Kundenrezension

7 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Seichte Wohfühltanzmusik im Walzertakt, 3. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Olias of Sunhillo (Audio CD)
Jeder einzelne YES Song hat mehr Ideen als diese ganze Scheibe zusammen. Was Anderson hier in Eigenleistung zusammen schustert, ist simpelstes Folk-Allerlei im fast durchgehenden Dreivierteltakt. Die unsägliche Einfachheit dieser monotonen Gesangsnummern wurde angereichert mit den typischen Sound-Dreingaben a la PATRICK MORAZ, dem Schweizer-Keyboard Virtuosen, der für das Album "Relayer" zur Gruppe YES stieß und dort für hoch energetische Tastenklänge bis zum Delirium sorgte. Angeblich soll JON ANDERSON alle Instrumente auf "Olias of sunhillo" selber gespielt haben, also auch die Keyboards. Und so hört es sich auch an.

Vergleicht man dieses Werk der Einfalt einmal mit dem was ANDERSONS Kollegen zu gleichen Zeit aus dem Ärmel schüttelten, erkennt man sehr schnell, das Anderson kein Composer-Typ ist. Er ist Vocalist, der der Gruppe YES einen unverwechselbaren Sound verschafft hat, der damals seines Gleichen suchte. Aber als Komponist ist der zart besaitete Naturbursche einfach eher mau. Man kann nicht alles können.

ALAN WHITES "Ramshackled" ist im Vergleich zu "Olias" eine Fundgrube von Ideen, lebt von viriler, explodierende Intensität, unternimmt aber auch Abstecher in die Welt der sanften Naturrhythmen. PATRICK MORAZ lotet auf "Story of I" seine brasilianische angehauchte Musik bis zum Wahnsinn aus. CHRIS SQUIRE liefert knackfrischen Rock auf seinem "Fish out of water". Und Steve Howe brilliert auf seinem Solo-Album "Beginnings" an den Gitarren. Dagegen ist "Olias of sunhillo" einfach nur simpel. Wenn man nicht wüsste, dass ANDERSON bei YES gesungen hätte, sein Album wäre m.E. in keinen Charts aufgetaucht. Er kam sogar in die amerikanischen Hitlisten damit. Jeder YES Fan wollte wohl wissen, was der vermeintliche Frontmann von YES zu leisten im Stande ist.

Dieses Album hat für meinen Geschmack nur eine schöne Passage: die letzten 30 Sekunden der Platte. Das war's.

Einige Kritiker loben dieses Werk als Progressive Rock Album. Ich finde, es ist genau so wenig Prog wie Margit Spohnheimer Opernsängerin ist. Dieses Album ist biedere Wandermusik aus der Elektro-Kiste mit einfallslosem Sound-Design. Vielleicht beschwingt sie ja den einen oder anderen Naturmenschen. Mich lässt sie leider kalt. Schade.
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Kommentare


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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.12.2012 20:21:10 GMT+01:00
mogoduc meint:
Vangelis war - deutlich hörbar - beteiligt!

Veröffentlicht am 18.07.2013 13:04:00 GMT+02:00
Frachtheini meint:
jedem seine meinung, aber wenn "Olias Of Sunhillow" eines nicht ist, dann simpel.

Veröffentlicht am 04.06.2014 13:37:56 GMT+02:00
Man kann Musik mögen oder nicht, das ist glücklicherweise Geschmackssache. Ich finde es *ironie* MUTIG *ironie off* lauthals herauszuposaunen "ich habe es nicht verstanden". Auch die Aussage "Vielleicht beschwingt sie ja den einen oder anderen Naturmenschen." zeigt die völlige Unkenntnis über die Personen die dieses Album schätzen.

Wenn man zu der Aussage "Aber als Komponist ist der zart besaitete Naturbursche einfach eher mau." zusätzlich die Anteile betrachtet die Jon Anderson im Vergleich dazu als Komponist und Texter zu YES begesteuert hat - und dies in JEDER Phase der Band - da ist diese Rezension einfach nur lächerlich.

Diese Rezension hat für meinen Geschmack nur eine schöne Passage: die letzten 6 Wörter "Mich lässt sie leider kalt. Schade."

Ja dem kann ich nichts hinzufügen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.06.2014 13:43:25 GMT+02:00
Danke für diese kritische Anmerkung. Ich werde mich an dem Werk noch mal versuchen. 2 Jahre sind doch eine Zeit.

jojim

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.08.2014 08:04:31 GMT+02:00
Uwe Smala meint:
Ich finde die Scheibe auch eher lahm.

Veröffentlicht am 27.04.2015 18:00:40 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.04.2015 18:08:24 GMT+02:00
Relayer meint:
'Olias Of Sunhillow' ist so hochgradig exotisch, abgehoben, auf jeden Fall progressiv.
So dermaßen bewegt und bewegend, höchst sentimental bis unerreicht gigantomanisch.

...natürlich nur wenn man den ganzen ProgMetal Bereich weglässt, denn wer die harte Schiene hört, wer meint Rush spielten progressiv, findet hier kaum Druck und stellt sich unter 'Gigantomanie' wohl eher etwas anderes vor.

Der echte Yes-Spirit lugt hier aber durch jede Ritze, klingt in jeder Note mit. Noch zarter ("see your love") als in 'Heart Of The Sunrise', noch abgehobener (musikalisch) als die 'TalesFTO' (höre 'Naon' und vor allem mit 'Moon Ra' zum totalen Orgasmus!!!)

Vielleicht das beste Yes Album überhaupt!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2015 21:52:32 GMT+02:00
Über Geschmack kann man nicht streiten. Aber ich werde mir den Ion mal wieder anhören, ob sich da was bei mir tut. Schön wär's ja.

jojim

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.06.2015 15:04:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.06.2015 15:04:23 GMT+02:00
Schade um die Zeit. Deine Rezi ist auf dem Punkt. Spasshalber werde ich in diese LP wieder einmal reinhören ;-)
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