Kundenrezension

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hmmmm., 3. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Devil Put Dinosaurs Here (Audio CD)
Bei Bad Relgion gibts den alten Witz, sie hätten nur zwei Songs geschrieben: den schnellen und den etwas langsameren. Im Falle dieses Albums könnte man das so abwandeln, dass AIC hier den Midtempo Powersong und die Cowboy Ballade (Scalpel - ganz offensichtlicher Versuch, ein zweites "Your Decision" abzuliefern) ins Rennen werfen.

Zappt man durch das Album, fällt auf, dass alle "Midtempo Powersongs" sich gefühlt bei etwa 80 bpm einpendeln, alle ein wuchtiges Hauptriff haben, was dann über weite Teile des Songs exerziert wird und dann Refrain, vielleicht mal Mittelteil, Chorus, aus.

Dennoch habe ich den Eindruck, hier zehnmal im Prinzip Check My Brain zu hören. Kein schlechter Titel, aber auf Dauer einfach nicht genug. Es fehlt die Abwechslung, das Gefährliche, das Grenzgängertum, die Zerbrechlichkeit die AIC einst so interessant gemacht haben.

Nein, niemandem ist zu wünschen, dass er ein Junkie im Endstadium wird, um so zu performen wie Staley. Aber gerade diese von vier Enden brennende Kerze hat die Atmo gerade auf Dirt so beklemmend gemacht.

William DuVall ist dennoch ein guter Ersatz für Staley. Er harmoniert von der Stimmfarbe und Stil hervorragend mit Jerry Cantrell und konsequenter Weise ist der Gesang auch fast durchgehend zweistimmig.

Wer aber noch besser zu AIC gepasst hätte, ist Kyle Thomas (Exhorder, Floodgate, Trouble) der wie Staley diese "leicht Nasale in melodisches Schreien übergehen Technik" beherrscht. DuVall klingt über weite Strecken einfach zu harmlos.

Cantrells Riffs sind teilweise ziemlich gut (Titelsong, Hollow, Stone) teilweise aber auch recht generisch und erinnern an die etwas durchwachsenen Soloalben (Boggy Depot und Degredation Trip), also zu zahm, zu scheu.

Hervorragend ist allerdings der Sound des Albums. Fette, punchy Drums, ein schön schiebender Bass und die warmen Powerriffs. Super. Auch sehr gut ist die wuchtige Schlagzeugarbeit von Sean Kinney und das kongeniale Basspiel von Mike Inez. Die Jungs reissen es sozusagen raus.

Insgesamt eine etwas unbefriedigende Platte, die aber vielleicht noch wächst.
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.06.2013 14:29:35 GMT+02:00
Gryphos meint:
Stimme dir größtenteils zu. Das Beste an diesem Album ist wirklich der Sound. Mir gefällt es gesamt gesehen, nicht allzu gut. Ich würde ebenso 3 Sterne vergeben, wobei ich zugeben muß, dass ich es nun schon x-mal gehört habe und es leider nicht "gewachsen" ist. Eines, der schwächeren Alben von AIC.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.06.2013 17:40:15 GMT+02:00
kwichybo meint:
Mir fehlen auf der Scheibe vor allem die zermürbenden Psycho-Nummern á la "Sickmann" oder "Junkhead"- immer waghalsig an der Grenze zum manischen Ausraster. Aber wahrscheinlich waren die damals auch schon Ausdruck der Drogen-Gegenwart des Sängers...und heutzutage (mit klarem Kopf!) somit nicht mehr möglich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.06.2013 10:43:11 GMT+02:00
muffy666 meint:
Stimmt, aber auch Rooster und Angry Chair nicht zu vergessen. Die vier Titel hatten dieses pulsierende, dynamische. Aber das ist wohl exklusiv Staley geschuldet. DuVall ist zwar stimmtlich gut, aber zu brav.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.08.2013 22:54:26 GMT+02:00
bendelin79 meint:
Stimmt vielleicht, aber gerade Sickman, Junkhead, vor allem Rooster haben Parts, in denen Staley auch mal alleine singen "durfte". Man denke an Would!! Auch Staley klang am zerrissensten, wenn er nicht im Chor-Brei unterging. Eben der ist nun reiner Selbstzweck, musikalisch sind die natürlich gut, aber es wird durchgehend so was von gar kein Arm ausgekugelt, gar keine Anstrengung mehr unternommen... Solide ist ja was, aber sehr spannend isses nicht...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2013 15:40:40 GMT+02:00
muffy666 meint:
Stimmt. Die CD klingt sehr nach von Cantrell dominiert. Ggf. müsste er DuVall öfters alleine losschicken, dass er sich entfalten kann. Auf dieser CD wird der eigentliche Sänger zu oft als Backingvocalist für Cantrell eingesetzt - und das klingt dann im Zweifel auch mal etwas zu sehr nach dessen eher öden Solobemühungen. Zitat aus der US Fachpresse: The frontman that refuses to be a frontman. Vielleicht hätten AIC Scott Weiland nehmen sollen... ^^
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Ort: Frankfurt / M.

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