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Kundenrezension

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kirk und Co. auf dem philosophischen Trip, 9. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Star Trek 05 - Am Rande des Universums [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Das fünfte Leinwandabenteuer der Enterprise ist von Kritikern und Fans gleichermaßen oft gescholten worden. Sicher hat der Film eine ganze Reihe von Mängel die man ihm anlasten kann. Am negativsten sticht hier wohl die Ausführung der Spezialeffekte hervor, die im Vergleich zu früheren Filmen (man denke nur an den großartigen ersten Kinofilm aus dem Jahre 1979 !!!) gerade zu lächerlich wirken. Aus Kostengründen übertrug man die Verantwortung für die Effekte der damals (und heute) unbekannten Effektschmiede von Bran Ferren. Dieser lieferte zwar ein paar brauchbare Entwürfe, bei der Realisierung stieß er aber bald an seine Grenzen. Das Ergebnis kennen wir ja heute.
Von vielen Fans wird auch William Shatner, der diesmal Regie führte, für den Misserfolg verantwortlich gemacht. Dabei liefert er, wenn nicht eine herausragende, aber doch eine handwerklich saubere Arbeit ab. Die schlechten Spezialeffekte kann man ihm wirklich nicht anlasten, da er wie in den 3 Filmen zuvor ILM beauftragen wollte. Doch die Produzenten (allen voran Harve Bennett und sein ausführender Produzent Ralph Winter) entschieden sich bekanntlich für eine kostengünstigere Lösung.
Das Budget war ein sehr limitierender Faktor. (Was von W. Shatner in seinem Audiokommentar immer wieder gern angesprochen wird. Etwas zu oft, wie ich finde.) Die Produktionskosten waren mit 35 Mio $ ernorm. Leider sieht man das dem Film nicht immer an (siehe Spezialeffekte). Anderseits verfügt Star Trek V über die größten Sets die für ein Abenteuer der Originalcrew gebaut wurden. Allen voran natürlich Paradies City, welches komplett in der Wüste errichtet wurde. Zudem wurden aber auch Einrichtungen für die neue Enterprise A benötigt. Zu nennen wäre hier der Hangar sowie ein vollkommen neues Brückenset. Geschaffen wurde dies von Hermann Zimmermann der von nun an als Produktionsdesigner jeden der folgenden Star Trek Filme ausstatten sollte.
Wirkliches Lob verdient die Geschichte, die auf einer Idee William Shatners beruht und die er zusammen mit Harve Bennett und dem Drehbuchautor David Loughery entwickelt hat. Star Trek V beschert uns das philosophischste aller Trek-Kinoabenteuer und kommt auch dem Geist der Originalserie am nächsten. Die Lagefeuerszene (Ich sage nur: Row, Row, Row your Boat) sowie die Szene in der Beobachtungslounge in der McCoy und Spock ihren „Schmerz" offenbaren, gehören zu den besten Charakterdarstellungen, die das klassische Star Trek je gesehen hat. Hier zeigt sich eins ganz deutlich: Das Triumvirat Kirk, Spock, McCoy war und bleibt unschlagbar sowohl was den Humor als auch die Ernsthaftigkeit betrifft.
Die Überschreitung der letzten Grenze (der Originaltitel des Films: „The Final Frontier" und nicht etwa die schwachsinnige dt. Übersetzung „Am Rande des Universums") ist das zentrale Thema des Films, sowohl im physischen Sinne, da sich die Enterprise ins unbekannte Zentrum der Galaxis begibt, als auch die damit im übertragenen Sinne verbundene Suche nach Gott. Aber Star Trek und Religion taten sich immer schwierig im eigentlich gottlosen Star Trek Universum. Entsprechend trektypisch ist auch die Auflösung. So steht am Ende nicht die Anbetung eines wie auch immer gearteten Götzenbildes, nach dessen Weisheit Spocks Halbbruder Sybok suchte und von dem er sich die Lösung seiner Probleme erhoffte, sondern eher ein Selbstfindungsprozess. Typisch dafür ist Kirks Antwort auf Spocks und McCoys Überlegung am Ende ob Gott wirklich irgendwo da draußen ist, in dem er entgegnet: „Vielleicht nicht da Draußen, aber vielleicht hier drin, in unseren Herzen."
Schade ist, dass wir nur die zwar digital überarbeitete, aber ansonsten ursprüngliche, originale Kinofassung mit der SE erhalten. William Shatner wurde es leider von Paramount nicht ermöglicht, den vom ihm geforderten Director's Cut mit verbesserten Effekten und neuem Ende zu realisieren.
Die Ausstattung der Special Edition ist wie bei den vorangegangen vier Ausgaben sehr gut, auch wenn sie nicht die Klasse von Teil 1 und 4 erreicht. Sehr schön der Audiokommentar von William Shatner, der ein paar Anekdoten zu „seinem Film" zum Besten gibt und von den verschieden Problemen bei der Produktion erzählt. Über die Mitwirkung seiner Tochter kann man geteilter Meinung sein. Wie immer sehr informativ ist der Textkommentar von Michael Okuda.
Auf Disc 2 des Doppel-DVD-Sets sind wieder eine Vielzahl von Specials enthalten. Darunter im Kapitel "Produktion" ein wirklich sehr gutes, etwa 30 minütiges Making Of. Im Kapitel "Das Star Trek Universum" findet man einen sehr aufschlussreichen Bericht über Hermann Zimmerman, der vor allem Leute anspricht, die etwas über die Personen hinter den Kulissen erfahren wollen. Darüber hinaus viele kleinere Dokus, Trailer, Produktionsgalerien, usw.
Ein Verbesserungsvorschlag den ich anzubringen habe ist, dass sich bisher keine der Special Editions mit der Filmmusik beschäftigt (mit Ausnahme der SE 1, bei der Jerry Goldsmith am Audiokommentar beteiligt war), die besonders bei einem Star Trek Film unverzichtbar ist. Als Filmmusik-Fan wäre es schön mal ein separates Special zu diesem Thema zu bekommen.
Ansonsten ist das DVD-Set für Trekker sowieso ein Muss, aber auch für alle SF-Fans die ein bisschen Esoterik und Philosophie „verkraften" nur zu empfehlen.
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