Kundenrezension

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4.0 von 5 Sternen Zehn "Columbo-Spielfilme", preiswert (und gefällig) zusammengefasst!, 26. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Columbo - Die komplette neunte Staffel [5 DVDs] (DVD)
Bei der 9. Staffel (als welche hiesige zumindest im deutschen Sprachraum angepriesen wird) kann man nun eigentlich wirklich nicht mehr von einer echten, zusammenhängenden Staffel im herkömmlichen Sinne sprechen.
Schon alleine der Zeitraum, in dem die Einzelepisoden hierzu entstanden sind, nämlich von 1990-1993, verdeutlicht, dass es sich hierbei mehr um einzelne Spielfilme handelt, die wohl noch mit etlichen Columbo-Kult-Faktoren behaftet sind, aber atmosphärisch (bitte nicht falsch verstehen!) einander kaum ähneln.
Nun gut. Generell ist das ja eigentlich kein Problem, da die Episoden thematisch ohnehin jeweils für sich geschlossen sind, so wie es übrigens auch bei allen Vorgängerfolgen bereits der Fall war. Trotzdem merkt man den neuen Folgen ein bisschen ihren "Stückwerkcharakter" (ist aber nicht böse gemeint) an.
Aber gut, der wahre Columbo-Fan freut sich einfach darüber, dass der ewig zerstreute Zigarrenraucher auch in höherem Alter noch als immerfragender Quälgeist seine Kontrahenten entlarvt. (Darüber hinaus ist es sehr begrüßenswert auf diese Weise die Möglichkeit zu bekommen, wirklich alle Folgen (und das auch noch recht preiswert) zu erstehen - danke dafür!)
Und nachdem Staffel 8 ein furioses Comeback (nach zehnjähriger Pause!) eingeleitet hat, war es beruhigend zu wissen, dass Peter Falk alias Columbo eine Art andauernde Konstante in der Krimifernsehwelt zu sein schien, auf die man sich einfach stets verlassen konnte (und IMMER NOCH KANN!!)...

Auffällig bei dieser Staffel ist, dass sie mit insgesamt 10 Folgen recht üppig ausgefallen ist. Gleichzeitig wird dieser Segen an Fülle aber so ein bisschen zum Dilemma dieser vorletzten "Staffel". Die Qualität der Plots schwankt nämlich von mittelmäßig bis genial (wie freilich bei den Vorgängerstaffeln auch schon), wobei dieses Mal - trotz grandioser Einzelfolgen - insgesamt (für meinen bescheidenden Geschmack halt) die eher durchschnittlichen Episoden nicht so einfach übertüncht werden können...
Konkreter ausgedrückt: Stellt man so einzigartige, sehr gute Episoden wie etwa "Ruhe sanft, Mrs. Columbo" oder "Luzifers Schüler" solch (für Columbo-Verhältnisse freilich) Mitläuferepisoden wie "Mord nach Termin" gegenüber, dann bleibt im Nachhinein so ein bisschen das Weniger-Wäre-Womöglich-Mehr-Gewesen-Gefühl zurück.
Keinesfalls jedoch soll diese zarte Kritik meinerseits in irgendeiner Weise andeuten, dass es nicht lohnen würde, auch diese Box zu erwerben. Wahre Fans kommen daran sowieso nicht vorbei...

Nun aber zu den Episoden im Einzelnen.
Mein Bewertungsschlüssel (wie immer bei mir):
+ mies ++ naja +++ passabel ++++ gelungen/Kultfolge +++++ grandios/Megakultfolge
(!) sollen anzeigen, dass es sich bei der jeweiligen Episode um eine ganz besondere (mit hohem Kultfaktor sozusagen) handelt.

- DVD 1 -

MORD NACH TERMIN
Ein Staranwalt wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Um sich eines unliebsamen Erpressers zu entledigen, tarnt dieser seine Tat als Selbstmord. Allerdings lässt sich Columbo nicht an der Nase herumführen...
Ein Plot voll schmieriger Anwaltsklischees, politischer Unkorrektheit und durchtrieber Machtgier. Also: zeitlos. Generell ist diese Folge auch nicht schlecht gelungen, allerdings gefällt mir der Täter hierbei nur unterdurchschnittlich gut.
Tathergang und Verschleierungsversuche sind hingegen gut durchdacht und auch Columbo selbst spielt (wie aber eigentlich immer) souverän. Größter Lichtblick war für mich die strenge, aber korrekte Sekretärin des Staranwalts, die für kurze Zeit hervorragend mit dem Inspektor interagiert.
Aufgrund der nicht ganz korrekten Veröffentlichungspolitik der "Staffeln" hierzulande, würde diese Folge (aber auch andere) ebenso gut oder schlecht zur Vorgängerbox passen. Trotz insgesamt passabler Schauspielerleistungen und gutem Mordmotiv für mich eher kein echtes Highlight.
Daher: ++/+++

