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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Gewaltig, 11. Juni 2006
Wenn zwei der interessantesten modernen Regisseure diesen Film als ihren Lieblingsfilm nennen, ich spreche von Lynch und Gilliam, dann will das etwas heissen. Ich habe 8 1/2 zum ersten mal mit zarten 17 jahren gesehen, war von den Bildern beeindruckt aber dachte mir dass mein mangelndes Verständis wohl daher rührt, dass dieser Film ein "Authoren"-Film sei und damit einer bestimmten Zielgruppe vorbehalten ist.
Nun, 12 Jahre später, kann ich behaupten dass nichts falscher ist als dies. Denn es geht nicht um einen Regisseur in der Schaffenskrise, nein, es geht um einen Mann, perfekt impersonisiert von Mastroianni, in einer Existenzkrise. Un all die ewigen Themen werden auf fantastische, visuelle und zutiefst psychologische Weise präsentiert: die geheimnisvolle Kindheit, der Tod, die Kirche, die den Menschen vor sich selbst schützen will, und dann natürlich die Liebe. Die Sequenzen in denen Guido seinen Eltern begegnet, in denen er sich erinnert wie er und seine Freunde die Hure Saragina am Strand besuchen, die brilliante Szene die Guido in seinem Harem zeigt, all dies sind Clips von einer solchen Kraft und Intensität dass sie schon alleine reichen um diesen Film zu etwas grossem zu machen. Aber Fellini gelingt es all diese Erinnerungen und Gedanken zu verbinden, und er tut dies mit dem ihm eigenen Humor und einer gewaltigen Portion Zynismus - man nehme nur den französichen Kritiker der in vielen klugen Worten nicht das schafft, was Guido mit einzelnen, einfachen Bildern beschreibt. Die gewaltigsten Momente des Films sind die Begegnung mit dem Kirchenfürsten, wohl dem der den "Grossinquisitor" von Dostojewski kennt, die Schlüsselszene in der Guido vor Claudia "beichtet" und natürlich der Schluss mit den Musikern. Das letzte Bild, das Kind welches alleine spielt, ist auch jenes, welches diesen Film im kurzen zusammenfasst.
Ein ganz grosses Meisterwerk, das auch nach dem zehnten und wohl hundertsten mal ansehen noch immer zum Lachen und zum Weinen bringt. Kurzum ein Film der besser wird je öfter man ihn sieht - im Medium der bewegten Bilder gibt es nichts das weiter geht. Es ist der einzige Film den ich kenne, der an ein gutes Buch herankommt. Chapeau Maestro Fellini!
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Fellini's 8 1/2 [UK Import] B000059YU4
Anouk Aimee
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Fellini's 8 1/2 [UK Import]
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Gewaltig
Wenn zwei der interessantesten modernen Regisseure diesen Film als ihren Lieblingsfilm nennen, ich spreche von Lynch und Gilliam, dann will das etwas heissen. Ich habe 8 1/2 zum ersten mal mit zarten 17 jahren gesehen, war von den Bildern beeindruckt aber dachte mir dass mein mangelndes Verständis wohl daher rührt, dass dieser Film ein "Authoren"-Film sei und damit einer bestimmten Zielgruppe vorbehalten ist. Nun, 12 Jahre später, kann ich behaupten dass nichts falscher ist als dies. Denn es geht nicht um einen Regisseur in der Schaffenskrise, nein, es geht um einen Mann, perfekt impersonisiert von Mastroianni, in einer Existenzkrise. Un all die ewigen Themen werden auf fantastische, visuelle und zutiefst psychologische Weise präsentiert: die geheimnisvolle Kindheit, der Tod, die Kirche, die den Menschen vor sich selbst schützen will, und dann natürlich die Liebe. Die Sequenzen in denen Guido seinen Eltern begegnet, in denen er sich erinnert wie er und seine Freunde die Hure Saragina am Strand besuchen, die brilliante Szene die Guido in seinem Harem zeigt, all dies sind Clips von einer solchen Kraft und Intensität dass sie schon alleine reichen um diesen Film zu etwas grossem zu machen. Aber Fellini gelingt es all diese Erinnerungen und Gedanken zu verbinden, und er tut dies mit dem ihm eigenen Humor und einer gewaltigen Portion Zynismus - man nehme nur den französichen Kritiker der in vielen klugen Worten nicht das schafft, was Guido mit einzelnen, einfachen Bildern beschreibt. Die gewaltigsten Momente des Films sind die Begegnung mit dem Kirchenfürsten, wohl dem der den "Grossinquisitor" von Dostojewski kennt, die Schlüsselszene in der Guido vor Claudia "beichtet" und natürlich der Schluss mit den Musikern. Das letzte Bild, das Kind welches alleine spielt, ist auch jenes, welches diesen Film im kurzen zusammenfasst. Ein ganz grosses Meisterwerk, das auch nach dem zehnten und wohl hundertsten mal ansehen noch immer zum Lachen und zum Weinen bringt. Kurzum ein Film der besser wird je öfter man ihn sieht - im Medium der bewegten Bilder gibt es nichts das weiter geht. Es ist der einzige Film den ich kenne, der an ein gutes Buch herankommt. Chapeau Maestro Fellini!
Fabio Savarese "glottis77"
11. Juni 2006
- Insgesamt:
5
- Insgesamt:
5
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Rang der Rezensentin/des Rezensenten: 155.917
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