Kundenrezension

4.0 von 5 Sternen Gut geschriebene Fantasy, die einfach Spaß macht, 23. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Drachenkämpferin 1 - Im Land des Windes: Roman (Taschenbuch)
"Die Drachenkämpferin - Im Land des Windes" ist der Auftaktband zu einer Trilogie mit dem Titel "Die Drachenkämpferin". Eine vollständige Auflistung erfolgt unten.

Zum Inhalt: Sie hat violette Augen, nachtblaue Haare und spitze Ohren. Seit ihrer Geburt weiß sie, dass sie eine Kriegerin ist. Sie träumt davon, den Drachenrittern anzugehören und die Fammin zu schlagen, ein Monstervolk, das der Tyrann erschaffen hat, um ihre Welt zu zerstören. Nihal, die bei den Menschen aufwuchs, ist die letzte Überlebende der Halbelfen, einem Volk, das der Tyrann bereits ausgerottet hat. Nihal trägt den Schmerz ihres Volkes in sich, das sie nie kennen gelernt hat, von dem sie aber in ihren Träumen angefleht wird, Vergeltung zu üben. Nur zwei Verbündete stehen ihr zur Seite: der junge Magier Sennar und ihr unfehlbares Schwert aus schwarzem Kristall. Wird es Nihal gelingen, das Schicksal einer Welt abzuwenden, die vom Untergang bedroht ist? (Klappentext)

Meine Meinung: Anfangs war ich mir nicht sicher, ob mich dieses Buch wirklich begeistern könnte. Geworben wird unter anderem mit "Für alle Fans von >Eragon<". Nun, letzteres habe ich nicht gelesen und die Hauptperson ist eine Frau. Da befürchte ich oftmals, dass es mir schwer fallen könnte mich in den Charakter hineinversetzen zu können. Zum Glück hat hier alles gepasst. Licia Troisi ist hier ein klasse Auftakt zu einer Trilogie gelungen. Die Geschichte wartet zwar nicht mit sonderlichen Innovationen auf, aber dafür ist es gute solide Fantasykost.
In der Aufgetauchten Welt gibt es z. B. Menschen, Gnome, Kobolde, Nymphen und das böse Volk der Fammin, welche vom Tyrannen erschaffen wurden. Der Tyrann selbst bleibt weitesgehend im Dunkeln, eine Bedrohung, die noch nicht besonders greifbar scheint. Der Krieg jedoch ist schon sehr nah und Nihal begegnet ihm bald überall. Zuletzt gibt es natürlich auch die Drachen, welche von einigen Auserwählten, den Drachenrittern, geflogen werden.
Der Leser begleitet Nihal, die letzte Überlebende des Volkes der Halbelfen, auf ihrem Weg selbst ein Drachenritter zu werden. Das ist ihr größter Wunsch und dieser scheint zunächst unerreichbar, da es bislang keine Frauen unter ihnen gibt. Zunächst hatte ich den Eindruck, dass ihre Sehnsucht nach Schlachten und Krieg etwas weit hergeholt sei. Ich konnte ihr Handeln nur schwer nachvollziehen. Es hieß zwar, sie habe immer diese Träume, in denen sie von ihrem Volk aufgefordert wird, Rache zu nehmen für ihre Ausrottung durch den Tyrannen, aber warum sie so dermaßen versessen ist, hatte sich mir lange nicht erschlossen. Auch ist sie eine sehr gute Schwertkämpferin. So gelingt es ihr beinahe schon mühelos gute und ausgebildete Kämpfer zu besiegen. Das kam zunächst sehr unglaubwürdig rüber, denn Nihal ist zunächst 13 und später 17 Jahre alt. Kaum Zeit sich wirklich in den Feinheiten des Schwertkampfes zu schulen und dann noch ohne Lehrer. Dies ändert sich später, aber auch zu Beginn ihres Unterrichts ist sie schon ausgesprochen gut. Zum Glück kam dann endlich ein Moment, wo man sah, dass sie endlich mal an ihre Grenzen stößt. Sie ist aber nicht nur gut mit dem Schwert, sondern auch ein ausgesprochener Trotzkopf, der nie auf das hört, was man ihm sagt und mag der Rat noch so vernünftig oder richtig sein. Manchmal dachte ich, hat sie keine Ohren? Denkt sie gar nicht nach? Irgendwie muss sie ihre Lektionen immer recht schmerzlich lernen. Aber immerhin, sie wird lernfähiger.
Im nachhinein bzw. später im Buch konnte ich sie immer besser verstehen und das bügelte so manche Skepsis aus. Letztlich muss man dem Roman zugute halten, dass er sehr gut geschrieben ist und einfach ausgesprochen angenehm zu lesen war. Die Charaktere sind gut gelungen, ich erhoffe mir dennoch, im weiteren Verlauf der Trilogie noch mehr über den einen oder anderen zu erfahren. Dieser Band ist allerdings ganz klar ein Auftakt und hat kein richtiges Finale. Aber trotzdem hat mir der Schluss gut gefallen, es war zwar nicht besonders spannend, es gab keinen Showdown, es war eher geprägt durch eine gewisse Melancholie. So gesehen kann man es als emotionales Finale betrachten: Nihal findet besser zu sich selbst und ihr wieterer Weg liegt nun vor ihr. Alles ruft nach der Fortsetzung. Erst jetzt verspricht es richtig loszugehen, womit ich an Band zwei schon gewisse Erwartungen richte.
Was ich wieder ausgesprochen gelungen finde, ist die Karte im hinteren Teil des Buches. Für mich mittlerweile schon ein unablässiges Utensil beim Lesen von Fantasy-Geschichten. Was es hier noch nicht gibt, wird es aber zu meiner Erleichterung im zweiten Band geben, nämlich einen Glossar mit Namen.

Fazit: Im Land des Windes bildet den Auftkt zur Trilogie um Die Drachenkämpferin. Auch wenn ich Nihal zu Beginn nicht ganz verstehen konnte, so hat sich doch im Verlauf des Buches nahezu alles klären können und das Lesen hat ganz einfach Spaß gemacht. Ein richtiges Finale gibt es nicht, aber es handelt sich ja auch um den Auftakt einer Serie. Da muss es nicht immer ein spannungsvolles Finale geben.

Die Trilogie in der Übersicht:

Im Land des Windes
Der Autrag des Magiers
Der Talsiman der Macht
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