Kundenrezension

19 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Ring aus Valencia- Star Wars in Wallhall- die Realisierung des Gesamtkunstwerkes, 14. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner - Der Ring des Nibelungen [Limited Edition] [8 DVDs] (DVD)
Richard Wagners Ring gilt als ein Virläufer des Hollywood Blockbusterkinos, Ohne den Ring kann Star Wars nicht gedacht werden. Das gesammtkunstwerk Wagners war das Urbild für die Lucas Weltraumoper oder die Ring Trilogie von Peter Jackson, die beiden Werke behandeln ja auch inhaltlich die Themen, die Wagner auch verwendete. Machtverlust und Machterhalt. Otto Schenk hatte 1989 an der MET einen Ring gestemmt, der bis heute masstabsetztend ist. Es dauerte 20 jAHRE; BIS dieser Masstab erreicht worden ist. Die Technologie wurde immer besser. Computerannimierte Bühnenbilder, sowie Videoprojektionen können heute noch viel besser die kühnen Visionen des Bayreuther Meisters (Kinder schafft neues)realisieren, als das in den 80.er Jahren der Fall war. Diese Inzenierung ist das nonplusultra, was Wagner in Europa angeht. Carlus Pardissa inzeniert mit seiner Tanzgruppe Fura del Baus die Oper streng dem Libretto folgend als Star Wars Blockbusterkino, mit Effekten, die selbst einen Peter Jackson wie einen Schuljungen aussehen lassen können. Wenn im Rheingold die Götter nach Wallhall einziehen, dann öffnet sich die Bühne und diese Tanzgruppe tanzt diese Burg Wallhall in einer kunstvollen Choreographie, die Zinnen der Burg werden angedeutet, der Riesenwurm ist ein Wurm, der gewltige Aussmasse hat. Die Götter schweben im Raum, Wotans Reisen sind wie Herr der Ringe Specialeefekte. Mimes Schmiedewerkstatt wird durch eine Google earth Fahrt erreicht. Der Feuerzauber ist gewaltig. Endlich gibt es eine Inzenierung, die dem Werk statthält. Man sehe den gewltigen Speer von Wotan, die Rheinfaht Siegfrieds Nibelheim und ähnliches. Besonders der Siegfried ist gelungen. Wenn man sieht, was in deutschen Landen so an Wagner inzeniert wird wird mir schlecht. Einerseits erschöpft sich Wagner in Deutschland an reichlich kruden Regietheater, wie (Rhein als Klärwerk, Mimes Werkstatt als Minibar oder die Götterdämmerung als Komödienstadel) oder das Bühnenbild ist nichtssagend wie in Weimar oder in dem neuen Ring an der Staatsoper in Wien (eine Schande für dieses Opernhaus)
Hier in Valencia ist es anders. Danke La fura del Baus ich kann einem anderen Rezensenten zustimmen, der sagte
"Wenn Wagner Gott ist, dann gehört dieser Ring in seine Kirche"
Musikalisch ist er sehr gut. Zubin Metha dirigiert einen sehr langsamen aber keinen langweiligen Wagner, das Orchester spielt sehr gut. Samtweiche Streicher präzise Hölzer und ein gutes Blech runden den Klang ab. Fehler wo findet man welche?
Uusitalo ist ein textverständlicher Wotan, der sich vor Granden wie Hotter oder London nicht verstecken, auch sein eher tenorales Timbre stört nicht. Ryan ist ein jugendlicher Heldentenor, der einen formidablen Siegfried singt. Wilson ist eine grandiose BVrünhilde, Milling ein Fafner, der einen tiefen Bass hat. Salminen ist Hunding und Hagen, Kapellmann ist ein hervorragender Alberich, auch Seiffert ist ein guter Siegmund mit durchaus heldentenoralem Timbte. Höhepunkt ist der Mime von Gerhard Siegel, ich würde ihn vor den beiden großen Stolze und Zednik setzen.
Der Männerchor aus Valencia singt ein tadelloses Deutsch, von dem sich deutsche Chöre (gell Wiener Singverein) ein Scheibe abschneiden können.
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.11.2011 14:15:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.11.2011 17:38:23 GMT+01:00
Mich würde interessieren, von welchem neuen Wiener Ring Sie reden. Meine Sie den Sven-Eric-Bechtolf-Ring? Wann haben Sie den gesehen, um zu diesem Urteil zu kommen.
Freundliche Grüße

Veröffentlicht am 29.11.2011 17:37:34 GMT+01:00
Sehr geehrter Herr Neugrodda. Ich stimme völlig zu, daß hier viele Künste in der Umsetzung hervorragend vereint sind. Das hat aber nichts mit der politisch ästhetischen Utopie des Gesamtkunstwerks, so wie Wagner es verstand, zu tun. Dieses war für ihn erst in einer nachrevolutionären Gesellschaft denkbar, mit der Kunst-seiner Kunst-als wertkonstantem Orientierungsrahmen. Sie sollten dazu wissenschaftliche Quellen lesen, denn so ist das mißverständlich. Entspricht keinesfalls Wagners Vorstellungen der von ihm vorgestellten Utopie des Gesamtkunstwerks. Das näher zu erläutern, würde aber hier zu weit führen. Sie sollten sich mit der Lektüre von Prof. Udo Bermbach beschäftigen. Dort ist Wagner sachlich und rational dargelegt.
Freundliche Grüße

