Gibt bessere Geschichten in der Art, 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Nachtgeister: Roman (Cal Leandros-Serie) (Taschenbuch)
Wer also, wie gesagt, einen romantischen Gestaltwandler-Roman erwartet, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden, denn es ist düster und böse. Es erinnerte mich vom Stil her an die Nightside von Simon R. Green und an Jim Butchers Harry Dresden Files, wobei es aber gerade zweites, von dem ich ja schon einige Bücher gelesen habe, nicht erreicht. Aber wer diese Bücher kennt, kann sich in etwa die Atmosphäre hier vorstellen, finde ich. Widerliche Monster treiben ihr Unwesen, sie stinken und sind abstoßend, die Kämpfe sind blutig und eklig. Zu zart besaitet sollte man deshalb nicht sein. Die Dämonen sind böse und es sind Auphe/Elfen. An den Anblick muss man sich auch erst gewöhnen, wenn man sie eigentlich anders kennt und auch der männliche Banshee ist einfach nur ein Miststück. Aber eine geniale Figur und gerade die Kombination zwischen ihm und Cal, den er zwischenzeitlich besetzt, ist toll beschrieben, das triefte vor Bosheit. Die beiden Jungs waren mir sympathisch. Niko, sehr besorgt um seinen jüngeren Bruder, bringt er diesen aber auch gerne mal mit seiner gesunden Ernährungweise zur Verzweiflung. Er ist der Vernünftigere von den beiden, aber auch mutig und schlagkräftig. Cal wird von Alpträumen und Ängsten geplagt, ist aber auch gleichzeitig unvorsichtig und unüberlegt in seiner Handlung und überschätzt sich doch etwas mit dem Wunsch, sich endlich von seinem dämonischen Vater zu befreien. Die Geschichte ist in der Ich-Form aus Cals Sicht geschrieben und in einem eher lockeren und sarkastischem Ton, was dem Ganzen auch immer wieder eine humorvolle Note gab. Das mag ich grundsätzlich, allerdings ging es mir hier auch stellenweise etwas auf die Nerven, bzw. kommentierte mir Cal manchmal etwas zu viel und zu ausschweifend, was gerade passierte und was er warum darüber dachte. Und das häufige Zurückblicken in die Vergangenheit, z. B zu den Geschehnissen um seine Mutter und seine Geburt, diente natürlich dem Verständnis für den Leser, aber mir war es manchmal zu viel Gejammer und Selbstmitleid. Teilweise waren mir seine Überlegungen dann doch zu viel des Guten, drehte es sich mir zu viel um ihn selbst. Vielleicht war ich auch nicht in Stimmung für so viel Bla Bla. Wenn dann aber tatsächlich etwas passierte, war dies meist spannend und temporeich beschrieben und die "Entführung" Cals und der Versuch, ihn zu retten, las sich dann in einem Rutsch. Hier hat mir auch besonders der plötzliche Perspektivwechsel gefallen, der zwar äußerlich keiner war, aber geistig schon, und spannend ausgeführt wurde. Es dauerte etwas, bis ich mit dem Buch warm wurde und im Vergleich zu den anderen oben genannten Büchern steht dieses hier für mich auch noch hinten an, aber ich bin doch neugierig auf die nächsten Teile geworden und kann mir vorstellen, dass sich die Reihe auch noch steigert.
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Gibt bessere Geschichten in der Art
Wer also, wie gesagt, einen romantischen Gestaltwandler-Roman erwartet, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden, denn es ist düster und böse. Es erinnerte mich vom Stil her an die Nightside von Simon R. Green und an Jim Butchers Harry Dresden Files, wobei es aber gerade zweites, von dem ich ja schon einige Bücher gelesen habe, nicht erreicht. Aber wer diese Bücher kennt, kann sich in etwa die Atmosphäre hier vorstellen, finde ich. Widerliche Monster treiben ihr Unwesen, sie stinken und sind abstoßend, die Kämpfe sind blutig und eklig. Zu zart besaitet sollte man deshalb nicht sein. Die Dämonen sind böse und es sind Auphe/Elfen. An den Anblick muss man sich auch erst gewöhnen, wenn man sie eigentlich anders kennt und auch der männliche Banshee ist einfach nur ein Miststück. Aber eine geniale Figur und gerade die Kombination zwischen ihm und Cal, den er zwischenzeitlich besetzt, ist toll beschrieben, das triefte vor Bosheit.
Die beiden Jungs waren mir sympathisch. Niko, sehr besorgt um seinen jüngeren Bruder, bringt er diesen aber auch gerne mal mit seiner gesunden Ernährungweise zur Verzweiflung. Er ist der Vernünftigere von den beiden, aber auch mutig und schlagkräftig. Cal wird von Alpträumen und Ängsten geplagt, ist aber auch gleichzeitig unvorsichtig und unüberlegt in seiner Handlung und überschätzt sich doch etwas mit dem Wunsch, sich endlich von seinem dämonischen Vater zu befreien.
Die Geschichte ist in der Ich-Form aus Cals Sicht geschrieben und in einem eher lockeren und sarkastischem Ton, was dem Ganzen auch immer wieder eine humorvolle Note gab. Das mag ich grundsätzlich, allerdings ging es mir hier auch stellenweise etwas auf die Nerven, bzw. kommentierte mir Cal manchmal etwas zu viel und zu ausschweifend, was gerade passierte und was er warum darüber dachte. Und das häufige Zurückblicken in die Vergangenheit, z. B zu den Geschehnissen um seine Mutter und seine Geburt, diente natürlich dem Verständnis für den Leser, aber mir war es manchmal zu viel Gejammer und Selbstmitleid. Teilweise waren mir seine Überlegungen dann doch zu viel des Guten, drehte es sich mir zu viel um ihn selbst. Vielleicht war ich auch nicht in Stimmung für so viel Bla Bla.
Wenn dann aber tatsächlich etwas passierte, war dies meist spannend und temporeich beschrieben und die "Entführung" Cals und der Versuch, ihn zu retten, las sich dann in einem Rutsch. Hier hat mir auch besonders der plötzliche Perspektivwechsel gefallen, der zwar äußerlich keiner war, aber geistig schon, und spannend ausgeführt wurde.
Es dauerte etwas, bis ich mit dem Buch warm wurde und im Vergleich zu den anderen oben genannten Büchern steht dieses hier für mich auch noch hinten an, aber ich bin doch neugierig auf die nächsten Teile geworden und kann mir vorstellen, dass sich die Reihe auch noch steigert.
Heimfinderin
20. Februar 2012
- Insgesamt:
5

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