Kundenrezension

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen hat mich klanglich enttäuscht, 1. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ultimate Ears triple.fi 10 Ohrhörer blau (Elektronik)
Aufgrund der vielen positiven Bewertungen über den Klang hatte ich entsprechend hohe Erwartungen. Da ich seit Mitte der 80er Jahre Lautsprecherbau als Hobby habe, glaube ich, durchaus ein etwas geschultes Gehör zu besitzen. Was ich beim ersten Hineinhören bei den UE triple.fi10 zu hören bekam, hat mich dann doch verwundert. Das sollen die In-Ohr-Kopfhörer sein, von denen die anderen Rezensenten schwärmten? Das konnte ich mir nicht vorstellen und werkelte und frimelte lange an der Passform herum, ob sich vielleicht ein befriedigender Klangeindruck einstellte. Leider nicht. Dann den Samsung MP3-Player überprüft, ob auch alle Klangeinstellungen auf "0", d.h. neutral, eingestellt waren. Das waren sie.

Ok, dann weg vom MP3-Player und die Kopfhörer an die Arcam-Anlage angeschlossen. Die Verwunderung blieb und hatte sich inzwischen zur Enttäuschung gewandelt.

Nun, warum gefallen mir die Soundstöpsel nicht? Der Klang ist -immer Klangregelungen der Quelle ausgeschaltet, kein Loudness oder sonstiges- schlicht unausgewogen. Das, was einige vorsichtig als zurückhaltenden Bass beschrieben, würde ich deutlichen Bass- und Grundtonmangel nennen. Kein Wunder, dass den Bass manche schön sauber und klar finden. Was nicht da ist, kann auch nicht zu dick auftragen.

Mit dem Mangel an Volumen geht einher, dass die Kopfhörer in den Mitten genau so klingen, wie es die Schallführung (dünnes Röhrchen) befürchten lässt. Eine leichte Verfärbung ist nicht zu überhören.

Positiv bewerte ich den sehr verzerrungsfreien und sauberen Mittel-Hochtonbereich. Da ist nichts, was ungebührlich zischelt oder scharf wirkt und an der Auflösung gibt es nichts auszusetzen. Am oberen Ende (und leider nur dort) wird man wirklich mit Wohlklang verwöhnt. Mir ist dann aufgrund der etwas dünnen Wiedergabe die Lust an ausgiebigem Musikhören schnell vergangen. Hätte ich vielleicht sehr lange mit den Kopfhörern zugebracht, hätte sich mein Gehör vielleicht an diese insgesamt unbefriedigende Klangdarbietung gewöhnt. Ich wollts mir nicht antun.

Ob ein Defekt vorlag, etwa defekte "Bass"chassis, glaube ich verneinen zu können. Es hätten dann beide Ohrhörer betroffen sein müssen. Die Demontage der Ohrhörer hätte mich durchaus gereizt, da ich gern gesehen hätte, wie man die angeblichen 3 Chassis pro Seite samt Frequenzweiche und gegenseitiger Abkapselung der Chassis in dem Minigehäuse untergebracht hat. Der angesichts des Klangerlebnisses und Materialwertes stolze Preis hat meine Neugier aber dann leicht zurückgestellt.

Daher bleibe ich vorerst noch bei meinem momentanen Kopfhörer für zu Hause DT990 und für unterwegs, einem Koss Porta Pro, der hier ebenfalls angeboten wird. Der kostet nur einen Bruchteil und hat einen deutlich ausgewogeneren Klang. Allerdings bringt er im Bass wieder klar zu viel Pegel und die Obertöne wirken im Serienzustand zurückhaltend und etwas zugeknöpft. Das lässt sich beheben, in dem man die Membranabdeckungen großzügigst mit dem Dremel perforiert. Dann wird aus einem guten ein sehr guter Ohrhörer.

Mein Fazit zum UE triple.fi10:
Würden die Ohrhörer 30-40 € kosten, hätten sie von mir 1 Stern mehr erhalten. Aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses kann ich jedoch nicht mehr als 2 Sterne vergeben. Tolle Hochtonwiedergabe allein reicht nicht.
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.12.2011 21:07:08 GMT+01:00
Ich kann diese negative Rezension nicht nachvollziehen. Man muß sich einfach recht viel Zeit nehmen um den richtigen sitzt der InEars zufinden und dann ist der klang hammer.

Bin mir sicher das hier ein Nutzerfehler vorliegt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.12.2011 22:19:21 GMT+01:00
Martin Elten meint:
Kein Bass?Mir ist das fast ein bisschen zuviel Bass, da ich von sehr neutralen Hörern komme!Ich glaube auch, das Sie nicht den richtigen Seal mit den Hörern hatten oder echte Bassmoster gewohnt sind.

Klang ist aber auch extrem Geschmackssache

Veröffentlicht am 01.12.2011 23:35:05 GMT+01:00
Dada1909 meint:
War auch total enttäuscht :( Habe Bose On-Ear Kopfhörer für 150 ¤ und die sind meilenweit besser.
Der Klang ist für mich als Laie sehr klar und rein - aber kein Bass darin. Und ich wüsste nicht wie sie noch besser sitzen sollen. Habe alle Stecker durch. Die Schaumstoff Dinger breiten sich denke ich optimal in meinem Ohr aus.

Veröffentlicht am 02.12.2011 11:07:50 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.12.2011 11:08:36 GMT+01:00
Thoth meint:
Das Problem an den Ohrhöreren wird eher sein den korrekten Sitz zu finden. Sie sind nämlich als Monitore konzipiert und entsprechend dem müssen sie genau positioniert werden, damit entsprechender Klang entsteht.

