer dabei. Er verwandelte sich in Traum 1 in Fischer und gab vor, daß er die Kombination kennen müsse. In Traum 2 tritt dann die Projektion Brownings auf. Während Fischer zu Protokoll gibt, er sei zusammen mit Browning entführt worden und säße in einem Van, fragt Cobb, ob Fischer gesehen hätte, wie Browning gefoltert wurde. In Wahrheit war es Eames, der ihm das vorgaukelte. So vermutet Fischer in Traum 2, daß Browning für diese Verbrecher arbeite, um an das Testament Fischer zu kommen. Das lenkt sein Ungemüt auf Browning und so brechen die 5 (Yusuf blieb in Ebene 1 und fährt den Van, um allen dann später den Kick zum Aufwachen zu verleihen, Arthur bleibt in Ebene 2, um den Kick zu verleihen) in Brownings Gedanken ein.
Die Ebene 3 spielt in den Rockys, in einer Befestungsanlage, bewacht vom Unterbewußtsein Brownings. Während der Kick in Ebene 1 und 2 eingeleitet wird, müssen sich die 5 beeilen, um an den Safe zu kommen, der sich in der Befestigungsanlage befindet. Während es mit Saito langsam zu Ende geht (in Traum 1), taucht Mal plötzlich auf und erschießt Fischer. Wieder einmal hat sie eine Mission sabotiert.
Doch um Fischer wieder zurück zu holen, müssen sie noch tiefer, in Ebene 4. Dort befindet sich der sogenannte Limbus, eine Traumwelt in der man für alle Ewigkeit gefangen bleibt. Das geschah Cobb und Mal bereits, wovon immer wieder Einblendungen im Film gezeigt werden. Ariadne und Cobb machen sich auf dem Weg nach unten zu Mal, um Fischer zurückzuholen, bevor der letzte Kick erfolgt.
Sie spüren ihn bei Mal auf. Doch die will ihn nur gehen lassen, wenn Cobb dableibt. Ariadne und Fischer entfliehen, der Kick erfolgt und alle, bis auf Cobb wachen auf Ebene 1 auf.
Fischer, der seinen Vater ein letztes mal in Ebene 3 sprach, nahm ihm das Versprechen ab, nicht so werden, wie Maurice, sondern etwas eigenes auf die Beine zu stellen.
Die Inception ist gelungen.
Cobb versucht währenddessen Saito zu finden, der währenddessen zu einem alten Mann im Limbus geworden ist. Beide kehren zurück aus diesem Traum und der möglichen 5. Ebene.
Sie wachen alle im Flugzeug auf und Cobb ist endlich zu Hause.
Er sieht seine Kindern und alles ist gut.
Dieser Film ist Pure Inspiration.
Das Meisterstück dieser 2-Disc-Edition ist aber der Soundtrack/Filmscore von Hans Zimmer auf Disc 2.
Schließt die Augen und genießt die Musik. Ihr werdet sehr schnell in einem Traum sein, der euch genauso wie im Film Welten erschaffen und einstürzen läßt. Er verleitet zu purer Kreativität.
Mit einem HD-Master-Ton in 5.1 klingt das ganze gewaltig und es geht leider schneller vorbei, als man denkt.
Maximale 5,6 MBit/s sind drin, gigantisch.
Die Titel im Einzelnen:
1. "We Built Our Own World" 00:00 - 01:56 (1:56)
2. "Dream Is Collapsing" 1:56 - 04:20 (2:24)
3. "Radical Notion" 04:20 - 08:03 (3:43)
4. "Old Souls" 08:03 - 15:46 (7:43)
5. "5 2 8 4 9 1" 15:46 - 18:10 (2:24)
6. "Mombasa" 18:10 - 23:04 (4:54)
7. "One Simple Idea" 23:04 - 25:32 (2:28)
8. "Dream Within A Dream" 25:32 - 30:36 (5:04)
9. "Paradox" 30:36 - 34:01 (3:25)
10. "Time" 34:01 - 38:38 (4:37)
Dieser Soundtrack untermalt auf einzigartige Weise die Traumwelt, in die uns Inception führt. Die Titel liegen im mt2s-Format vor, ich habe leider noch nicht herausgefunden, wie ma diese extrahieren kann.
