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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sheldrake ist und bleibt ein vorbildlicher Wissenschaftler, und so bleibt er für mich der andere (spirituelle) Darwin, 20. Februar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Die Wiedergeburt der Natur (Broschiert)
Rupert Sheldrake, der die Formel von der „Widergeburt der Natur“ in der modernen Naturphilosophie prägte und Anfang der achtziger Jahre mit seiner Theorie der morphischen Resonanz und morphogenetischen Felder zur Erklärung der Formbildung in der Natur Weltruhm erlangte, nimmt in direkter Weise Bezug auf den Gedanken der Weltseele. Zwar wird der Tantrismus (Shaktismus; Shakta und Shakti) in seinem Buch nur am Rande erwähnt, in der geistigen Substand jedoch ist das Buch vollständig vom Geiste des tantrischen Gewebes der Welt getragen und erfüllt. Es ist der in der Neuen Naturphilosophie, der Theorie des Bewußtseins/ der Bewusstseinentwicklung (Transpersonale Psychologie) sowie der spirituellen Ökologie (Tiefenökologie) durchsetzende Gedanke, dass das Universum keine große Maschine ist, als die es im mechanistischen Denken erscheint, sondern ein umfassend lebendiges, systematisch vernetztes Gefüge. Moderne Systemtheorien vermeiden den Begriff Organismus für die Welt, um animistische Vorstellungen nicht aufkommen zu lassen, sie sprechen von „Organisation“ (eine zentrale Formel ist die „Selbstorganisation), von Muster oder Struktur. Auch der Geist wird im systematischen Denken als Muster oder Struktur gesehen, als „Muster, das verbindet“ (Gregory Bateson). Sheldrake scheut sich nicht, animistische Naturvorstellungen auf neuer, differenzierter Ebene wiederzubeleben, also die Idee der Allbeseeltheit, die nicht identisch ist mit der Idee der Weltseele, aber ihr doch nahe steht. Was früher Seelen oder wirkende Wesenheiten waren, sind heute „Felder“ oder „Energien“.

Wiedergeburt der Natur: Das meint die Wiederentdeckung eines lange verschütteten organischen Zusammenhangs in der Natur. In der kausal-mechanischen Weltsicht war die Natur im Grunde tot; wie so etwas wie Leben in diese tote Natur hineingeraten konnte, war ein großes Rätsel, das noch Kant quälte. Es schien keine Verbindung zu geben zwischen einer blinden Gesetzen gehorchenden Materie und der vielfältigen Entwicklung des lebendigen. Rupert Sheldrake, ein großer Wissenschaftler und zugleich tief spiritueller Mensch, gehört zu den herausragenden Gestalten der neuen Naturphilosophie, die von den meisten Angehörigen der etablierten Wissenschaft noch immer ignoriert oder verächtlich gemacht werden. Erst ganz allmählich scheint sich hier eine Wende anzubahnen. Die modernen Systemtheorien, die konzeptionell weniger „radikal“ sind als Sheldrake (auch viele Systemtheoretiker stehen der Theorie der morphogenetischen Felder eher reserviert bis ablehnend gegenüber), sind ein groß angelegter Versuch, den cartesischen Dualismus zu entkräften, also die Zerschneidung der Welt in (unausgedehnten) Geist und (ausgedehnte) Materie. Geist gilt im systematischen Denken als immanent, er ist integraler Teil des Weltprozesses und wirkt nicht „von außen“ oder (spirituell verstanden) „von oben“ auf die Materie ein; genau dies bezeichnet der berühmte Begriff „Selbstorganisation“. Auch das Erkennen selbst gilt als integraler Teil des Weltprozesses, woraus eine gewisse – eingestandene – Zirkelhaftigkeit folgt, die jede „Absolutheit“ ausschließt. Der Mensch, als Erkennender, ist der Welt unlösbar verbunden. Auch hier haben wir eine Doktrin der Nicht-Getrenntheit, wie sie der tantrische Buddhismus darstellt, und folgerichtig neigen etliche Systemtheoretiker dem Buddhismus zu. Einer der berühmtesten und wirkungsträchtigsten ist der Biologe und Erkenntnistheoretiker Francisco Varela. Seit vielen Jahren gibt es einen intensiven Gedankenaustausch zwischen Sytemtheorie und tibetischen Buddhismus, an dem sich der Dalei Lama wiederholt beteiligt hat.

Morphische Felder sind nach Sheldrake immaterielle Organisations- und Formprinzipien der Natur; sie formen Atome, Moleküle, Kristalle, Lebewesen, Gesellschaften, aber auch geistige Gewohnheiten; sie sind kollektive und individuelle Erinnerungsträger. Was diese Feldvorstellungen primär leistet, ist eine ganz neuartige Erklärung der Morphogenese, also der Formbildungsprozesse lebender Organismen, wo die herkömmliche Biologie weitgehend versagt. Wie und warum aus einem Zellhaufen ein lebender Organismus wird, lässt sich mittels der herrschenden Gentheorie nicht einmal ansatzweise verständlich machen. Sheldrakes Feldtheorie ist gut vereinbar mit dem tantrischen Universum, ja – weiter gedacht – gar nicht zu lösen von ihm. Sie ist per se tantrisch. Sie ist ein großartiger (bis heute nicht wiederlegter) Ansatz und ein respektgebietender Versuch, eine neue Wissenschaft des Lebens zu begründen, die nicht reduktionistisch verfährt (wie die akademische Biologie.)
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.11.2014 19:33:18 GMT+01:00
Sheldrake vertritt den dialektischen holistischen naturphilosophischen Materialismus und wir haben hier seit der "Aufklärung" immer noch den mechanistisch scholastisch faschistoiden Materialismus.
Solange nicht erkannt wird dass die MATER/ie und der MATERialismus etwas weibliches sind ( MATER lat. für Mutter ) solange wird diese Mutter Erde leiden.
Und bzgl. des verklärten Lattenjupps sollte das Thema der Mystik nicht ausser 8 gelassen werden.
Vielleicht lesen sie schlichtweg auch einmal etwas "angestaubtes" von Michael Talbot.
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