Kundenrezension

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kleiner Alleskönner, 30. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Sanho IUSB2 iUSBport 2 WiFi USB-Host Cloud Adapter für Apple iPad/iPhone und Android (Zubehör)
Einleitung:

Wer mobile Geräte wie iPhone, iPad und Co nutzt, steht nicht selten vor dem Dilemma der mehr oder weniger stark limitierten Speichermöglichkeiten. Selbst wenn ein MicroSD Slot vorhanden ist, ist das Maximum bei 128GB Erweiterung erreicht. Möglichkeiten, in diesem Punkt Abhilfe zu schaffen, gibt es verschiedene. Man kann z.B. eine Menge Geld für mehr internen Speicher hinblättern. Android Geräte unterstützen heute mitunter USB-Go Sticks, die an den Micro-USB Slot geschlossen werden. Die sind allerdings noch immer alles andere als elegant, unauffällig und bieten auch nur mäßige Speichermenge. „Cloud“-Speicher bekommt man mittlerweile recht günstig in großen Mengen, doch das nutzt wenig, wenn die Internet-Anbindung zu lahm, instabil oder gar nicht vorhanden ist. Der iUSBport gehört nun zu jener Produktkategorie, die eine universelle, traumhaft komfortable Lösung für dieses Problem verspricht. Ein kleines, weißes, unscheinbares Kästchen an das man seine Speichermedien schließt, um anschließend mit beliebigen Geräten kabellos und unkompliziert darauf zugreifen zu können. Klingt zu schön um wahr zu sein …. Doch der iUSBport2 ist genau dazu im Stande !

Wenn Sie nun zögerlich sind, da Sie die verschiedenen Fachbegriffe in der Produktbeschreibung abschrecken, möchte ich Sie beruhigen ! Lassen Sie sich nicht verunsichern: Dieses Gerät ist nicht nur für „Freaks“, „Nerds“ oder „Geeks“. Auch Sie können damit ans Ziel kommen, nur ein klein wenig Geduld, Mut und Selbstvertrauen vorausgesetzt. Eine hoffentlich wertvolle Hilfestellung dazu möchte ich am Schluss dieser Rezension anbieten, die nur für all diejenigen gedacht ist, die z.B. mit Begriffen wie „DLNA“, „HFS“ oder etwa „SMB“ nichts anfangen können.

Ersteindruck:

Der iUSBport2 ist kompakt und wirkt gut verarbeitet. Die Anleitung ist Deutsch und im Großen und Ganzen gut verständlich. Anfängliche Probleme (das Gerät schaltete sich sporadisch ab) ließen sich mit dem Firmware-Update V19 einwandfrei lösen. Schade: WLan-technisch beherrscht das Gerät lediglich die gängigen Formate a, b und g, nicht jedoch den neueren Standard n, geschweige denn ac. (Allerdings soll es mit Hilfe eines WLan-Sticks doch möglich sein.)

Nutzung:

Ist das Gerät erstmal konfiguriert, gestaltet sich der Betrieb wahrlich kinderleicht. Laufwerke / microSD Karte einstecken, anschalten, warten, los geht's ! Mit HTTP, FTP, WebDAV, DLNA/uPnP werden alle wichtigen Methoden für Netzwerkspeicher unterstützt. Somit ist der Zugriff von Geräten aller Art leicht möglich. Laufwerke können auch im laufenden Betrieb entfernt oder angeschlossen werden, alternativ ist auch das sichere Herunterfahren eines Laufwerkes über das Service-Menü möglich. Es werden stets sämtliche Laufwerke / Partitionen zu einer Zeit verfügbar gemacht ! Der Zugriff über DLNA/uPnP kam bei mir bislang nicht zustande, alles andere hingegen klappte reibungslos.

Konfiguration:

Hat man sich mit dem iUSBport2 WLan-Netzwerk verbunden, lässt sich ein WLan-Passwort einstellen. Ausserdem kann man den iUSBPort in das eigene WLan-Netzwerk einbinden - ziemlich praktisch ! So braucht man sich nicht mehr extra mit dem iUSBport2 verbinden. Die IP wird im Display angezeigt.

