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Kundenrezension

46 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Fluch des Nachfolgers, 13. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Ultraviolence (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Zuerst sei gesagt, dass ich das Album erst zweimal konzentriert hintereinander weg gehört habe, dies ist also quasi ein erster Eindruck, der sich ggfls. nach weiterem Studium der Songs auch wieder ändern oder aber verfestigen wird. Ich werde diese Rezension also u.U. noch mal erweitern oder überarbeiten, sofern sich meine Meinung ändert.

Elizabeth Grant, die ihre Musik aktuell unter dem Psyeudonym Lana del Rey herausbringt, schaffte mit ihren Album BORN TO DIE einen Millionenseller, der ihr auf Anhieb eine weltweite Schar an begeisterten Fans bescherte. Die Musik auf BORN TO DIE war eine gewagte Mischung aus diversen klassischen und modernen Stilen, die von der markanten und vielseitigen Stimme del Reys getragen wurde. Die Amerikanerin verband textlich persönliche Erlebnisse mit fiktionalen Geschichten, die oftmals im Millieu des "White Trash" angesiedelt waren. Kritik musste sie sich dabei von Feministinnen anhören, die die von del Rey besungene Frauenrolle teilweise als problematisch betrachteten. Aber dies änderte nichts daran, dass del Rey mit ihrem artifiiziellen "Sadcore"-Sound eine erfrischende und erfolgreiche Sonderrolle zwischen den sonstigen weiblichen US-Superstars wie Lady Gaga oder Katy Perry einnehmen konnte.

Auf dem Zenit des "Born to Die"-Siegeszuges gab es plötzlich Aussagen der Sängerin, dass sie möglicherweise kein Album mehr unter dem Namen Lana del Rey veröffentlichen würde. Zudem sei ihr Talent recht "zickig" und sehr von ihren Launen abhängig.

Nun aber erschien dann doch der Nachfolger zu BORN TO DIE: ULTRAVIOLENCE.
Flankiert wurde das Album von der Single "West Coast", welche schon aufhorchen ließ.
So ist die erste im Netz veröffentlichte Version eine Ballade, die zwar im bislang üblichen BORN TO DIE-Stil daherkommt, aber besonders durch markante Tempowechsel zum Refrain hin und diverse Klangexzesse zum Ende auffiel. Irgendwie traute man dieser Produktion seitens der Plattenfirma nicht und legte umgehend einen Radioremix nach, der deutlich glattgebügelter klingt und die Tempowechsel komplett vermissen lässt. Del Rey selber veröffentlichte dann auf ihrem Youtube-Kanal weitere Songs vorab: das "James-Bond-Sound"-artige"Shades of Cool" und "Brooklyn Baby", die zwar beide durch die typische Stimme der Sängerin glänzten, aber von der Produktion und dem Arrangement weit weniger eingängig waren als "West Coast". Trotzdem sind beide Songs sehr schön und gaben in ihrer Machart einen deutlich besseren Vorgeschmack auf ULTRAVIOLENCE als es "West Coast" vermochte.

Und nun, nach dem ersten Durchhören des Albums, ist es wirklich so, dass ULTRAVIOLENCE teilweise erwachsener und mutiger, in der Gesamtbetrachtung aber sperriger und trockener als BORN TO DIE klingt.

Positiv fällt auf, dass der neue Produzent Dan Auerbach den Sound vielschichter und erdiger als auf BORN TO DIE interpretiert hat, ohne aber die typischen Klangspielereien des Vorgängers ganz aufzugeben. Auch fällt es positiv auf, dass sich die Sängerin selbst stimmlich deutlich mehr zutraut als in der Vergangenheit.

Negativ (zumindest nach den ersten Eindrücken) ist es allerdings, dass die Songs selbst zum Teil schwächer komponiert wirken. Zudem fehlen neben "West Coast" die "Hits". Zwar findet man auch hier beim ersten Hören auf Anhieb ein paar eingängige Songs, aber diese Menge an Ohrwürmern wie beim Vorgänger (in Form des Titelsongs, der Überhits "Video Games" und "Summertime Sadness" oder auch "Blue Jeans" u.a.) findet man auf ULTRAVIOLENCE in dieser geballten Form nicht. Zudem ist der Gesamtton des Albums deutlich ruhiger und sogar noch düsterer als bei BORN TO DIE, was von del Rey so aber auch angekündigt wurde.

Ist das schlecht? Tja, das entscheidet der persönliche Geschmack. Wer die Stimme von del Rey mag und wem BORN TO DIE insgesamt zu gefällig daherkam, der dürfte mit diesem Album vielleicht seine Freude haben. Wer aber jetzt einen legitimen BORN TO DIE-Nachfolger mit einem eingängigen Popsong nach dem anderen erwartet, der KÖNNTE schon enttäuscht werden.

Ich bin mir insgesamt noch unschlüssig. Insgesamt gefällt mir das Album zwar nach den ersten Durchläufen (daher 4 Sterne), aber den kompletten Zugriff habe ich noch nicht zu allen Songs gefunden. Das war bei BORN TO DIE wirklich deutlich einfacher. Aber das ist vielleicht der Fluch des Nachfolgers, man vergleicht zu oft mit dem, was vorher war. Dabei entwickeln sich Künstler meistens weiter und dies findet dann auch Ausdruck in der Musik. Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie es mit Lana del Rey nun weitergeht und ob sie ihren Status als Popstar weiter ausbauen kann.

