Kundenrezension

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Top Ausstattung - Preis/Leistung o.k., 4. April 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Asus P8P67 Deluxe Rev.3.0 Mainboard Sockel 1155 Intel P67 DDR3 Speicher ATX (Personal Computers)
Das ASUS P8P67 Deluxe mit B3-Stepping hat mein im Jänner gekauftes ASUS P8P67 Deluxe mit Sandy-Bug ersetzt. Abgesehen vom Bug ist der einzige Unterschied, dass die nun vorliegenden Mainboards mit B3-Stepping mit einem BIOS/EFI ausgeliefert werden, dass bugfrei funktioniert und einen stabilen Betrieb ermöglicht.
(Das im Jänner gekaufte Board mit B2-Stepping lief erst nach einem BIOS-Update und diversen Feineinstellungen ohne den On/Off-Bug).

Das ASUS P8P68 Deluxe ist "Made in China". Will man noch ein "Made in Taiwan" haben, muss man zur wesentlich teureren Konkurrenz schielen. In meinem Fall hat sich das "Made in China" bis dato jedoch nicht nachteilig ausgewirkt, alles funktioniert bestens. Auch wenn der eine oder andere Kondensator ein wenig schief am Brett angelötet ist.

Die Front-USB-3.0-Box ist nett, belegt aber einen 5,25"-Schacht oder - bei Gehäuse mit entsprechendem 3,25"-Schacht, den selbigen.
Positiv hervorzuheben ist die Anzahl der Lüfteranschlüsse. Diese können über die ungewohnt zuverlässig funktionierende AI Internal Suite hinsichtlich der Drehzahl bequem angepasst werden.

8 SATA-Ports stellen genügend Anschlussmöglichkeiten für Festplatten und Optische Laufwerke dar. Auch wenn es im Handbuch anderslautend angeführt ist, so kann ein optisches Laufwerk ohne Probleme an einen MARVEL-SATA-Port angeschlossen werden und bleibt auch bootfähig.

Die Anzahl der Steckplätze ist ebenfalls zufriedenstellend. Zu beachten ist die Belegung, da nicht alle PCI-E-Ports mit 16x-Übertragungsrate angebunden sind. (Im Handbuch angeführt)

Hat man sich erst mal an das neue UEFI gewöhnt, möchte man es nicht mehr missen. Bequem manövriert man per Maus durch die verschiedenen Bereiche, die zahlreiche Einstellungen zulassen. Noch nie war BIOS-Flashen so bequem. Neues BIOS auf die Festplatte gespeichert, per UEFI auf die entsprechende Datei zugegriffen und neues BIOS rauf.

Offensichtlich gespart - wenn auch verschmerzbar - wurde lediglich bei den RAM-Slots. Bei meinem vier Jahre alten ASUS P5W64 WS Prof. befindet sich auf jeder Seite eines RAM-Slots eine kleine, bewegliche Klammer, die in die entsprechende Kerbe des RAM-Riegels einschnappt. Diese Klammer ist nur mehr auf einer Seite des RAM-Slots vorhanden und scheint aus wenig hochwertigem Kunststoff gefertigt zu sein.
Allerdings verschmerzbar, da das Einsetzen der RAM-Riegel auch so funktioniert und der RAM einwandfrei erkannt wird und läuft.

In Summe bereue ich es nicht - nach anfänglichem Ärgern, weil ASUS neue lauffähige und stabile Mainboards immer erst mit dem dritten, vierten BIOS ermöglicht - wiederum zu ASUS gegriffen zu haben. (dies betrifft jedoch nicht mehr die B3-Stepping-Boards)
Was hingegen den ASUS-Support betrifft, bin ich überhaupt nicht zufrieden. Im Zuge der Sandy-Bug-Geschichte war ASUS der Hersteller, der am längsten gebraucht hat, ehe er endlich bekannt gab, das ASUS-Mainboards betroffen waren und es dauerte Wochen, bis ASUS auf seiner Homepage endlich Infos betreffend der Umtauschmöglichkeiten veröffentlichte. Andere Hersteller waren da um ein Vielfaches schneller.
Auch ist die ASUS-Hotline unprofessionell. Zweimal wurde meine EMail-Adresse erfasst und versprochen, man würde mich schriftlich verständigen, sobald es Neuigkeiten betreffend der SATA-Sache gäbe. Hätte ich darauf gewartet, würde immer noch das B2-Stepping-Mainboard seine Dienste verrichten, da ich von ASUS bis heute nichts gehört habe, sondern den Austausch direkt über meinen Händler vorgenommen habe.

Von daher mein Fazit: ASUS - an und für sich sehr gute, zuverlässige Produkte. Aber wehe, wenn's mal ein Problem gibt. Support wird dort nämlich gar nicht bis nur sehr klein geschrieben. Was man sich keinesfalls erwarten darf, ist, dass in die Jahre gekommene Produkte (zwei, drei Jahre alt) treiber- oder BIOS-technisch versorgt werden, um neuere Hardware betreiben zu können. (so bei meinem letzten Motherboard passiert)
Trotz dessen war letztlich der Preis das entscheidende Kaufkriterium, da das vergleichbare Gigabyte-Board um fast € 90,00 mehr gekostet hätte und zudem noch kein UEFI hat.

