14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Preis/Leistung Top!,
19. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Digitus DS-30103 Controller PCI Express Karte PATA, SATA II, 2x SATA, 300 MBit (Zubehör)
Der Digitus DS-30103 Controller kommt in für heutige Zeiten seltsam anmutender Kombination daher:
Platzsparende, billige Verpackung (wie so oft üblich - Plastik von der Sorte bei der man sich in den Finger schneiden kann) mit üppigem Inhalt (Überraschung).
In der Verpackung befinden sich neben dem Controller selbst
2 Stk. SATA-Kabel mit "einfachem" Stecker (ohne Arretierung, auf die ich gerne verzichte, weil diese bei vielen SATA-Laufwerken in Kombination mit eng beinander plazierten SATA-Ports bei Bedarf oftmals nur schwer abgeklemmt werden können, weil die Schnalle direkt auf das benachbarte SATA-Kabel drückt, "gerader" Anschluss, sprich nicht "gewinkelt", geschätze Länge jeweils 40 cm, also auch für große Tower im Normalfall ausreichend)
1 Stk. IDE-Kabel "flach"
2 Stk. Kabeladapter "4 Pol" auf "SATA"
1 CD-ROM mit Treiber
1 gedrucktes Booklet - die Bedienungsanleitung.
Um den Preis in meinen Augen ein als üppigst zu bezeichnender Lieferumfang.
Was ich vor dem Kauf nicht berücksichtigt hatte, war, dass mein in die Jahre gekommenes Motherboard - das ASUS P5W64-Professional zwar 4 PCIe Steckplätze aufweist, jedoch allesamt 16x.
Ich erwähne diesen Umstand, weil es möglicherweise auch andere Interessenten gibt, die mangels entsprechendem oder frei verfügbarem Steckplatz vor derselben Frage stehen, wie ich es tat: "Kann man eine PCI-e-Steckkarte so einfach in einen PCIe16x-Slot stecken?"
Die Antwort ist - ja - man kann. Es funktioniert tadellos, es werden dabei angeblich die ungenutzen Lanes automatisch abgeschalten, was in der Praxis auch so zu sein scheint, denn mein PC startet nach Installation der Steckkarte ohne Mucken.
Zur Installation selbst:
Vor Einbau die Jumper überprüfen, je nachdem welche Laufwerke an die Karte angeschlossen werden sollen. Dabei unterstützt die Karte maximal zwei Laufwerke gleichzeitig. Von Werk aus sind die Jumper so gesetzt, dass die beiden "internen" SATA-Anschlüsse aktiviert sind. Will man also den IDE-Port oder die beiden eSATA-Ports verwenden, sind die Jumper entsprechend umzustecken. Dabei braucht man nicht einmal das Handbuch, weil das Ganze selbstredend auf der Platine selbst ersichtlich ist. "1" steht für die PIN-Reihe "1", somit ist logisch, dass der PIN daneben 2 und der letzte, der PIN 3 ist. Die genaue Setzung der Jumper für die jeweiligen Ports ist ebenso neben den PINs auf der Platine steht. Je nach Sehleistung sind gutes Licht/Taschenlampe und/oder Lupe hilfreich.
Einbau logischerweise bei abgeschaltetem PC. Slotblende bei entsprechendem PCIe-Steckplatz entfernen, Karte einbauen. Hier empfiehlt es sich, wenn's im PC-Gehäuse bereits ein wenig "eng" sein sollte (bei mir "quetscht" sich der Controller zwischen Sound- und Grafikkarte), die Kabel bereits vor Einbau der Karte an derselben anzubringen, da es im Nachhinein wiederum ziemlich fummelig werden kann.
Nach dem Einbau der Karte habe ich die beiden SATA-Kabel an den vorgesehenen Festplatten angeschlossen.
PC-Neustart, es kommt direkt nach der BIOS-Meldung zur Anzeige des neuen Controllers und man kann per "STRG+J" in das Konfigurationsmenü einsteigen und dort die gewünschte RAID-Art, Laufwerksbezeichnung etc. einstellen.