RUHE SANFT, MRS. COLUMBO (!)
Kult, kultiger - Ruhe sanft, Mrs...
Die ewig verhinderte und unpässliche, aber nicht unbekannte - weil von Columbo durchaus detailreich geschilderte - Ehefrau des Kultinspektors ist offenbar Opfer eines Mordanschlags geworden. Die Täterin will Columbo am eigenen Leib spüren lassen, wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren, ist doch ihr Partner im Gefängnis (wohin ihn Columbo gebracht hat) an einem Herzinfarkt verstorben...
Nicht umsonst wird diese Episode nach wie vor sehr hoch gehandelt (vor allem auch in Fankreisen). Zum einen ist da dieser wirklich spannende Plot, gemischt mit melancholischem Mitgefühl für den armen, verwirrten Mann im Trenchcoat. Auch die Motive, die für den Zuseher erst im Laufe der Folge tatsächlich ersichtlich werden, lassen keinerlei Wünsche offen. Am Ende kommt dann sogar alles noch einmal ganz anders, als man gedacht hat (aber ich mag ja nicht zu viel verraten)...
Obwohl diese Folge anders als die meisten anderen aufgerollt und dargeboten wird und es deshalb ein wenig zum Bruch mit typischen Columbo-Kult-Elementen kommt, ist sie nicht totzukriegen, weil Plot und Atmosphäre und Überraschungsmoment einfach zu sehr unter die Haut gehen. Ganz klar ein Klassiker der gesamten Columbo-Chronologie!
Übrigens: Mrs. Columbo bekommt man auch diesmal nicht zu Gesicht - nicht mal per Foto (aber ich will ja nicht zu viel verraten;)).
Meine Bewertung: +++++

- DVD 2 -

SCHLEICHENDES GIFT
Ein Zahnarzt, der die Scheidung seiner Frau aufgrund finanzieller Abhängigkeit nicht akzeptieren kann, will mit einem heimtückischen Giftimplantat deren Liebhaber beseitigen und dafür sorgen, dass seine Noch-Ehefrau zur Hauptverdächtigen wird...
Vom Tötungsvorhaben her eine völlig neue Herangehensweise. Da waren die Drehbuchautoren mal wieder sehr kreativ. Allerdings wird Columbo vielleicht dieses Mal etwas zu schnell klar, an wessen Fersen er sich heften muss, um die Tat aufzuklären.
Auch das Ende, also die Überführung scheint sehr weit hergeholt. Die schauspielerischen Leistungen liegen (wie so oft bei den neueren Folgen) wiederum im Mittelmaß.
Irgendwie letztendlich schade - denn trotz vieler positiver Aspekte und Intentionen (Columbo schlägt sich gar einmal mit einem abnehmbaren Auto-Polizeilicht herum), kann diese Folge nicht so ganz ihr gefühltes Potenzial ausschöpfen. Zumindest ich war (und bin) der Meinung, dass da möglicherweise mehr drinnen gewesen wäre...
Bewertung: +++/++++

NIEMAND STIRBT ZWEIMAL (!)
Ein Gigolo hat ein Verhältnis mit einer erfolgreichen Schriftstellerin. Als diese via Fernsehinterview bekannt gibt, ihn heiraten zu wollen, mischt sich deren Schwester ein. Sie hat einen Privatdetektiven engagiert, um Therese (der Autorin) endlich nachhaltig vor Augen zu führen, dass ihr Lover untreu ist. Kurz darauf wird Theresa tot aufgefunden...
Besonders hervorhebenswert erscheinen mir bei dieser Episode die durchwegs hervorragenden Schauspielerbesetzungen. Vor allem Theresas Schwester, die zum einen eine starke, selbstbewusste Frau, aber zum anderen innerlich schwer gespalten und unsicher ist bleibt längerfristig in Erinnerung. Letztlich tun sich im Verlauf der Story auch einige Überraschungen auf. Obwohl es am Ende zwei Täter gibt, kommt nur einer davon - laut Gesetz - als strafbarer Mörder in Frage.
Insgesamt eine durchwegs gelungene Folge, die zwar atmosphärisch den typischen Neo-Stil (Jet-Set der 90er und Co) innehat, aber dennoch durch eine gut durchdachte Story und großartige Darsteller ein wenig hervorsticht.
Meines Erachtens ein Highlight dieser Staffel.
Meine Bewertung: ++++/+++++

