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Kundenrezension

26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugende Alternative zur Sieger-Propaganda, 3. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Als Deutschland Großmacht war: Ein Bericht über das Kaiserreich, seine Feinde und die Entfesselung des Ersten Weltkrieges (Gebundene Ausgabe)
Zwei Weltkriege haben die politische und wirtschaftliche Landschaft geradezu umgewälzt. So ist vielen Menschen heute nur noch schwer vorstellbar, vielleicht nicht einmal bewusst, dass Deutschland vor den Kriegen zu den führenden Mächten der Welt zählte, ja, sich sogar durch überlegene Wirtschaftskraft dazu anschickte, England abzulösen und die Hegemonialmacht in Europa zu werden. Die USA konnten zu dieser Zeit mit den starken europäischen Nationen, zu denen England, Frankreich, Deutschland und Russland zählten, noch nicht konkurrieren.

Allerdings kann man ein Jahrhundert nach Kriegsbeginn feststellen, dass in strategischer Perfidie und perfekt durchgeführter Propaganda die USA schon damals ihren europäischen Vorfahren weit entwachsen waren. Erst in der Neuzeit wird ja einem nennenswerten Teil der Welt bewusst, dass es den USA in ihren endlosen Kriegsserien in Wirklichkeit natürlich nicht darum geht, irgendjemanden zu befreien oder Demokratie zu verbreiten, sondern darum, die ganze Welt zu beherrschen.

Mit dieser Konstellation befasst sich Bruno Bandulet in seinem 2014 erschienenen Buch „Als Deutschland noch Großmacht war“ und dokumentiert minutiös die heute bekannten Fakten, Entwicklungen, Diplomatie und Verträge, mit denen – im Gegensatz zur weit verbreiteten „Sieger-Geschichte“ - die späteren Alliierten Deutschland in den ersten Weltkrieg lavierten, um seine Vormachtstellung zu brechen.

Brisant und maßgeblich scheint dabei die Rolle der USA, die erst durch Geheimverträge, Kredite und Waffenlieferungen England überhaupt erst in den Stand setzte, sich in dieses Abenteuer zu stürzen, um dann zu einem Zeitpunkt, in dem alle Kriegsparteien nach endlosen Stellungskriegen kraftlos am Boden lagen, selbst einzugreifen. Ein Vorwand – die berühmte Lusitania – war schnell arrangiert, der Zeitpunkt aus Sicht der USA genial: Mit vergleichsweise lächerlichem Aufwand konnten sie ganz Europa einnehmen, damit in einem Handstreich fünf bis dahin mächtigere Nationen überholen und sich faktisch eine weltweite Vorrangstellung sichern.

Die übliche Strategie der USA sieht bekanntlich so aus, dass man störende Mächte durch Anfachung von "Befreiungsbewegungen" zu destabilisieren versucht, bevor man selbst in einen Krieg eintritt oder - noch besser - Verbündete dazu drängt. Wir erleben das ja gerade wieder aktuell in der Ukraine. Heute leisten häufig Al Qaida - Einheiten oder andere von der CIA lancierte Geheimverbände diese Drecksarbeit, vor dem zweiten Weltkrieg waren auch US-Unternehmen die treibenden Kräfte, um die Nazis von einer unbedeutenden Schlägertruppe zu einer Siegerpartei aufzupäppeln. So fragt man sich natürlich analog, welche Rolle die USA möglicherweise bei den Provokationen der Serben, die letztlich später den Krieg motiviert haben, gespielt haben mögen. Leider konnte oder wollte Bruno Brandulet zu dieser Fragestellung noch nichts beitragen.

Mit dem „Diktat von Versailles“, mit dem die Alliierten die Basis für den zweiten Weltkrieg schufen, endet das Buch.

Dr. Bandulet kann auf eine bemerkenswerte Karriere als Politiker, dann vor allem aber als Journalist, Herausgeber und Autor, zurückblicken. Mit dem vorliegenden Buch ist ihm nicht weniger als ein Meisterwerk gelungen. Natürlich kann man als Nicht-Historiker kein abschließendes Urteil über die zugrunde liegenden historischen Forschungen fällen, aber die Klarheit und logische Kraft der Darlegungen überzeugen absolut.

Der angenehm unauffällige, sehr gut lesbare Schreibstil des Autors gestaltet die Lektüre zu einem Vergnügen. Selbst komplexe Zusammenhänge werden gut strukturiert und bestens nachvollziehbar dargelegt. Man hat fast das Gefühl, einen Roman zu lesen.

Mit Chronik, Endnoten, Literaturverzeichnis und Personenregister stehen am Ende des Buches ausführliche Verzeichnisse zur Referenzierung und als Wegweiser zu weiterführenden Studien zur Verfügung.

Ich persönlich wünschte, unseren Pädagogen wäre es zu meiner Schulzeit gelungen, Geschichte ähnlich lebendig, glaubwürdig und spannend darzulegen.

print-jury 5* A1201 © 3.3.2014 ABR 1.029 Rezensionsexemplar
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.05.2014 19:15:51 GMT+02:00
"(...) Vor dem zweiten Weltkrieg waren auch US-Unternehmen die treibenden Kräfte, um die Nazis von einer unbedeutenden Schlägertruppe zu einer Siegerpartei aufzupäppeln."

- Ihrer Einschätzung der USA und deren verheerenden Methoden, sich zum globalen Herrscher aufzuschwingen, würde ich nicht widersprechen. Obiger Passus erscheint mir aber als sehr, sehr steile These. Gruß, gregson

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.08.2014 10:15:24 GMT+02:00
Wer war Alfred Rosenberg wirklich. Und was sagt die genealogische Datenbank der Mormonen über Ihn aus.
Vorsicht absolute Verschlusssache.
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