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Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Glanzstück der 80er Jahre, 14. Februar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Scoundrel Days (Audio CD)
Nur ein Jahr nach dem gefeierten und außerordentlich erfolgreichen Debüt brachten A-ha ihr zweites Album heraus. Zwar nicht mehr ganz so erfolgreich, zeigt Scoundrel days sich jedoch stilistisch und instrumentell wesentlich weiterentwickelt, was sowohl Fans als auch Kritiker begeisterte.

Der Titelgebende Opener ist als Einstieg ideal. Melodie, Instrumente, Gesang - hier stimmt einfach alles. Das Zusammenspiel von Dramatik und Hoffnung ist überwältigend. Das nachfolgende "Swing of things" erscheint als bedeutender Bruch, führt aber dennoch die Stärken des Openers auf einem etwas ruhigeren Level fort. Mit "I` ve been losing you" werden die Zügel gleich wieder angezogen. Verhaltenes Tempo und kräftiger Gitarren- und Schlagzeugeinsatz formen den ersten Rocksong der Guppe, der für mich melodisch zwar etwas abfällt, hinsichtlich seiner Ausdrucksstärke den Vorgängern jedoch ohne weiteres ebenbürtig ist.

Nun erfolgt ein Bruch. Die helle, treibende Stimmung wird mit "Oktober" in Langsamkeit und Ruhe überführt, dieser fast schon introvertiert wirkende Titel erscheint fast wie ein längeres Atemholen. Manche Hörer könnten ihn für einen Lückenfüller halten, einerseits jedoch ist er dafür zu gut, andererseits war ein kurzes Innehalten zwischen dem Vorgänger und dem nachfolgenden "Manhattan skyline" durchaus notwendig. Dieser Titel besticht wiederum durch hervorragende Melodik, einer opulenten, zum Rock weisenden Instrumentierung und exzellenter Stimmenarbeit. Als Single mit Sicherheit eine gute Wahl. Das folgende "Cry wolf zieht" zunächst das Tempo wieder etwas an, führt aber zugleich auch wieder in leichtere Synthie-Gefilde und ist melodisch und instrumentell sicherlich gelungen. Die Kritik vieler Fans allerdings, der Titel wirke zu poppig, ist sofort nachvollziehbar. Bei der Auswahl als Single dürfte das kommerzielle Potential den Ausschlag gegeben haben. Mit "We're looking for the wales" wird das Tempo weiter angezogen, die Instrumentierung wirkt geradezu leichtfüßig und unterstützt das hohe Tempo, das sich zum Finale immer weiter steigert.

Für "The weight oft the wind" gilt dasselbe wie für "Scoundrel days". Melodie, Instrumentierung, Gesang: es stimmt einfach alles. Hier jedoch wird Melancholie regelrecht zelebriert, zugleich machen ein starkes Schlagzeug und Gitarreneinsätze den Titel deutlich rauer als den weichen Opener. Womöglich mehr als die meisten anderen verkörpert dieser Titel einerseits das Talent der Band, zugleich aber auch deren Unverbrauchtheit. Bereits auf den Nachfolgern ist für mich eine Art Satuiertheit erkennbar, keinesfalls Stagnation - weder in Melodie noch weniger in der Instrumentierung, die sich ja eindrucksvoll weiterentwickelte. Die melodische Frische dieser Scheibe haben die Jungs allerdings nie mehr erreicht.

"May be May be" holt den Hörer wieder aus der Melancholie des Vorgängers, ein netter flotter Gute-Laune-Song - mehr allerdings auch nicht. Das abschließende "Soft rains of April" zeigt nun nochmal das ganze Können der Band. Die Melodik von "Scoundrel days" und "The weigt oft the wind" scheint mit dem Bombast und der Eindringlichkeit von "Manhattan skyline" vereint worden zu sein und schafft einen extrem starken, melancholischen Titel, der das Album - in stimmungstechnischen Gegensatz zum Opener - würdevoll abschließt.

Obwohl das Debüt eingängiger erscheint und kommerziell wesentlich erfolgreicher war, ist in meinen Augen "Scoundrel days" die beste Platte A-ha's aus den 80er Jahren. Zu dieser Zeit gehörte die Band sicherlich zu den "Großmeistern" ihres Genres, während die 90er Jahre eine Hinwendung zum Rock brachten, die im melancholisch-rauen Memorial beach ihren Höhepunkt fand und zugleich die enorme vielseitigkeit der Band demonstrierte. Es ist bedauerlich, dass dies dann nicht mehr honoriert wurde. Hervorzuheben ist auch die großartige Stimmarbeit von Morten Harket, die - mit Spitzen 1986 und 1993 - während der ersten Schaffensperiode wesentlich besser war als in der zweiten.

Was bleibt, ist eine abwechslungsreiche, sehr melodische, hervorragend instrumentierte und stimmungsvolle Platte einer außergewöhnlichen Band, deren Schaffen - wohl aufgrund innerer Zerwürfnisse - dieses Jahr zu einem Ende kommen wird. Nicht nur mit Platten wie dieser jedoch haben sich die Jungs von A-ha ein herausragendes künstlerisches Zeugnis ausgestellt. Den Fans werden sie mit Sicherheit in bester Erinnerung bleiben.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.11.2012 23:13:04 GMT+01:00
Andre H. meint:
....super Rezension , sehr ausführlich und für mich absolut zutreffend ! ...auch für mich das beste Album von A-ha, besonders durch die großartigen melancholischen Songs ! :-)
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