- DVD 3 -

LUZIFERS SCHÜLER (!)
Zwei Studenten werden von ihrem Professor beim Betrügen (sie wollen sich die Lösungen des anstehenden Examens besorgen) erwischt. Um sich ihrer Verantwortung zu entziehen, schmieden die beiden einen kaltblütigen, teuflischen Plan. Ausgerechnet ist in der Mordnacht ein gewisser Inspektor Columbo als Gastredner geladen...
Meiner Meinung nach ist dies der gelungenste Versuch überhaupt, Columbo mit der Generation seiner Kindeskinder auf Tuchfühlung zu bringen. Die beiden durchtriebenen Mörder machen sich gar über den alten Mann und seine Marotten lustig, konfrontieren ihn mit dem mächtigen und einflussreichen Vater. Auf der anderen Seite kommt Columbo bei den Mitstudenten gut an. Sein unkompliziertes Sozialwesen und seine natürliche Art kommt bei den jungen Leuten gut an.
Wollte man hier womöglich zeigen, dass Columbo auch jüngere Fans haben kann? Vielleicht. Jedenfalls hatte er sie auch vor dieser Episode schon und auch heute noch gibt es Leute ab und unter 20, die auf den Kultinspektor schwören (mich als 85er-Baujahr mal großzügig miteingeschlossen;))
Nicht nur die Darsteller sind größtenteils jugendlich, auch die Art des Mordens geht sehr "modern" vonstatten (mittels Mini-Fernsehgerät und Knopfdruck).
Für meinen Geschmack passt hier einfach alles zusammen: Campus-Atmosphäre (erstmals bei Columbo), jugendliche Arroganz, Columbo als zerstreuter Vortragender auf der Uni...
Vor allem aber die Auflösung des Falles ist wirklich überraschend und genial. Ein ausgetauschtes Auto und insbesonders ein Foto, das dort unter der Sonnenschutzklappe verstaut ist, wird den beiden Straftätern letztendlich zum Verhängnis...
TOP!
Daher: +++++

DER ERSTE UND DER LETZTE MORD
Dass Rauchen ungesund ist, ist hinlänglich bekannt. Umso mehr, wenn manche der Glimmstängel mit (zusätzlichem) Gift präperiert wurden! Der Moderator einer erfolgreichen Fernsehshow wird erpresst. Wenn er seine Show nicht aufgibt, würde der Erpresser einen alten (horizontalgewerblichen) Film über diesen publik machen...
Alles in allem eine ganz passable Folge mit klaren Motiven und soliden Schauspielern. Irgendwie erinnert das Ganze aber entfernt an bereits Dagewesenes. Im Gegensatz zur kultigen Vorgängerfolge gleicht diese hier eher einer, die sich auf bereits erreichten Erfolgsrezepten auszuruhen scheint. Kurz: Nicht schlecht, aber auch keine besonders nachhaltige Episode.
Meine Bewertung: +++

- DVD 4 -

TÖDLICHE LIEBE
Und wieder mal das häufigste aller Mordmotive: die Liebe. Als ein Rechtsanwalt von der Untreue seiner Frau (einem ehemaligen Rockstar) erfährt, will er die Beziehung beenden. Allerdings weiß diese, dass ihr Mann mehrfach Richter, Zeugen und Geschworene geschmiert hat und droht damit, dies öffentlich zu verlautbaren. Daraufhin erwürgt der Anwalt den unliebsamen Liebhaber und versucht die Tat seiner Gattin in die Schuhe zu schieben...
Wiederum eine sehr 90er-Jahre-lastige Folge (aber meines Erachtens immer noch besser, als zwanghaft einen Retroabklatsch der 70er zu schaffen - siehe bei Interesse diesbezüglich auch meine Rezi zu Staffel 8!), die vom Tathergang zwar sehr geschickt durchdacht scheint, insgesamt aber bestimmt noch Luft nach oben hätte. Der Mann des attraktiven, noch jungen Rockstars wirkt eher wie ein Relikt aus älterer Zeit, ebenso wie Columbo selbst. Hätte man die beiden 15 Jahre zuvor aufeinandertreffen lassen, wäre dies wahrscheinlich glaubwürdiger und authentischer rübergekommen. Zudem tun sich zwischenzeitlich immer wieder einige Überlängen auf. Auch das gegen Ende aus der Not hervorgezauberte Alibi wirkt "unschön" hineingezwängt, ebenso die Auseinandersetzung mit diesem (was den Fall zum Schluss wohl nochmals spannend machen soll - geht aber leider nur zum Teil auf). Und trotz einiger Schmunzelmomente (Columbo möchte unbedingt einen Ghettoblaster für seinen Neffen erstehen und informiert sich bei einem Jugendlichen, der im Besitz eines solchen ist über den Kaufpreis) ist diese Episode für meinen Geschmack insgesamt nicht stimmig, atmosphärisch gesehen wenigstens. Durchschnitt halt.
Meine Bewertung: ++/+++

