Kundenrezension

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Britische Jungkrähen mit der frischen Brise ..., 13. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Temperance Movement (Audio CD)
... als die britische Newcomer-Antwort auf die inzwischen nicht mehr wirklich jungen Black Crowes, die zudem gerade mal wieder (leider!) pausieren.
Wer will, kann auch sporadisch eine gewisse Punk/Alternative-Attitüde vernehmen, aber ansonsten ist von Status Quo, Rolling Stones, Faces (inklusive Ronnie Lane - Reminiszenzen), Humble Pie bis zu Free alles an Bord, was in der Vergangenheit, zumindest mir, Spaß gemacht hat - hier aber in einer Frische dargeboten, dass der Terminus 'Classic Rock' geradezu entstaubt wird, ohne dabei auch nur entfernt angestrengt oder allzu bemüht nach "wir hopsen cool durch die Gegend" zu klingen.

Zwei Gitarren, ein dreckig wie einfühlsam agierender Sänger, eine tighte Rhythmusabteilung, fertig ist der klassische Rock & Roll in seiner Inkarnation seit der British-Blues-Invasion - einfach herrlich. Tolle Songs, die einfach anmachen, ob man will oder nicht - absolut ansteckend und es wirklich wert, angetestet zu werden!

By the way, während der Brit-Pop-Base Anfang/Mitte der 1990er Jahre gab es eine Band namens Reef, die neben den Antipoden Blur und Oasis gnadenlos untergegangen ist, vielleicht auch wegen ihrem vergleichsweise konventionellen Retro-Ansatzes - genau an diese Band werde ich beim Hören von The Temperance Movement im positiven Sinne erinnert.

Die Aufmachung der CD-Ausgabe als Digisleeve ist genauso retro wie die musikalische Ausrichtung, inklusive Platteninnenhülle, leider ohne Schutzfolie für die Disk - das können nur die Japaner. Warum nur?

Die Jungs schauen konsequenterweise aus wie direkt dem Jahre 1970 entsprungen, die Klangcharakteristik folgt dem ebenfalls, eine vergleichsweise warm, analog, schön trocken klingende Produktion ohne Mätzchen mit Live-Charakter und leichtem Rotz-Charm.
Das Mastering erfolgte in den legendären Abbey Road Studios (!), leider, leider ist aber auch dieses Teil Opfer der berühmt berüchtigten Hyperkompression (null Headroom, einstelliger RMS-Wert, Dynamic Range-Wert von 7).

Im Oktober/November ist das Quintett auf kleiner Deutschland-Tour mit 6 Terminen - das Hingehen dürfte sich lohnen, denn diese Musik "schreit" nach Live-Umsetzung.

Warum nicht 5 Sterne in meiner Bewertung?
Das Songmaterial kann nicht durchgehend die ganz große Klasse halten, fünf davon sind übrigens bereits auf der "Pride Ep" erschienen, vielleicht fehlt auch noch ein Stück signifikante Originalität - die musikalischen Inspirationen sind noch vergleichsweise ausgeprägt präsent, die eigene Identität muss sich noch ein Stück weit entwickeln.
Und nicht zuletzt ist diese feine Musik auf ihrer CD-Ausgabe zu Tode komprimiert.
Die Scheibe ist aber trotzdem ein absolut beachtenswertes Debüt, ohne jeden Zweifel!
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.10.2013 14:57:47 GMT+02:00
Joe Walsh meint:
Danke für die gute Rezension. Frage: Was meinst du mit "zu Tode komprimiert"? Welchen Einfluss hat dies auf die Klangqualität?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.10.2013 08:53:43 GMT+02:00
mulehead-olli meint:
"zu Tode komprimiert" heißt die traurige Tatsache, dass bei Aufnahmen seit Mitte der 1990er Jahre ein signifikanter Dynamikverlust zu beklagen ist.
Leise Anteile werden angehoben, Lautstärkespitzen werden gekappt, so dass mehr oder weniger alles gleich laut ist, wobei hier mittlerweile der maximal mögliche Pegel komplett ausgereizt wird. Das wiederum führt gelegentlich zu digitalen Verzerrungen.
Der Einfluss auf die Klangqualität ist ganz einfach:
Ohrstöpselhörer mit lauten Umgebungsgeräuschen laufen nicht mehr Gefahr, sich beispielsweise bei einem Drum-Solo einen Gehörschaden zu holen, da sich dieses in seiner Lautstärke nicht mehr von einer Akustikgitarrenpassage unterscheidet und so sehr einfach der Volumenregler des Abspielgerätes eingestellt werden kann. Das Beispiel verdeutlicht auch, dass dieses Phänomen nicht für alle musikalischen Stilrichtungen von Belang ist.

Für den geneigten Hörer vor der heimischen Anlage bedeutet das, dass die Musik oberhalb einer gemäßigten Zimmerlautstärke nur noch brüllt, Instrumente und Stimmen keine Luft mehr haben und alles sehr schnell in einem üblen Klangbrei endet. Dabei gilt - je hochwertiger das Wiedergabe-Equipment, desto schlimmer wird es!

Rock on,
Olli

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.12.2013 22:29:15 GMT+01:00
Sven Kast meint:
Siehe Wikipedia "Loudness war"
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