Kundenrezension

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar strukturierter Garbage-Sound., 17. Juli 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Not Your Kind of People (Deluxe Edition) (Audio CD)
Die Musik von Garbage ist auch nach langjähriger Pause unverkennbar, und doch klingt Einiges auf "Not your kind of people" ungewohnt und anders als bisher. Anfangs hatte ich etwas Probleme mit der Stimme von Shirley Manson, konnte die sich innerhalb der letzten Jahre so ändern, oder wurde hier bewußt bearbeitet und verstellt? Teilweise wird Miss Manson vom Sound auch meterhoch übertönt. Allerdings gibt sich der Eindruck nach einigen Durchläufen auch, und vielleicht täuschen mich ja meine Ohren. Musikalisch ist "Not your kind of people" wieder purer und schnörkelloser als die letzten beiden Studioalben. Der Glamour und Bombast, wie er vor allem auf "Beautiful Garbage" zu hören ist, fehlt hier gänzlich. Und so sind die Sounds klar strukturiert und es geht teilweise ordentlich zur Sache. Die Melodien sind diesesmal nicht so eingängig und wollen erobert werden, und so wirken viele Songs kantig, sind dafür aber nachhaltiger und nicht so schnell verbraucht.

Automatic systematic habit - Mit viel Schwung wird das Album eröffnet. Der dynamische Rocksound macht ordentlich Feuer unter'm Hintern, markante Synthielemente und die teilweise Computerverzerrung von Shirleys Stimme klingen ungewohnt aber geil. Cooler Song mit cooler Melodie, der das Zeug zum Garbage-Klassiker hat.

Big bright world - Was ruhig und gelassen beginnt, mausert sich zum megacoolen Rocksong. Auch hier wirkt Shirleys Stimme wärend der ersten Strophe stark gedrosselt, dannach hört man sie aber sehr klar. Schnörkellose rockige Klänge geben dem Song eine klare Struktur.

Blood for poppies - Starke 1. Single mit Hochgeschwindigkeitsrefrain und coolen E-Gitarren. Schöner Kontrast zwischen den soundreduzierten Strophen und dem rockigem Refrain.

Control - Ziemlich geil klingen hier die Mundharmonikaklänge während der Strophen. Und so erhält der Titel einen leichten Bluestouch. Hier sind auch die Gegensätze recht stark: Mal laut, mal leise; Mal schnell, mal langsam; mal klar, mal computerverzerrt. Starker Titel.

Not your kind of people - Ruhig und entspannt kommt der Titelsong daher. Der Gitarrensound wandelt zwischen Rock, Country und Pop. Und mal wieder zeigen Garbage, dass sie in keine musikalische Schublade passen. Teilweise klingt's sogar etwas niedlich und süß.

Felt - Dieser Song hat mich vom ersten Hören an fasziniert. Eine flotte Melodie und coole Retrogitarren mit einem schnellen Grundsound bestimmen den Titel. Shirley ist stets mehrstimmig zu hören und singt immer im Hintergrund. Irgendwie schwebt der Gesang entrückt über der Musik.

I hate love - Ein weiteres Highlight mit cooler Melodie. Der Spannungsaufbau von den Strophen zum Refrain ist genial, das markante Soundelement des Refrains klingt sofort vertraut.

Sugar - Ein wenig bin ich hier an "Milk" erinnert, es passt ja auch dazu. Ähnlich ruhig und gefühlvoll mit schöner Melodie ausgestattet, wartet diese Ballade mit typischen Details auf. Da gibt's dann auch mal ein paar Streicher zu hören und Shirleys Gesang klingt sehr beherrscht und verhalten.

Battle in me - Hier geht die Post wieder richtig ab. Coole E-Gitarre, lauter Grundsound und starke Stimme. Im Refrain gibt's markante Soundbreaks, die richtig geil zum Song passen. Dieses Element benutzen Garbage gelegentlich (z.B. bei "Supervixen") und fast ist es schon ein kleines Markenzeichen.

Man on wire - Soundtechnisch noch heftiger und lauter klingt's bei "Man on wire". Das Tempo ist sehr hoch, die markanten E-Gitarren stehen klar im Vordergrund und Shirley geht richtig ab. Geiler Kracher.

Beloved freak - Entrückte Klavierklänge, dazu ein dezenter Popsound, nicht Ballade, nicht schnell, gesangstechnisch leicht und seicht, unspektakuläre Melodie, engelsgleiche Hintergrundlaute >>> Naja, wer's mag. Mein Fall ist's eher nicht.

The one - Schnelles Schlagzeug und sich fast überschlagende E-Gitarren treiben Shirley vor sich her. Der Song macht richtig Laune und Spaß.

What girls are made of - Und da haben wir ihn, den radiotauglichen und gemäßigten Rocksong, der mit markanten Gitarrenelementen, die gleichzeitig einprägsam sind und einer ebenso eingängigen Melodie überzeugt. Bleibt gleich im Kopf hängen.

Bright tonight - Mit diesem Titel schlagen Garbage wieder weiche Töne an. Leichte Ballade die gut zu warmen Sommerabenden passt.

Show me - Besonders auffällig sind die rhythmusbestimmenden Synthielaute, dazu gibt's wieder schöne E-Gitarrenlaute und einen ruhigen Gesang. Nach dem ersten Refrain gibt's dann den ordentlichen Rocksound mit coolem Schlagzeug. Nur der Gesang von Shirley Manson bleibt erstaunlich gelassen. Schöner Schlusstitel.

Es geht schon teilweise heftig zu auf diesem Album und das Zuhören macht richtig Spaß. Die Titel scheinen kurz und knackig, und das ist gut so. Garbage haben die Pause gut genutzt, die alten Fans nicht enttäuscht, und eine zeitgemäßes und doch musikalisch unverkennbares Werk veröffentlicht. So kann es durhaus gelingen eine Reihe neuer Fans zu gewinnen.

Ein kleines Ärgernis ist allerdings die simple Papphülle in der uns die CD verkauft wird. Auf einer Seite steckt das Booklet, das mit einigen Fotos, allen Songtexten und Referenzen, ordentlich strukturiert und übersichtlich, doch sehr schön ausgefallen ist, auf der anderen Seite steckt die CD nahezu ungeschützt und wackelig. Nun ja, im Zeitalter von MP3 und Downloads ist die CD wohl mittlerweile nur noch ein Randprodukt, was wirklich sehr schade ist.
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