TÖDLICHER JACKPOT
Freddy B. ist gerade in Scheidung, da gewinnt er doch ausgerechnet im Lotto. Da er seiner Frau aus Gier nichts davon abgeben will, bittet er seinen Onkel darum, für ihn den Gewinn abzuholen. Dummerweise aber ist auch Onkelchen nicht vor Gier gefeit und hat keineswegs vor zu teilen...
Das Interessanteste an diesem Fall ist eindeutig das Motiv. So etwas hat es bei Columbo bis dato noch nicht gegeben. Die Charakterdarsteller sind alles in allem Mittelmaß, am besten kommt meiner Meinung nach noch der Mörder (der Onkel also) weg.
Die Auflösung des Falls an sich und die daraus resultierenden Situationen zwischen Ermittler und Verdächtigen (vor allem natürlich dem Hauptverdächtigen) sind insgesamt nicht wirklich aufregend, sieht man einmal von der überraschenden Tatsache ab, dass Onkel und Fast-Ex-Frau (unerwartet) miteinander verbandelt sind. Am Ende stürzen sie sich letztlich gegenseitig in den Ruin. Dass Gier etwas Unschönes (aber leider zutiefst menschliches) ist, wird hier sehr anschaulich dargeboten.
Meine Bewertung: +++/++++

- DVD 5 -

BLUTHOCHZEIT
Columbos Neffe heiratet, weshalb auch der Onkel vor Ort ist, als des Neffen frisch Angetraute entführt wird...
Nicht umsonst ist dies eine der umstrittensten Columbo-Episoden aller Zeiten. Hauptsächlich dürfte dies am Bruch mit vielen Vertrautheiten (wie man sie von Columbo halt kennt) liegen. Möglicherweise war das auch eine Art Versuch, an die Kultfolge "Ruhe sanft, Mrs. Columbo" anzuschließen, wo der Fall ja auch aus ungewöhnlicher Perspektive aufgerollt wurde.
Auch neu ist, dass es ausnahmsweise mal kein Todesopfer gibt.
Ich persönlich habe diese Folge nun zum ersten Mal gesehen und fand sie offengestanden gar nicht so übel. Abgesehen vom Abweichen typischer Elemente der Marke "Columbo", hat mir vor allem die Rolle des Entführers sehr gut gefallen, der durchwegs glaubwürdig einen Psychopaten verkörpert. Auch die Tatsache, dass Columbo hier im engeren Verwandtenkreis ermittelt (der Neffe ist übrigens auch Polizist), trägt für meinen Geschmack letztendlich dazu bei, dass hier das Positive am Ende überwiegt. Erstmals sieht man außerdem den Inspektor mit einer Schusswaffe in der Hand, der sichtlich erleichtert darüber ist, diese nicht benützt zu haben...
Meines Erachtens jedenfalls nicht so schlecht, wie es so oft gemacht wird. Dieses eine Mal passt das ganz gut. Ein Klassiker ist diese Episode freilich trotzdem nicht.
Bewertung: +++

EIN SPATZ IN DER HAND
...ist besser als die Taube auf dem Dach - wie Columbo am Ende dieser Episode ganz richtig feststellt. Denn eigentlich hat die Mörderin gleich zwei Morde zu verantworten, nachweisen kann er ihr aber lediglich einen davon.
Der erfolglose Glücksspieler Harold will seine Tante um Geld bitten, weiß aber, dass ihr Mann damit nicht einverstanden ist. Deshalb beschließt er, diesen mit einer Autobombe umzubringen. Aber dann kommt alles anders: Der Onkel wird überfahren und jetzt muss die Bombe schnellstens entschärft werden...
Der Gärtner wird dabei zum unschuldigen und bemitleidenswerten Opfer. Harold, der anfangs lediglich darauf fixiert ist (und einem die ganze Zeit über durchwegs unsympathisch bleibt) seine eigene Haut zu retten, wird am Ende selbst zum Mordopfer. Das dauerbetrunkene Tantchen (hervorragend gespielt) ist nämlich gar nicht so harmlos, wie man als Zuseher zunächst glauben möchte!
Insgesamt eine gute Folge, die aber (einmal mehr) lediglich zahlreiche Milieus und Themenbereiche abdeckt, die wir bei Columbo schon öfter gesehen haben: Geldsorgen, Unterdrückung, Erpressung, Football, Affären...
Alles in allem überwiegt dennoch der positive Nachgeschmack, was diese Episode vor allem den abermals durchwegs guten Schauspielern zu verdanken hat. Auch die Idee, einen geplanten Mord ungeschehen machen zu wollen ist ganz gut. Letztlich wäre für meinen Geschmack aber auch hier (wieder) ein bisschen mehr möglich gewesen.
Daher: +++/++++

