Kundenrezension

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade!, 2. Januar 2012
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Rezension bezieht sich auf: Die geheime Physik des Zufalls: Quantenphänomene und Schicksal - Kann die Quantenphysik paranormale Phänomene erklären? (Taschenbuch)
Zu Anfang möchte ich erst einmal darlegen, was in diesem Buch eigentlich alles zu finden ist. Von den insgesamt 119 bedruckten Seiten, befassen sich

4 mit dem Inhaltsverzeichnis
3 mit dem Vorwort des Herausgebers
1 mit Danksagungen
4 mit dem Vorwort des Autors
51 mit diversen Beispielen für Zufälle
16 mit Beispielen für Zufälle im Bezug auf die Wissenschaftsgeschichte
22 mit einem Dialog zwischen zwei fiktiven Personen
9 mit Quantenphysik
6 mit Zitaten diverser Wissenschaftler
3 mit weiterführender Literatur

Inhaltsverzeichnis, die beiden Vorworte und die Danksagungen sind viel zu ausführlich gestaltet und letztere im Prinzip überflüssig. Zum eigentlichen Inhalt des Buches: Beispiele. Der Autor führt unzählige Geschichten, wie man sie sonst nur aus Esoterik-Foren kennt, als Beispiele für Zufälle an; hierbei wird nichts ausgelassen, man findet alles von lachhaft/lächerlich bis schaurig/gruselig (die Geschichten handeln z.B. von verlorenen Gebissen oder Besuchen aus dem Totenreich). Diese Geschichten eignen sich vielleicht als Bettlektüre für Esoterik-Fans, sind unter diesem Titel jedoch völlig fehl am Platze.
Als der Autor endlich in dem mit "'Kommissar Zufall' in der Wissenschaft" überschriebenen Kapitel auf Dinge zu sprechen kommt, die ansatzweise an Physik erinnern, wird man wenig später jedoch wieder enttäuscht, da es sich hierbei lediglich um Zufallsentdeckungen in der Wissenschaft, hauptsächlich der Physik, handelt. Es ist zwar ganz nett zu erfahren, wie Herr Röntgen "zufällig" die Röntgenstrahlung entdeckte oder wie die Post-its erfunden wurden, jedoch erschließt sich mir nicht, was das mit der physikalischen Beschreibung des Zufalls zu tun hat.
Zwischen den zahllosen Beispielen taucht immer mal wieder der Dialog zwischen Alfons und Zacharias auf, anfangs ist dieser noch ganz abwechslungsreich, später jedoch genauso langweilig wie die fantastischen Beispielgeschichten von denen er anscheinend ablenken soll. Der Dialog ist in sechs Abschnitte unterteilt, anfangs wird in diesem auf einige Zufallsbeispiele eingegangen, später driftet auch der Dialog ins esoterische ab; die Themen der letzten drei Abschnitte lauten: "Unser duales Ich", "Wo ist Gott" und "Warum es keinen stabilen Kommunikationskanal ins Jenseits geben darf".
Das einzige was sich stimmig in dieses Buch einfügt, sind die neun Seiten über Quantenphysik, auf denen der Autor zwar nur oberflächlich das Phänomen der Quantenverschränkung behandelt, jedoch passiert das recht anschaulich. Allerdings ließ es sich der Autor nicht nehmen, nach bereits drei dieser neun Seiten einen Text aus einem anderen, von ihm stammenden Werk zu zitieren, glücklicherweise geht es hier jedoch weiter um Quantenphysik; der Autor lässt unter anderem ein wenig Zukunftsmusik erklingen und erwähnt kurz den Warp-Antrieb (falls nicht bekannt, dieser Raumschiffantrieb wurde mit der Science-Fiction-Serie "Star Trek" erfunden und erlaubt es mit Überlichtgeschwindigkeit zu reisen), er spricht aber auch seriöse Themen wie die Schrödinger-Katze an.
Weiter werden gegen Ende des Buches einige Wissenschaftler zitiert, die sich mit Themen wie "physikalische Deutung der menschlichen Seele" oder der Viele-Welten-Theorie befasst haben. An sich recht interessant, wird die Glaubwürdigkeit dieser Einblicke jedoch durch die Atmosphäre, die dieses Buch schafft so stark herabgesetzt, dass ich nicht wusste, ob es sich hierbei nun wirklich um seriöse Theorien handelt oder ob es doch nur esoterisches Geschwätz ist.
Warum man in dem Abschnitt weiterführende Literatur ein Buch mit dem Titel "Der Bienenstaat als Superorganismus" findet ist mir auch schleierhaft.

Kurzum: Auf keiner Seite dieses Buches war eine physikalische Erklärung des Zufalls zu finden, nicht einmal ansatzweise Zusammenhänge wurden gezogen.
Das wirklich Essentielle über die Physik hätte der Autor auch auf neun Seiten behandeln können, nur dann wäre offensichtlich kein Buch daraus geworden.
Fundiertes Wissen wird man hier kaum finden, auf jeden Fall nicht zu dem betitelten Thema.
Der Buchtitel ist völlig falsch gewählt, jedoch nicht ganz unpassend, da der Leser den Eindruck erhält, dass die Physik des Zufalls tatsächlich völlig geheim ist und dass auch Herr Froböse in keinster Weise zu ihr vordringen konnte.
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