Das Making Of teilt sich auf in "Träume: Kino des Unterbewusstseins" (44:29 Minuten) und "Inception: The Cobol Job" (14:33 Minuten).
"The Cobol Job" ist ein animierter Comic und bildet die Vorgeschichte und Einleitung zum Film. Cobb soll Informationen zu einem Bau einer Ölleitung entlang der ostafrikanischen Küste aus Mr. Kanedas Kopf besorgen. Doch in Wahrheit hat Saito diese Information, die im Prolog von Inception auch zu sehen ist. Man bekommt außerdem einen Blick, was für skrupellose Gangster die Leute von Cobol Engineering sind, für die Cobb und Arthur arbeiten. Der ganze Comic wird von Hans Zimmer's Score unterlegt.
"Kino des Unterbewußtseins" ist eine Doku über Träume. Wie bewußt oder unbewußt nehmen wir das wahr, was wir in Träumen und der Realität erleben. Es zeigt, wie man sich vorab dem Film mit diesem Thema beschäftigte und es in den Film selbst einfloß.
Daneben befinden sich 32 Konzeptionszeichnungen und 12 Artworks vom Titel auf der Disc wieder. Leider nicht als Einzelbilder auf der Disc. Die Konzeptionszeichnungen sehen sehr real aus, man erkannt alles Filmsets wieder. Die Artworks sind ebenfalls sehr gut, schade, daß man nicht alle als JPG-Datei und als Hintergrund verwenden kann.
Natürlich gibt es noch Trailer und Teaser auf der Disc. 13 Teaser/TV-Spots in unterschiedlicher Länge (insgesamt 11:28 Minuten), leider alles Englisch (HD). Und weitere 3 Trailer (insgesamt 4:50 Minuten), ebenfalls Englisch (HD).
Auf Disc 1 befindet sich neben dem Film auch der sogenannte Extraktions-Modus, der Making Of-Schnipsel während des Films enthält. Man kann diese aber auch einzeln ansehen, indem man auf nächster Menüpunkt geht.
1. Inception: Wie alles begann (3:23 Minuten) - Christopher Nolan erzählt von seinen Traumerfahrungen und wie er sie mit in diesen Film einfließen lies. Ursprünglich war Inception als Kurzgeschichte gedacht, bei der Recherche stellte sich aber heraus, daß dieses Projekt deutlich umfangreicher werden würde.
2. Das Japanische Schloss: Der Traum stürzt ein (3:32 Minuten) - Guy Hendrix Dyas (Szenenbildner) erzählt, wie das Schloss zu Beginn des Films entworfen wurde. Chris (Nolan) sah sich zusammen mit Guy Bilder von traditioneller japanischer Architektur an, die es tatsächlich in Japan gibt, die aber neu gebaut wurde und mit mordernen Einflüssen kombiniert wurde. Nolan fand das gleichermaßen seltsam, aber auch gut, so daß es im Film verwendet werden sollte. So entstand die Kreativität zu Saito's Residenz. Ein Schloss aus dem 15./16. Jahrhundert, mit modernen heutigen Einflüssen, insbesondere die Beleuchtung.
Chris Corbould, Leiter der Spezialeffekte, erzählt, wie das Beben und die Welle, die beim Einstürzen des Traums entstehen sollte, umgesetzt wurden. Unglaubliche 11000-15000 Liter verschlag das Set pro Probe. Diese wurden mit Wasserkanonen in das Set gepumpt und sollte eine eher künstliche Welle erzeugen, die auf die Kamera zukommt.
3. Das Pariser Café zerfällt (3:09 Minuten) - Diese Doku handelt davon, wie die Explosionen am Set entstanden. Nolan wollte, daß Ariadne und Cobb im Set zu sehen sind und sie unversehrt bleiben. Das geht nur durch Visual Effects und Nachbauten, wo die Explosion stattfindet. Als besonderes Schmankerl, lies Nolan dann auch nich Dinge, die schon explodiertem, wie beim Traum, nochmals explodieren. Eine Explosion in einer Explosion, um die menschliche Kreativität noch mehr zu entfalten.