Ergänzung vom 05.09.2011:
Der PC ist tagtäglich in Betrieb und das Board läuft stabil und vollkommen problemlos. Einziges "praktisches Manko", auf das ich zwischenzeitlich gekommen bin: möchte man die RAM-Speicherbänke angesichts der günstigen Speicherpreise - in Verbindung mit entsprechendem Bedarf - voll bestücken, so dürfte dies mit den wenigsten aktuellen Kühlern bzw. Riegeln möglich sein, weil der Heatspreader der meisten RAM-Riegel zu hoch sein wird.

Hätte man hier die Speicherbänke um ein paar wenige mm versetzt, wäre Vollbestückung mit den meisten "wuchtigen" Kühlern kein Problem.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.05.2011 00:02:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.05.2011 00:04:36 GMT+02:00
Edja meint:
Hallo,

bei den RAM-Slots hat Asus nicht gespart, sondern dies ganz bewusst so gemacht!
Wenn man, nachdem man die PCI-Slots schon beleget hat z.B. mit einer langen Grafikkarte, dann kann man die RAM-Riegel ohne Ausbau einer Karte jederzeit aus- bzw. einbauen oder erweitern.
Das ist doch prima und anwenderfreundlich gelöst, oder?
Dies ist schon bei meinem Asus P7P55D-E Deluxe so gelöst und ich kann Dir nur versichern, dass die RAM-Riegel trotz nur einer Verriegelung einwandfrei fixiert sind und bombenfest sitzen!

Zum Support kann ich nur soviel sagen, dass ich mit diesem sehr zufrieden bin.
Ich musste mein Board leider zweimal austauschen und Asus hat mir ohne wenn und aber innerhalb von knapp zwei Wochen jeweils ein funkelnagelneues Board nach Hause geschickt.
Ich habe die defekten Boards an meinen Händler geschickt und dieser veranlasste dann den Austausch.
Besseren Kundenservice kenn ich von anderen Firmen kaum, ausser noch von Intel, denn die haben mir auch meinen zerschossenen I7 860 problemlos ausgetauscht.
In diesem Sinne wünsche ich Dir noch viel Spass und Freude an Deinem neuen Board!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.05.2011 11:39:32 GMT+02:00
H.P. meint:
Hallo Poltergeist, danke für die Info. Das mit den RAM-Riegeln sehe ich persönlich weiterhin als Einsparung, weil - aber das ist rein meine persönliche Erfahrung, auf welcher auch meine Meinung basiert - ich beim RAM-Tausch/-Wechsel noch nie Probleme (mit der alten Lösung) mit einer verbauten Grafikkarte hatte.

Und da hatte ich immer "große" Teile verbaut, Nvidia GF7950X2, ATI 3870X2 und nun die 5850PCS+. Wenn beim RAM-Riegel-Tausch irgendwas im Weg war, bzw. den Zugang blockiert, erschwert, verhindert hat, dann war's der CPU-Kühlkörper, aber eine AGP- oder PCIe-Steckkarte war da immer in "ausreichender Entfernung".

Aber dieses "neue" Befestigungssystem ist ja, wie beschrieben, kein großes Malheur und von mir als Einsparung empfunden, aber als solche "verschmerzbar".
Die Riegel sind gut fixiert, das ist mir schon bewusst.

Punkto Support freut es mich aufrichtig, wenn ein paar Leute auch Positives erlebt haben. Mich hat das Verhalten von ASUS im Zuge von "Sandygate" ernüchtert im Regen stehen lassen *lacht*, von daher gebe ich beim nächsten Mal einem anderen Hersteller eine Chance.

Danke für die Wünsche! Den Spaß und die Freude hab ich, bin mit dem Board wie erwähnt, sehr zufrieden und daran hat sich bis heute nichts geändert! Lg, H.P.

Veröffentlicht am 30.07.2011 17:11:17 GMT+02:00
Blue Light meint:
Mich hat Asus mit den fehlenden Ram Clips gewaltig in Verlegenheit gebracht: Beim Zusammenbau fuhr der PC nicht hoch und die RAM Warnlampe blinkte. Auch druecken der MEM OK Taste brachte keine Abhilfe. Grund: Bei genauer Untersuchung stellt ich fest, dass der RAM oben korrekt eingerastet war, waehrend beide Riegel unten nicht korrekt in den Slots waren, er hing einige Millimeter zu weit oben raus ohne dass ich es merkte, so dass gar kein RAM erkannte wurde. Da um unteren Ende keine Clips zum Einrasten vorhanden sind ist das tueckisch. Erst bei genauer Betrachtung konnte ich das feststellen und beide RAMS nochmal korrekt einsetzen.

Veröffentlicht am 13.12.2012 10:25:10 GMT+01:00
Hallo H.P.,
Ich kenne selber kein aktuelles Mainboard, wo man RAM Riegel mit großen Kühlkörper in Verbindung mit einem nicht-boxed-Kühler verbauen kann. Ich habe mir für mein Board einfach low Profile Riegel bestellt. Die passen wunderbar und sehen genau so schick aus wie Riegel mit hohen Kühlkörper :) habe als CPU Kühler einen bequiet Dark Rock Pro 2.
Gruß Chris
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H.P.
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