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Kundenrezension

19 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das strahlende Lächeln der Julia Roberts, 2. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Mona Lisas Lächeln (DVD)
Man schreibt die Jahreswende 1953/54. In Amerika ist das die Zeit der Bevormundung, für die der Name McCarthy steht. Es ist die Zeit einer Moral in eng gezogenen Grenzen, konservativster Anschauungen und eines Beharrens auf Konventionen, die Tradition mit Heuchelei verwechseln. Für die Mädchen in den prüden „Fifties" war die Rolle der Hausfrau und Mutter vorgesehen, auch wenn sie noch so begabt waren und exzellente Schulexamina hinlegten. Die einzige Rebellion, die ansatzweise geduldet wird, heißt Rock ‚n' Roll. Elvis Presley freilich ist noch nicht auf den Plan getreten.
Die Kleiderordnung sieht selbst für die Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden noch die langen, schwingenden Röcke, die Söckchen und die flachen Schuhe vor, die sie schon als Teenager trugen. Keine Ausnahme machen da die Absolventinnen des berühmten Wellesley College in Massachusetts, das zu seinen Absolventinnen eine gewisse Hillary Clinton oder Madeleine Albright zählte. Katherine Watson(Julia Roberts) eine junge freigeistige Dozentin für Kunstgeschichte will ihren Schülerinnen nicht nur Kunstgeschichte beibringen, sondern vielmehr
das Streben nach Eigenständigkeit und Unabhängigkeit und zum Ausbruch aus den vorgefertigten Schemata ermutigen. Erst einmal stößt sie damit auf Ablehnung, von arroganten jungen Damen, die vor allem ihre künftige Rolle als Ehefrau, Mutter und perfekte Gastgeberin im Blick haben, vor den Kopf gestoßen, von der Kollegenschaft wegen ungewohnter Lehrmethoden argwöhnisch beäugt. Aber Katherine gibt natürlich nicht klein bei, und das ist dann schon der ganze Film - fast.
Denn die Drehbuchautoren begnügen sich nicht damit, allein das Schicksal Katherines zu verfolgen, die nach und nach die Zuneigung und das Vertrauen der Mädchen, die ihre Vorstellung von unabhängigem Denken und intellektueller Freiheit bald nicht mehr ganz so abwegig finden, gewinnt und immer unbedingter in eine Vorbildrolle wächst. Der Film breitet auch, in Charakterminiaturen und eher unterschwellig, aber doch sehr beredt aus, wie es wirklich um die einzelnen Mädchen bestellt ist. Die sexuell neugierige Giselle (Maggie Gyllenhaal) fühlt sich in ihrem Lebenswandel bestätigt. Bei der aufgeweckten Joan (Julia Stiles) fallen Katherines Worte auf fruchtbaren Boden, bewirbt sie sich doch trotz bevorstehender Hochzeit für ein Jura-Studium an der renommierten Yale-Universität. Und als der Dozentin dann noch der Kollege das Herz auf dem Tablett serviert, scheint alles in bester Ordnung zu sein. Aber nur fast. Da sind Freundschaften kaum mehr belastbar, klingen Eheversprechungen mehr als hohl, ist sexueller Übermut nur ein Schutzmechanismus auf Zeit.
Mike Newell rührt einen prickelnden Gefühls-Cocktail an, das abgründige Lächeln Mona Lisas das der Film im Titel führt, gilt vor allem diesen immer nur angerissenen, aber keinesfalls flüchtig skizzierten Miniaturen, in denen der Regisseur die junge Stargarde Hollywoods glänzen lässt. Die Regie hält den Film lebendig, weil sie einem Erzählen den Vorzug gibt, das geschickt auf Auslassungen setzt.
Und die Pointe? Auch Katherine muss sich den Blick von ihren weiblichen Zöglingen schärfen lassen. Während sie die Emanzipation predigt, ist ihre Rolle ebenso wenig wie die der Engstirnigen dagegen gefeit, die Bahnen festzulegen, in denen die anderen zu denken und zu handeln haben. Katherine ist keine strahlende Heldin, sondern eine empfindsame Frau, die Höhen und Tiefen durchlebt, aber nie aufgibt.
Ein Julia-Roberts-Film muss nicht notwendig vom schönen Schein und von sorgsam inszenierten Oberflächenreizen bestimmt sein. Julia Roberts, schöner denn je, strahlt Verletzbarkeit und Sensibilität aus in einer so mutigen Mixtur aus naiver „pretty woman" und taffer „Erin Brockovich" und mit ihrem Lächeln stiehlt sie Mona Lisa fast die Schau. So geradezu auffallend uneitel, so angenehm zurückhaltend hat sich Julia Roberts kaum je zuvor gegeben. Die Erfolge Katherines quittiert sie mit eher verlegener Heiterkeit und liebenswerter Scheu. Das lässt den Film auf Anhieb wärmer funkeln als jeder Brilliantschliff.
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Carl-heinrich Bock
(HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

Ort: Bad Nenndorf

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