4. Eine Einführung in paradoxe Architektur (2:30 Minuten) - "Die Penrose-Stufen", wie man die Kamera führen muß und wie der optische Eindruck entsteht, daß es sich um eine geschlossene Schleife handelt. Am Ende wird das Paradoxon zugemüte geführt, mit nur einer Kamerabewegung. Inspiriert von M.C. Eschers Werke über Paradoxie und Unendlichkeit.
5. Der Güterzug (3:04 Minuten) - Ein Zug fährt mitten durch L.A. und das ohne Schienen. Wie das geht, findet man am besten selber heraus. Der eine oder andere wird staunen, wie das tatsächlich geht. Ich hätte nicht damit gerechnet, daß man es so umsetzt, wie man es tat.
6. Angriff auf offener Strasse (2:34 Minuten) - Mit Angriff hat diese Doku wenig zu tun, eher, wie man Regen nach L.A. bekommt und das am hellichten Tag, während die Sonne scheint. Sehr sehr ungewöhnlich, vor allem für L.A. Teilweise mußten sogar Flaggen und Abdeckungen benutzt werden, um die Sonne zu verschleiern, aber selbst wenn sie scheint. Es ist doch eh nur ein Traum.
7. Die Bar bebt (2:17 Minuten) - Eine riesige Wippe, worauf man die Bar nachbaute vor einem Greenscreen und nicht darf verrutschen. Wie das geht, schaut man sich am besten selbst an.
8. Der Flur dreht sich (5:01 Minuten) - Eine riesige Zentrifuge dreht sich und mittendrin das Set, wo Arthur mit den Bösewichten kämpft.
9. Die Bergfestung (3:03 Minuten) - Der Bergfestung befindet sich nahe Calgary in einem Skigebiet. Lange vor Drehbeginn wurde die Festung aus Holz gebaut, aber es gab keinen Schnee. Später viel dann so viel, wie in den letzten ca. 30 Jahren nicht mehr und es konnte losgehen. Bleibt nur noch die Frage, wie löse ich eine Lawine aus, die echt wirkt.
10. Die Schwerkraft wird aufgehoben (1:36 Minuten) - Das gleiche Set, wie bei der Zentrifuge, nur senkrecht. Chris Nolan erklärt, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um den Zuschauer nicht zu schnell den Trick durchschauen zu lassen.
11. Limbus: Die Gestaltung eines unentworfenen Traumraums (3:44 Minuten) - Drehort Marokko. Gletscherformationen, die ins Wasser stürzen und wie Gebäude aussehen. Das ist "Limbo-City". Ausgehend von Gebäuden der 20er/30er, werden die Gebäude nach außen hin immer moderner und größer, bis hin zu gründen Riesenwolkenkratzern der Zukunft, die man nur in der Silhouette erkennen kann. Sehr viel VSX-Arbeit notwendig.
12. Die Festung explodiert (2:07 Minuten) - 2 Explosionen. In Natura und beim Mini-Modell, immerhin auch stolze 13 Meter hoch. Leider passierte 2 Fauxpas. Beim echten Building explodierte der Turm in die falsche Richtung, beim Mini-Modell ebenfalls. Also mußte es beim Mini-Modell nochmals gedreht werden und beide Aufnahmen kombiniert werden.
13. Die Traummusik (4:05 Minuten) - Das größte Blechbläser-Orchestra in einem Raum, Johny Marr mit der Gitarre und das ganze ummantelt von minimalistischen, surrealen Klängen, bei denen sich Hans Zimmer frei entfalten konnte.
14. Der gemeinsame Traum (3:41 Minuten) - Eine Dankrede von Christopher Nolan
Schade, daß keine Interviews von den Schauspielern selbst drauf sind. Hervorragend dafür, daß alles in HD/hochskaliert daher kommt.
Das Making Of wirkt etwas einseitig, weil man die meiste Zeit nur Chris Nolan hört.
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