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Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes altmodisches Biopic über eine amerikanische Legende, 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: 42 - Die wahre Geschichte einer Sportlegende (DVD)
Jackie Robinson ist ohne Zweifel das, was man eine amerikanische Legende nennen kann. Robinson war 1947 der erste schwarze Spieler seit 1880, der es in den professionellen amerikanischen Baseball, also die MLB, geschafft hat. Ihm schwappte von allen Seiten eine verabscheuungswürdige Welle der Engstirnigkeit und des Rassismus entgegen, der Robinson jedoch mit beachtlicher Unbeugsamkeit entgegenstand. Der ikonenhafte Status Robinsons hat auf entscheidende Weise den Weg migeebnet, die Rassentrennung und Intoleranz in den USA zu bekämpfen und die Bürgerrechtsbewegung zu starten. All das sind natürlich perfekte Zutaten für ein inspirierendes Biopic.

Brian Helgeland, der für sein Drehbuch zu L.A. Confidential [Blu-ray] mit einem Oscar ausgezeichnet wurde und darüber hinaus Autor von Filmen wie "Mystic River", "Man on Fire" oder "Green Zone" war, liefert mit "42" nach Payback - Zahltag (inkl. Kinoversion & Director's Cut) [Blu-ray] [Special Edition], "Sin Eater" und Ritter aus Leidenschaft [Blu-ray] seinen vierten Film als Regisseur. Heraus kam ein durch und durch traditionell und altmodisch inszeniertes Biopic, das alle Punkte, die man von einem Film dieser Art erwarten würde, sorgfältig abarbeitet. Helgeland begegnet seinem Thema auf ehrfürchtige, ernsthafte und vielleicht auch etwas spießige, simplistische und manipulative Weise. Kurz: er geht auf Nummer sicher. Das ist jedoch nichts schlimmes, denn seine geradlinige und traditionelle Machart lässt "42" sehr sympathisch, angenehm und absolut mitreißend erscheinen.

"42" zeigt allerdings keine komplette Lebensgeschichte, Helgeland setzt den Fokus auf die Zeit zwischen 1945 und 1947. Der Film beginnt mit Robinson (der relative Newcomer Chadwick Boseman), der bei den Kansas City Monarchs in der sogenannten Negro League spielt, als er von Branch Rickey (Harrison Ford), dem gewieften Manager der Brooklyn Dodgers, entdeckt wird. Rickey sucht speziell nach einem schwarzen Spieler für sein Team, auch wenn ihm sogar aus seinen eigenen Reihen massive Widerstände entgegenkommen, denn er bricht hier ein ungeschriebenes Gesetz. Robinson spielt zunächst testweise eine großartige Saison für die Montreal Royals in der unterklassigen Minor League, als er schließlich für die großen Dodgers auflaufen darf. Große Teile seines Teams wollen nicht mit ihm spielen, ein gegnerischer Coach (erschreckend und amüsant zugleich: Alan Tudyk) beschimpft Robinson während eines Spiels unablässig und ein Polizist will ihn sogar mitten im Spiel rein aufgrund seiner Hautfarbe verhaften. Auch die Hälfte aller Fans in den Stadien schlagen Robinson gnadenlos ihren Hass entgegen. Robinson trotzt all dem, hält die andere Wange hin, auch aufgrund einer Abmachung, die er mit Rickey getroffen hat. Unterstützt wird er bei seinem Weg von seiner liebenden Frau Rachel (Nicole Beharie) und dem schwarzen Sportjournalisten Wendell Smith (Andre Holland). Im Mittelpunkt von "42" stehen also ohne Zweifel nicht wirklich die sportlichen Errungenschaften Robinsons, sondern der sozialhistorische Aspekt.

Ein Higlight des Films ist zweifelsohne Harrison Ford, der hier mit seiner knurrigsten Stimme aufwartet. Sein sowohl idealistischer, wie auch überaus gerissener Branch Rickey ist eine von Fords besten Darstellungen seit vielen Jahren. Mit einer bewegenden, kauzigen, humorvollen und vor allem sehr menschlichen Performance stiehlt Ford immer die Show, sobald er zu sehen ist. Chadwick Boseman macht seine Sache als Jackie Robinson ebenfalls sehr gut, er füllt seinen Charakter zwar mit Leben und Intelligenz, aber es gelingt dem Film nicht, Robinson tiefgründiger zu charakterisieren und zu erforschen. Er bleibt letzten Endes eher ein Symbol.

Neben den Darstellern überzeugt auch der sichtbare Aufwand, der betrieben wurde, um das Amerika der 40er Jahre wieder aufleben zu lassen. "42" ist stimmungsvoll und akkurat inszeniert, optisch durch seine nostalgischen, warmen, häufig sonnendurchfluteten Bilder sehr schön anzusehen. Die hübschen Bilder werden jedoch sehr offen mit dem überall anzufindenen hemmungslosen Rassismus kontrastiert.

Alles in allem ist "42" ein überaus solide gemachtes, erzähltes und sehr menschliches Biopic, das alle Erwartungen erfüllt. Letzten Endes übersteigt der Film allerdings nie die "sehr gut" Schwelle. Trotz einem außergewöhnlichen Thema wird "42" zwar nie ein wirklich außergewöhnlicher Film, für Fans von Sportfilmen (auch wenn der Sport letzten Endes etwas im Hintergrund steht), historischen Zeitdokumenten und inspirierenden Biopics ist der Film ein absolutes Muss.

Bei der DVD liegt leider nur eine knapp neunminütige Featurette vor, bei der Ford, Boseman und Regisseur Helgeland über die Erschaffung der beiden Hauptcharaktere reden. Auf der Blu-Ray finden sich noch zwei zusätzliche Kurzdokus.
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