Weiterhin funktoniert das Klangerlebnis bei mir nur mit den Schaumstoffaufsetzen, die Siliconaufsetze dichten den Gehörgang bei mir nicht sauber ab.

Über mangelndes Volumen kann ich mich nicht beschweren. Klar, entsteht nicht der Druck wie bei einem großen Subwoofer den man am ganzen Körper spührt, aber die Klangfarbe sowie die Abstimmung emfpinde ich durchweg als sehr gut und keineswegs unverhältnismäßig, sauber abgestimmt und sehr überzeugend.

Veröffentlicht am 06.12.2011 08:59:22 GMT+01:00
Was alle hier geschrieben haben, stimmt soweit auch. Jedoch denke ich, dass der fehlende Bass nicht am schlechten Seal (=Sitz, Abdichtung) lang, sondern am Player. Ich kenne mich mit der Materie einigermaßen aus. Es gibt nur 3 Player, die die Triple.Fi 10, welche Multi-BA Hörer sind, nahezu linear ansteuern können.
Multi-BAs haben einen stärker variierenden Impedanzverlauf über das gesamte Frequenzspektrum. Hat der Player eine Ausgangsimpedanz von nahezu 0 Ohm, kann der Hörer ohne Bass- oder Höhenabfall betrieben werden. Dies ist nur beim iPhone 4, Sansa Clip + und Sansa Clip Zip möglich.
Der Triple.Fi 10 ist einer der "zickigsten" Hörer.

Will man ihn an einem Player mit höherer Ausgangsimpedanz betreiben, ist zwingend ein portabler Kopfhörerverstärker notwendig.
Kleine pKhVs sind der FiiO E6, welcher etwa 25¤ kostet und das Problem mit dem Bassabfall behebt oder der Ray Samuels Audio Emmeline "The Shadow", welchen man nur von der amerikanischen Seite direkt beziehen kann. Dieser kostet um einiges mehr,
rauscht aber nicht.

Bis zur halben Verstärkerleistung rauscht der FiiO auch kaum.

Bei BA Kopfhörern ist ein portabler Kopfhörerverstärker oder ein Player mit sehr geringer Ausgangsimpedanz Pflicht!

CD Player zu Hause haben dies nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.12.2011 11:01:46 GMT+01:00
Amaretto meint:
Martin, ich danke Ihnen für die nachvollziehbare Erklärung. Wenigstens eine Person, die nicht einen "Nutzerfehler" vorwirft, der mir sicherlich nicht unterlaufen ist. Dass die Triple.Fi10 allerdings so mimosenhaft auf die angeschlossene Elektronik reagieren, war mir vor dem Kauf nicht bekannt - woher soll der "Normal-Kunde" diese Info auch hernehmen.

Ich hätte dann nämlich vom Kauf Abstand genommen, wenn ich geahnt hätte, dass weder ein 1700¤ Arcam-Verstärker, noch ein Samsung S8500 Smartphone noch ein anderer Qualitäts-MP3-Player den Stöpseln ausgewogenen Klang entlocken kann. Sinnvollerweise müsste dem Produkt eine Empfehlung zum Kauf eines speziellen Kopfhörerverstärkers beigefügt sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.12.2011 14:27:01 GMT+01:00
Samsung Smartphones haben eine hohe Ausgangsimpedanz, Verstärker sowieso.

Kennen Sie die Kopfhörer der Firma Westone? Der Hersteller kennt dieses Problem, weshalb manche deren In Ear Monitore als "amp'd" version verkauft werden. Diese Version beinhaltet einen kostenlosen portablen Kopfhörerverstärker als Beigabe.

Andere InEar Monitore sind nicht ganz so anfällig wie der T.F 10.
Logitech hat bei seinen stocklinear abgestimmten Ultimate Ears Reference Monitors auf einen einigermaßen gleichmäßigen Impedanzverlauf geachtet (da es ein Hörer ist, der zum Abmischen von Studioaufnahmen ist und dieser möglichst einfach betrieben werden soll).

Ein pKhV wie der FiiO E6 ist handlich, leicht und schafft Abhilfe.

Gestern gab es die Triple.Fi 10 für nur 120¤. Da hätten Sie zuschlagen können.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.12.2011 08:34:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.12.2011 08:35:37 GMT+01:00
Thoth meint:
Das ist in der Tat ein recht interessanter Ansatz. Und einen Nutzerfehler habe ich nicht vorgeworfen. Bei mir hat sich dadurch eine deutliche Besserung ergeben.
Selbst verwende ich zum Höhren mein Sony Ericsson C902 bzw. meine Auzentech Home Theater HD daheim und konnte mit beiden sehr gute Klangergebnisse erzielen.

Wobei natürlich die CDs auf dem Rechner um ein Vielfaches besser und sauberer als mp3s klingen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.12.2011 13:43:11 GMT+01:00
Das Sony hat eine hohe Ausgangsimpedanz.
Die Soundkarte ist gut für die Triple.Fis geeignet.

Der bessere Klang ist nicht auf die CD-Qualität zurückzuführen, sondern auf die Soundkarte (>256kbps MP3s vorausgesetzt).

Der Unterschied zwischen CD und (gutem) MP3 ist nur sehr gering und spiegelt sich hauptsächlich in der Dynamik und Auflösung wieder.
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