Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Bighead ist das Böse in Reinkultur !!!, 8. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Bighead: Ein brutaler, obszöner Thriller (Broschiert)
Zur Story: "Bighead" ist anders als die anderen, war er schon immer und wird es auch immer bleiben. Nicht nur optisch - mit einem viel zu großen Kopf, zwei unterschiedlich großen Augen und einer Größe von weit mehr als zwei Metern, gleicht er eher einem Monster als einem "jungen" Mann - sondern auch aufgrund seines geringen IQ‘s und seiner daraus resultierenden Sprache. Als Bighead’s Grandpap das Zeitliche segnet, macht er sich auf den Weg hinaus aus dem Wald, hinein in die große ihm völlig unbekannte Welt. Wird ihm dort das von seinem Grandpap erlernte nützen, das Vergewaltigen von "Puppen", das Essen ihrer Eingeweide und das Aufknacken der Köpfe, um an das warme Gehirn zu kommen? Wie gesagt, Bighead ist anders und er wird seinen Weg gehen - nur wird dieser Weg blutig sein.

"Wer „Bighead" lesen möchte, sollte sich im Klaren darüber sein, worauf er sich einlässt. Der Hinweis des Verlages auf der Rückseite des Covers steht nicht ohne Grund dort, und wer sich dann im Nachhinein beschwert, es sei zu brutal und blutig gewesen – der hat etwas nicht verstanden."

Bei Bighead beschleicht einen das Gefühl, Edward Lee ließe einen über Jahrzehnte aufgestauten Frust und Zorn gegen alles und jeden mit einem Schub heraus und klatscht ihm diesen - in einer förmlich neu für ihn erfundenen Fäkalsprache - wie einen großen Haufen warmes, noch frisch dampfendes Erbrochenes vor die Füße. Unvorstellbare Gewalt bestimmt von Anfang an das Geschehen, und der Ekelfaktor erreicht eine noch nie in Papierform dagewesene Form, sprengt wie eine Bombe alles vorher da gewesene.

Angefangen über brutalsten Mord, grausamste und abartigste Vergewaltigung, perverseste Sexsucht, Kannibalismus in seiner schlimmsten Form, bis hin zur Blasphemie, bei der wohl selbst sämtliche Priester lang im Kirchenschiff hinschlagen würden - vorausgesetzt sie würden Bighead lesen. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren und zu den abstoßenden Bildern, die sich in schneller Folge geradezu die Klinke in die Hand geben, bekommt man zusätzlich das Gefühl, die Körperflüssigkeiten und Exkremente - die einem wie mit dem Mopp um die Ohren geschlagen werden - regelrecht riechen zu können, so intensiv ist das Empfinden bei diesem Roman.

Lee hat für seine Figuren eine eigene Welt im Staat Kentucky und Virginia geschaffen, in der es keine Regeln und Gesetze gibt und wenn doch – wen interessieren sie! Die Geschichte ist in mehrere Erzählstränge mit diversen Figuren aufgegliedert, bei der jeder seinen eigenen - so sieht es zumindest am Anfang aus - Schwerpunkt hat. Natürlich führt Lee sie im Laufe der Geschichte zusammen und alles läuft auf ein "lustiges" Treffen im beschaulichen Nuntville hinaus.

Wer aber nun nach alle dem wenigstens auf ein paar normale Charaktere hofft, dem kann auch hier vorzeitig die Hoffnung genommen werden, denn jedem von ihnen kann man mindestens eine von den oben genannten Abscheulichkeiten anheften. Ein paar sind einfach nur gestört, andere wiederum sind so krank, dass man sie eigentlich gleich an Ort und Stelle erschießen müsste. Das Schlimme wiederum ist, man mag sie irgendwie – egal wie krank oder verbrecherisch sie sich verhalten. Was sehr positiv ankommt, ist der ortsansässige Südstaatenslang (dem Appalachian) - den er den einheimischen Figuren angeheftet hat - der neben Bigheads eigens zurückgebliebener Sprache nun einmal in die Region gehört. Nach ein paar Seiten hat man sich an die Sprache gewöhnt und es geht einem dann schnell und einfach von der Hand.

Edward Lee lässt - so merkwürdig das auch an dieser Stelle, bei diesem Roman klingen mag - sein Können aufblitzen. In vielen Passagen wird deutlich, dass er ein richtig guter Autor ist, von dem ich unglaublich gern mal einen "herkömmlichen" Thriller, mit ein Stück weit mehr Tiefgang lesen würde.

Mein Fazit: "Lee bricht alle jemals von Menschhand aufgestellten Regeln und tritt sie mit Füßen. Den Begriff Ethik und Rücksicht sucht man in diesem Roman vergeblich, und es war wohl auch kaum Lee’s Absicht, diese hier finden zu lassen. Er will von der ersten Seite an mit aller ihm von "Gott" gegebenen Härte provozieren, und das gelingt ihm auch über die gesamte Buchlänge hinweg. Wenn es die Hölle auf Erden wirklich gibt, dann ist sie genau dort – in der Region rund um Virgina und Mister Edward Lee ist Mephisto himself. An alle Fans dieses Genres, Bighead ist an Abartigkeit unübertroffen, nun liegt es an euch..."
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