Leistung:

Die Übertragung liegt hier bei ca. 3-4MB/s und reicht somit sogar für die allermeisten 1080p Videos aus. (eine gute App / ein gutes Programm vorausgesetzt / siehe weiter unten die „App-Tips") 3MB/s entsprechen bereits ca. 25Mbit, was der Bitrate vieler Blu-Ray Filme entspricht. Rechnet man lediglich 2MB/s - um sicher zu gehen - dürfte ein Spielfilm mit 90 Minuten Länge mindestens 10GB beanspruchen. Die Reichweite ist mit der eines „richtigen" Routers nicht vergleichbar. Schon eine Mauer bremst Signalstärke und Geschwindigkeit empfindlich ab. Allerdings wird man den iUSBport2 zu Hause ohnehin nur im Infrastruktur-Modus (also im Haus-Netz eingebunden) nutzen und dafür nah am Router platzieren, so dass die Reichweite in dem Bereich keine Rolle spielt. Unterwegs wird der iUSBport2 wohl meist im nächsten Umfeld bleiben. Kurzum: Die Reichweite ist in den allermeisten Fällen ausreichend. Leider musste ich feststellen, dass die Leistung gelegentlich und abhängig vom Programm / Gerät, mit dem man zugreift, schwankt. Das Streamen von Videos klappt über iPad / NPlayer und Galaxy Tab / BSPlayer sehr gut, nicht aber mit IPad / It's Playing. Möchte ich hingegen eine Datei von meinem Mac per FZilla oder JDownloader herunterladen, kommt es zu starken Einbrüchen bis hin zum Stillstand. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Möglicherweise hängt es auch mit dem jeweils verwendeten Protokoll zusammen. Vielleicht wird da mit der Zeit noch Licht ins Dunkel kommen.

Kompatibilität:

Betrieben wurden hier Crucial M500 960GB SSDs in unterschiedlichen USB 3.0 Gehäusen, eine WD 2TB, eine 4TB Verbatim ST4000DM, alle Platten werden stets erkannt und der Zugriff ist über (fast) alle Protokolle (hier leider Probleme mit DLNA/uPnP !) und von allen Geräten aus problemlos möglich. Dabei verwendete Dateisysteme sind exFat und NTFS. Der Mini-Server soll sogar HFS unterstützen, was ich bislang jedoch nicht testen konnte. Die Verbatim ist in zwei Laufwerke geteilt, die einwandfrei erkannt und angezeigt werden. Beschränkungen bei der Größe der Laufwerke scheint es nicht zu geben. Der Schreibzugriff ist jedoch möglicherweise nicht in allen Fällen gegeben. Es gibt dazu wieder eine schwammige Bemerkung in der Anleitung und ich habe nicht alle Dateisysteme mit jeweils allen Methoden kombiniert getestet.

Ausdauer:

Der Akku ist bei mir mit einem 12W Netzteil nach annähernd 4 Stunden komplett geladen. Mit SSDs ist er leider schon nach weniger als einer Stunde wieder leer, bei normalen Magnet-HDs hält er mindestens doppelt bis drei mal so lange durch. Von einer SSD konnte ich ca. 5GB übertragen, bevor der Akku schlapp machte, von einer gewöhnlichen HD waren es mehr 15GB. Da Magnet-HDs nach einer gewissen Zeit in den Parkmodus wechseln, kann man sie bei gelegentlichen, kurzen Zugriffen durchaus 5-8 Stunden im Akkumodus nutzen.

Features:

Wenn unterwegs mal ein mobiles Device in den Energienotstand gerät, hält der iUSBport auch als Ladestation her. Mit 3,3W kommt man nicht sehr weit, aber immerhin. (die Leistung eines iPhone 5/s Akkus liegt bei ca. 6W) Dann lässt sich der komplette Inhalt einer Speicherkarte auf eine - FAT32 formatierte - USB Festplatte kopieren. Ob das nur mit dem integrierten microSD Kartenleser oder auch/nur einem an einen USB-Port angeschlossenen Kartenleser klappt, geht aus der Anleitung leider nicht eindeutig hervor und ich werde das wohl nicht prüfen, da ich keine meiner USB Platten mit dem veralteten FAT32 betreibe. Grundsätzlich sollte vielleicht noch betont werden, dass der iUSBport2 auch ohne jegliche Internet Anbindung genutzt werden kann.

