Kundenrezension

26 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Volkommen überflüssig., 12. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Buchvorlage, die man ja leider nicht als Vergleichsmuster nehmen sollte, war mir lieb und unglaublich wertvoll.
Dass da allerdings so ein katatrophaler Film entstehen kann, der wahrscheinlich einzig und alleine P. Jacksons Interesse dient sich an neuen Technologien auszuprobieren, ist bemerkenswert. Und es fühlt sich für mich keineswegs gut an. Nicht mal akzeptabel.

Smaugs Einöde verdient den ersten Stern alleine durch Smaug, der wirklich imposant samt Stimme gezeichnet wird.
Den zweiten Stern gibt es für die schauspielerische Leistung, die bis auf Bilbo zwar nicht bemerkenswert ist (die Masken der Zwerge helfen natürlicherweise darüber hinweg), aber dennoch gut. In Betracht gezogen muss für die Wertung meines Erachtens das Gesamtwerk und das besteht leider nicht aus dem Potential der Schauspieler, sondern hier, in "Der Hobbit", aus der Art wie die Geschichte erzählt wird: ... leider erscheint sie überhaupt nicht pointiert und wünscht wohl weder Hopfen noch Malz zu sein, sondern eine Orgie von Bildern, die sich an ihrer Schnelligkeit aufhellen wollen. Das ständige Stolpern und Fallen war für mich und meine Leute, die sich eigentlich auf Smaug gefreut hatten, völlig banal und dürftig.

Der Zauber, den die Welt von Herr der Ringe eigentlich bieten will, ist hier völlig unterfordert, bzw.: hat sich gänzlich verabschiedet.

Die neue Aufnahmetechnik wirkt auf mich als würde ich eine billige, spanische Soap anschauen, nämlich nimmt es dem Film die Verklärung des Mediums Film und wirkt dabei noch weniger realistisch als je zuvor. Mir ist sogar aufgefallen, dass die Mundbewegungen teilweise "asynchron" schnell zum eigentlichen Text abliefen. Die Szenen laufen zu schnell ab. Das war nicht nur mein Eindruck, muss natürlich aber jeder für sich selbst entscheiden wie er das findet ...

Inter-szenisch im Metakontext (also zwischen Kopfabschlagen, Wasserrutsche und Herunterfallen) ergibt sich, wie gesagt, weder hinsichtlich der Spannung, noch der eigentlichen Geschichte, irgendetwas Erkennbares. Es rutscht alles den Abhang der Schnelligkeit zum Opfer und hinab. Wir erleben hier eine Achterbahnfahrt, also einen Film, der uns gerne zeigen möchte, wie die 3D-Technik funktioniert. Was das mit Atmosphäre, Geschichtenerzählung, Emotionalität zu tun hat wissen wir: Alles dient dieser Wasserbahn, die eigentlich nur dahinplätschert; der Zuschauer allerdings, der im Wackelboot seiner Brille auf- und abgeht, meint, es sei ein Effekt.

Hier handelt P. J. meines Erachtens rückschrittig und verdrängt den eigentlichen erzählenden Fokus des Mediums völlig(!) zugunsten des "Zeigens". So finde ich das ziemlich eindeutig.
Es scheint aber viele Menschen zu geben, die das ganz nett, unterhaltsam, oder eben nur seicht und "so naja" finden.
Ich finde den Film völlig absurd und fehlplatziert. Sehr schade um das Potential.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.01.2014 19:27:43 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.01.2014 19:43:50 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 16:56:49 GMT+01:00
Saint Sam meint:
So? Na dann erzähl mal, welche Fehler Jackson damals vom Stapel gelassen hat (und beziehe Dich dabei bitte im direkten Vergleich auf die Kritik in dieser Rezension).

"Hier handelt P. J. meines Erachtens völlig rückschrittig und verdrängt den eigentlichen erzählenden Fokus des Mediums völlig(!) zugunsten des "Zeigens"."
- Dieser Satz trifft es nämlich ziemlich genau, was beim "Der Herr der Ringe" so nicht der Fall gewesen ist...

gespannt,

Sam

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 20:19:19 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.01.2014 19:44:08 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 20:54:33 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.01.2014 21:03:07 GMT+01:00
Saint Sam meint:
Ok, schön und gut, aber was hat Deine Aufzählung mit obiger Rezension zu tun? Was aus den Büchern weggelassen bzw. dazugedichtet wurde hat der Rezensent dem Film doch gar nicht vorgeworfen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 21:23:21 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.01.2014 19:44:18 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2014 22:07:15 GMT+01:00
Saint Sam meint:
Ach Sven...
Es geht doch darum, dass sich der Hobbit - anders als HDR - nicht mehr mit der Inszenierung, sondern DURCH die Inszenierung definiert!
Wie es sich bei starker Strömung verhält ist zunächst völlig unerheblich...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2014 22:55:49 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.01.2014 19:44:25 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2014 23:28:07 GMT+01:00
Saint Sam meint:
Ich halte das für eine Metapher. Letztlich läuft doch alles auf den von mir eingangs zitierten Satz hinaus (liege ich damit richtig, Janunso?).

"zwei Sterne Bewertung , so kann man B -Movies beurteilen..." - hast soeben Du entschlossen? ;-)
"Und eine angeblich festgestellte Asyncronität , liegt nicht an Jacksons Dreharbeit..." - schon richtig, aber der Einsatz von HFR, was auf nicht wenige unnatürlich und "billig" wirkt (mich persönlich stört es jetzt nicht so, kann aber negatives Echo diesbezüglich durchaus nachvollziehen).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.01.2014 05:03:58 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.01.2014 19:44:33 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.01.2014 13:51:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.01.2014 13:52:49 GMT+01:00
Saint Sam meint:
Ja, ja, klotz Du mal durch Deine Brille, ich gehe eben auch klotzen... durch die "Brille" ;-)
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