Anspieltipps im Guten wie im Schlechten:
Ultraviolence
Guns and Roses
The other Woman
Pretty when you cry
Cruel World

Hier noch meine Meinung zur Verpackung der Limited Deluxe Edition:

Also der Druck bzw. die Druckqualität ist okay, dass die Bilder unscharf, körnig und verschwommen sind, ist auf allen Seiten der Hülle gewollt, ist somit ein Stilmittel.
Es gibt aus diesen Motivserien großformatige Fotodrucke in der teuren Limited-Deluxe-Vinyl-CD-Box, die sehen genauso aus. Datt muss also so! ;-)

Die Hülle selbst... Nun ja, ich hätte hier eigentlich ein Digipak (mit Tray für die CD) erwartet, aber man bekommt hier tatsächlich nur eine Miniatur-Ausgabe einer Vinyl-Hülle, in dem Booklet und CD einfach seitlich reingeschoben wurden.

Das ist durchaus enttäuchend und auch für die CD keine optimale Verpackungsform. "DELUXE" ist das auf jeden Fall leider wirklich nicht. Selbst die Vinylausgaben haben zumindest noch ein Innencover, um die Platten zu schützen, die CD hat sowas nicht. Und im Regal verschwindet diese dünne Hülle optisch zwischen allen anderen CDs. Ein "Cover" (= Schutz!) ist hier kaum gegeben.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.06.2014 23:07:03 GMT+02:00
JustGW meint:
Danke für den Tip. Aufgrund dieser Papphüllen Edition werde ich mir die CD vorerst nicht kaufen. Entweder reisst die Pappe und/oder die CDs verkratzen. Außerdem werden die Erstkäufer sowie wieder schnell von der Veröffentlichungs Politik der Labels enttäuscht. Nach kurzer Zeit erscheint dann sicherlich wieder eine 2. und 3. Auflage der CD mit noch mehr Deluxe und Bonus Tracks. Als Fan kauft man dann leider oft zwei mal...war ja bei der Vorgänger CD auch so.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.06.2014 23:39:51 GMT+02:00
Ja, es geht sogar schon los. Heute hat Spotify das Album online gestellt und siehe da: Es gibt hier schon einen weiteren (sehr guten!) Song, der selbst auf der "Deluxe" nicht vorhanden ist: Flipside.
Es ist echt langsam zum kotzen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.06.2014 12:55:19 GMT+02:00
Und weiter gehts !

Die iTunes-Version enthält den Bonus-Track: Is This Happiness?

Veröffentlicht am 16.06.2014 16:11:35 GMT+02:00
Electrohead meint:
Jep. Aus der an und für sich guten Idee, durch physisch attraktive (und mit Bonustracks versehene) Limited Editions (illegale) Musikdownloads einzudämmen wurde i.L. der letzten Jahre ein Abzockgeschäft par excellence... unterm Strich zahlen die treuen fans (sowie die Konzertgänger aber das ist ne andere Geschichte;) die Zeche für die 80% illegalen Downloads ...
Ist der Fluch der Neuzeit... bei Computerspielen genau das gleiche...fast schon modular kann man sich da Bonusmaterial für teuer Geld dazukaufen...das ist die moderne Art Geld zu scheffeln. Leider spielt die breite Masse mit.
Filme...nichts anderes... Kino-Edition, Directors cut, hastenich gesehen cut ... schnell ist man mit 5-....?! Versionen eines eizigen Filmes dabei...
bleibt nur der persönliche Boykott - glauben sie mir - geflucht wird an allen Fronten. Je mehr Boykott desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß die Abzocke ggf. irgendwann mal wieder rückläufig wird.

Veröffentlicht am 27.06.2014 22:21:29 GMT+02:00
H.Schwoch meint:
Ich kenne außer den vorab veröffentlichten Songs noch nichts vom neuen Album, aber diese hervorragend geschriebene, sehr differenzierte Rezension gibt mir einen hervorragenden Eindruck von dem, was mich erwartet. Danke dafür! :-)

Veröffentlicht am 09.07.2014 00:42:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.07.2014 00:44:18 GMT+02:00
MusicJunkie meint:
Eigentlich besteht das Album nur aus 11 Titeln, von Cruel World bis The Other Woman. Alles andere ist nur Bonus ;) Auch der Radio Mix von West Coast gibt es nur in D-AT-CH als Schmankerl oben drauf!
Ich selber hab schon gern die Bonus Tracks, finde die regulären Tracks aber wichtiger und in diesem Fall auch besser. Einzig "Black Beauty" hätte es meiner Meinung gut auf das reg. Album gepasst. Dann wären es auch ganze 12 Titel wie bei Born To Die.

Zur Rezension: Ich habe für mich entschieden, dass ich das Album einfach gut finde, wie es ist. Mir ist auch gleich der zurückgenommene, teilweise ruhige Sound aufgefallen. War sehr von den fülligen Streicherarrangements von BTD und Paradise verwöhnt. Aber die Songs von Ultraviolence machen mich wieder süchtig, also ein gutes Zeichen! Trotzdem wünsch ich mir für's nächste Album wieder mehr Streicher, Synthies, Beats und gerne auch etwas in die Richtung Trip Hop, langsame Dance-Beats u.ä. Aber mit typischer Lana-Note halt. :)
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