Fazit:

Der iUSBport2 ist grundsätzlich ein wirklich empfehlenswertes Gerät, jedoch mit Abstrichen. Reichweite und Akkuleistung sind ausreichend - aber auch nicht mehr. Die Datenübertragung wäre prima, wenn es da nicht diese sporadischen Leistungseinbrüche gäbe. Die Unterstützung von SSD Laufwerken scheint mir etwas unausgegoren, der Stromverbrauch dabei viel viel zu hoch. Es wäre toll, wenn Sanho da nochmal nachlegen könnte. Außerdem wünschenswert: Die Abschaffung der FAT32 Hürde beim Kopieren von Speicherkarte zu Festplatte. Unvorteilhaft ist, dass der Betrieb am Netzteil den Akku nicht ausklammert, der Akku also stets ein wenig ent- und dann wieder auflädt. Trotz allem erlebe ich das Gerät als absolut brauchbar und praxistauglich mit Apple und Android Tablets / Smartphones.

Hilfestellung zum Betrieb / Grundlagen:

Im Prinzip sind Funktionalität und Betrieb des iUSBport2 sehr simpel. FTP, DLNA, SMB und WebDav sind einfach nur unterschiedliche Methoden, den Zugriff auf Daten zu ermöglichen. Von den Unterschieden bekommen wir als „User“ aber praktisch nichts mit. Denn in der Praxis bedienen sie sich alle (mehr oder weniger) gleich. Stets gibt es nur 3 Elemente, die von entscheidender Bedeutung sind: 1 = Die Adresse 2 = Den Benutzernamen 3 = Das Passwort. Benutzername und Passwort entfallen beim iUSBport2, der Zugriff erfolgt anonym bzw. als Gast. Somit bliebe die Adresse, die man einfach am Display abliest. (nur bei WebDAV muss ein :81/webdav hintangestellt werden) Nutzt man das Gerät im Stand-Alone Modus, lautet die Adresse stets 199.0.0.1. DLNA/uPnP wird normalerweise von selbst bzw. mittels Scan gefunden und angezeigt.

Das Werkzeug zum Zugriff ist dann ein Programm, auf mobilen Geräten auch „App“ (= Application = Anwendung) genannt. Programme dieser Art gibt es viele, manche davon nur für jeweils eine bestimmte Plattform, manche für mehrere. Manche Anwendungen beherrschen nur eine bestimmte Methode, andere mehrere. Die einen Apps sind umständlich zu bedienen, andere sehr leicht. Und, und, und. Weil es so schwer sein kann, die „richtige“ App für einen bestimmten Zweck zu finden, lesen Sie nun ein paar Vorschläge, mit denen zumindest ich hervorragend klar komme:

App-Tips:

Android: BS-Player ist ein vorzüglicher Video-Player (inklusive DTS-Support), der sich perfekt auf SMB und DLNA versteht. ES-File Explorer ist hervorragend geeignet, um Dateien zu verschieben oder auf diverse Apps umzuleiten. Er versteht sich ausserdem auf die Darstellung von Bildern / Fotos.
IOS: Der NPlayer ist eine universale App, die von Musik über Videos (leider kein DTS) bis hin zu Bildern alle wichtigen Medienformate beherrscht. Ausserdem kann man mit ihm alle möglichen Dateien herunterladen und zu jedweden Apps weiter reichen.

Anmerkungen:

Eine microSD Karte habe ich bislang nicht getestet, werde das aber mal nachholen und hier berichten. Einen Orico USB 3.0 Hub habe ich angeschlossen, doch das hat nicht funktioniert. Es soll auch WLan-Sticks geben, die dem iUSBport auch den WLan-N Standard ermöglichen. Über weitere Einstellungsmöglichkeiten wird hier später noch geschrieben.
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