In meinem Fall wird Windows 7 64bit Home Premium als Betriebssystem eingesetzt. RAID "0" konfiguriert, Windows bootet ganz "normal", aber die Laufwerke, die an den Controller angeschlossen sind, werden nicht erkannt, bzw. angezeigt.
Auch das Einbinden des auf der CD mitgelieferten Treibers schafft hier keine Abhilfe.
Ich vermute den Fehler bei meinen BIOS-Einstellungen und ändere die Einstellung für IDE-Laufwerke auf "AHCI" (zuvor, da nie anders benötigt, "Standard IDE").
Die beiden Festplatten werden leider nach wie vor nicht erkannt.
Bei Kontrolle, ob die beiden Festplatten in der Datenträgerverwaltung von Windows 7 (entweder "Systemsteuerung", dann "Verwaltung", dann "Computerverwaltung" und hier "Datenträgerverwaltung" auswählen, oder direkt über "Ausführen" mit "diskmgmt.msc".) angezeigt werden, ergibt direkt nach Auswahl der "Datenträgerverwaltung" die Fehlermeldung "Sie müssen einen Datenträger initialisieren, damit LDM darauf zugreifen kann"
Ich wähle "MBR (Master Boot Record).
Siehe da - nun werden auch die beiden Festplatten, allerdings "unformatiert/nicht zugeordnet" in der Datenträgerverwaltung angezeigt.
Ich steige aus der Datenträgerverwaltung aus und starte erneut das Raid-Konfigurationstool (das von der CD gemeinsam mit dem Treiber installiert wird). Ich lösche den Raidverband (seltsamerweise wurden die Festplatten im Raid-Tool auch schon zuvor stets angezeigt, also nicht nur beim PC-Start sondern auch im laufenden Windows-Betrieb, nur Windows selbst wollte die Platten nicht anzeigen) und erstelle ihn erneut. Aber auch das führt nicht zum gewünschten Ziel, nämlich, dass die beiden Platten als Raidverband unter Windows 7 ansprechbar sind.
Somit rufe ich erneut die Datenträgerverwaltung auf und stehe dort vor der Wahl die beiden Festplatten im Stripeset-Modus zu betreiben oder als einzelne Laufwerke zu errichten.
Da mir nur daran gelegen ist, mehr als 7 SATA-Festplatten (mein Board hat 7 SATA-Anschlüsse) zu betreiben, entscheide ich mich dafür die Festplatten jeweils als eigenes Laufwerk zu betreiben, auch weil mich interessiert, ob dies mit dem Controller überhaupt möglich ist.
Ergebnis: es funktioniert tadellos. Sofort nach der Formatierung unter der Datenträgerverwaltung scheinen die beiden Festplatten nun jeweils als eigenes Laufwerk unter Windows 7 auf und können beschrieben/gelesen werden.
Mehrmalige PC-Neustarts ändern nichts an der Tatsache, dass die beiden Platten stets unproblematisch erkannt werden. Es kommt jedoch nach jedem BIOS-Posting die Wahlmöglichkeit per bereits erwähntem "STRG+J" das Konfigurationsmenü aufzurufen. Entscheidet man sich nicht dafür, dann bootet der PC wie gewohnt und Windows startet. D.h. der eigentliche Bootvorgang verzögert sich durch den verbauten Controller um ein paar lapidare Sekunden.
Ich bin von dem Teil jedenfalls schwer begeistert. Eine im Großen und Ganzen unkomplizierte Installation, toller Lieferumfang zu einem mehr als akzeptablen Preis. Ich bitte die Ausführlichkeit meines Berichts als Versuch auch kleine Details zu erwähnen, zu verstehen und hoffe, dass dies dem einen oder anderen Leser hilfreich sein kann, da nach wie vor bei Hardwareänderungen immer wieder unvorhergesehene Problemchen auftreten können und es praktisch ist, wenn jemand zuvor das gleiche oder ein ähnliches Problem auch schon hatte und dann nachzulesen ist, wie dieses aus der Welt geschafft werden konnte. ;-)
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