Veröffentlicht am 30.11.2011 14:34:12 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.11.2011 14:47:14 GMT+01:00
Im Kunstwerk der Zukunft - dem Gesamtkunstwerk- wollte Wagner die Gegensätze von Politik und Kunst bzw. Ästhetik aufheben. Die durch historische Fehlentwicklungen verlorengeglaubte Einheit der Lebenserfahrung soll in einer nachrevolutionären Gesellschaft hergestellt werden. Das Gesamtkunstwerk wagnerianischer Prägung hat also nicht damit zu tun, daß verschiedene Künste in einer Aufführung zusammengeführt werden. Die Idee des Gesamtkunstwerk sollte dann in Bayreuth als Basis umgesetzt werden. Eine geistig, weltanschauliche Vorstellung, keine aufführungstechnische. Sie sehen also, daß man bei Wagner nicht an Politik und Philosophie vorbeikommt, um seine Werkintentionen zu verstehen. Und diese sind nicht etwa- wie von Ahnungslosen behauptet- von Soziologen oder Intellektuellen hineininterpretiert. Nein, Wagner hat sie selbst in seinen langen weltanschaulichen Abhandlungen und Erläuterungen dargelegt. Alles schriftlich dokumentiert. Vielmehr ist Wagner dann in der Nachfolge von Cosima, Stuart Chamberlain und Wolzogen uminterpretiert worden, zum rassistischen Wegbereiter der Nazis. Einen romantisch, einfältigen Wagner gibt es nicht, es sei denn, in der Vorstellung derjenigen, die ihn lediglich als Seelenmanna genießen wollen. Aber auch das sei natürlich gegönnt, nur eben keine unsachliche Kritik an Inszenierungen aus einer nachweislichen Ahnungslosigkeit hinsichtlich Wagners wissenschaftlich dokumentieren Werkintentionen.
Freundliche Grüße

Veröffentlicht am 30.11.2011 19:33:32 GMT+01:00
Star Wars mit dem Ring des Nibelungen zu vergleichen ist schon reichlich abenteuerlich. Wie war das mit den Trivialisierungen, die Sie doch immer beklagen? Die anderen Vergleiche mit Wagners Gesamtkunstwerk-Utopie sind inhaltlich völlig abwegig. Aber Sie müssen sich erstmal informieren, was Wagners Vorstellung des Gesamtkunstwerks eigentlich beinhaltete. Eine seriöse Quelle habe ich Ihnen genannt.
Freundliche Grüße

Veröffentlicht am 01.12.2011 21:24:34 GMT+01:00
Ich möchte nochmal den Aspekt der Trivialisierung beleuchten, den Sie doch bei Inszenierungen des Rings, die Ihnen nicht gefallen, beklagen. Kann es eine größere Trivialisierung geben als die Trivial-Science-Fiction von Star Wars. Ein mythisch intendiertes Märchenspiel von Gut und Böse in die Galaxis verpflanzt, für den jugendlichen Zuseher möglichst simpel zugeschnitten. Und das vergleichen Sie mit dem Ring Inhalt eines komponierenden, weltanschaulich, philosophischen Denkers, der mit diesem Werk ein Resümee der Beschäftigung und subjektiven Verarbeitung vom Bakunin, Feuerbach, Marx, Schopenhauer offeriert. Unter der von Ihnen dargelegten inhaltlichen Vergleichsverortung wundert mich dann allerdings nicht mehr, wie Sie zu solch abenteuerlichen Ansichten kommen. Tut mir Leid, aber diesen Wagner gibt es nicht, da muß man die grauen Gehirnzellen schon mehr strapazieren und sich mit seinen weltanschaulichen Schriften befassen, wenn man über Inszenierungen mitreden will.
Freundliche Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2012 18:13:29 GMT+02:00
Monticello meint:
Ob sich R. Wagner über solche besserwisserischen und anmassenden Herrschaften wie den Seidel wirklich gefreut hätte?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2012 19:57:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.09.2012 20:13:11 GMT+02:00
Hallo Monticello . Danke für Ihren Beitrag. Ich beziehe mich auf wissenschafliche Quellen. Wenn das Besserwisserei ist, dann wäre jedes faktische, an fachlichen Quellen orientiertes Argumentieren, eben Besserwisserei. Was ist konkret anmassend? Sie haben Herrn Neugroddas Anwürfe in Dauerfolge offenbar nicht gelesen. Er hat bei mir seine fachlich nicht fundierte "Bauchsicht" als verbindlich dargestellt. Nicht ich bin unter seinen Rezensionen tätig geworden, sondern die Initiative ging von ihm aus. Lesen Sie einfach mal Richard Wagners umfangreiche schriftlichen Ausführungen zu seinen Werken und seine generellen Ausführungen in seinen bekannten Kunstschriften. Von mir wäre seitens Herrn Neugrodda keine Initiative ausgegangen, obwohl er stets mit Behauptungen agiert, die schlicht nicht fundiert sind.
Im übrigen warte ich auf die erste Einlassung von Ihnen, die einmal Inhalt hat und nicht hämische Attitüde, die aber lediglich Ihre eigene Unsicherheit kompensiert. Immer lediglich provozieren, unter wechselnden Namen, zeigt doch mehr über Sie, als Sie vermuten, spiegelt doch Ihre merkwürdige Bedürfnislage.
Freundliche Grüße und arbeiten Sie hart an sich, denn es ist nötig.
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