Fazit: Columbos vorletztes Rennen wird dem Namen "Staffel 9" eigentlich nicht gerecht, da hier unverkennbar "Stückwerkcharakter vorherrscht. Neben vereinzelten genialen Fällen, bekommt es der eingesessene Columbo-Freund diesmal grötenteils mit Durchschnittskrimikultkost zu tun. Positiv anmerken sollte man hierbei jedoch, dass immerhin kein wirklicher Totalausfall in dieser Box vorzufinden war. Das heftig umstrittene "Bluthochzeit" kommt für meinen Geschmack sogar noch besser weg als "Tödliche Liebe" und ist (als einmaliger Versuch gesehen) keineswegs schlechter als andere passable Folgen mit dem Kult-Inspektor.
Freilich lässt sich nicht leugnen, dass Columbo weiter altert. Das macht aber nichts und macht ihn menschlich und authentisch - hab ich aber, glaube ich, auch schon bei Staffel 8 genauer zu erläutern versucht. So ein bisschen fehlen dieser 9. Staffel auch die Überdrüber-Widersacher. Zwar wurden die Charakterrollen durchwegs gut besetzt, aber die ganz, ganz großen Stars sollten erst in der finalen 10. Staffel (vereinzelt) wieder ins Rampenlicht treten (wobei Staffel 10 noch weniger als diese hier als solche bezeichnet werden kann, weil der Drehzeitraum der einzelnen Episoden sich gar über fast ein Jahrzehnt erstreckte).
Insgesamt überwiegt (wie aber bei bis dato allen Staffeln) mit Sicherheit das Positive. Columbo wird seine Marotten nicht und nicht los, es scheinen - im Gegenteil - sogar fast immer neue hinzuzukommen. Die Gegenspieler werden immer jünger, der Kultinspektor immer älter - aber seine Spürnase macht vor nichts halt: egal, ob arm oder reich, alt oder jung, exzentrisch oder introvertiert... Und genau dieser Umstand macht Columbo zum zeitlosesten aller Fernsehdetektive!

Meines Erachtens ist dies nicht unbedingt die stärkste Box. Dennoch kann ich nur zu ihrem Erwerb raten. Fans kommen daran ohnehin nicht vorbei, aber ebenso könnten "Laien" daran gefallen finden.
Die drei oben gennanten "Kultfolgen" (siehe (!) Einzelbewertungen) sollte man sich unter keinen Umständen entgehen lassen. Einfach nur klasse!

Nun freue ich mich schon auf das letzte große Wiedersehen, die 10. Staffel also, die ich übrigens bereits in meinem DVD-Regal zuhause stehen habe! Auch da kenne ich (wie bei hiesiger Box) so manche Folge noch gar nicht.

P.S. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut spitze: 10 Episoden in Spielfilmlänge machen das Fehlen etwaiger Extras (die leider nirgends drauf sind) locker wieder wett. Abgesehen davon, würde ich mir nie eine DVD oder auch eine Sammelbox alleine der Extras wegen kaufen.
Randbemerkung: Schade, dass die praktischen Pappkartons mit den dünnen Plastikhüllen - wie's scheint - nicht mehr hergestellt werden. Mir persönlich haben die besser gefallen, als die dicken Plastikboxen, in denen die DVDs einfach übereinandergestapelt (allerdings Gott sei Dank höchstens zwei) sind. Also: Ich persönlich hab, bis auf Staffel 10, immer die Kartonboxen erworben, weil ich sie vom Herausnehmen her auch praktischer finde. Und das würde ich - bei Möglichkeit - auch angehenden Sammlerfreunden guten Gewissens empfehlen.

Ich hoffe, man hört/sieht einander wieder - bei der Rezi zur Finalstaffel!
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