Kundenrezension

97 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisches Alterswerk, 24. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Clapton (Audio CD)
Nach Alben wie "Reptile" oder "Back home" hatte ich keine hohen Erwartungen an Claptons neuestes Studiowerk - und war sehr angenehm überrascht! Der selbstbewusste Titel läßt vermuten, dass Eric Clapton sein erstes Studioalbum seit 5 Jahren selber zu Recht für gelungen hält, selbst wenn er nur bei einem Song (Run back to your Side) mitgeschrieben hat; es ist auch das erste, auf dem er als Koproduzent verantwortlich zeichnet. Popsongs wie auf vorangegangenen Alben wird man hier vergebens suchen, es ist sehr bluesig ausgefallen, allerdings springt der Blues einen nicht so an wie auf "Me and Mr. Johnson", "Sessions for Robert J" oder gar "from the cradle", dafür ist die Platte zu entspannt und atmosphärisch; zudem sorgen einige Nummern mit leichtem Jazz- (Rocking Chair, How deep is the Ocean, Autumn Leaves) oder gar Dixieland-Touch (My very good Friend the Milkman, That's no Way to get along, When somebody thinks you're wonderful) für angenehme Abwechslung. Travelin' alone hatte Clapton bereits seit einer Weile im Tourprogramm, und in Hard Times Blues spielt er sogar Mandoline.

Auf "Clapton" sind neben Veteranen wie Allen Toussaint (p) und Jim Keltner (dr) einige Musiker aus Claptons aktuellen Tourbands dabei, allen voran Doyle Bramhall II (g), der mit Clapton koproduzierte, sowie Willy Weeks am Bass. Die beiden Duette mit J.J. Cale, River runs deep (mit kurzen, witzigen Rückwärtsgitarrenpassagen) und Everything will be alright, halte ich für gelungener als vieles auf ihrem 2006er Gemeinschaftswerk "The Road to Escondido". Weitere prominente Gäste sind Wynton Marsalis (tp), Derek Trucks (g) und Sheryl Crow (voc), die sich allesamt songdienlich einfügen, was ebenso für die Bläser und das London Session Orchestra gilt. Herausgekommen ist ein inspiriertes, homogenes, nachdenkliches und gleichzeitig zuversichtlich klingendes Clapton-Album mit warmem Sound, das offenbar auf sehr organische Art und Weise entstanden ist und sich mit keinem seiner bisherigen Alben vergleichen läßt. Audiophile Hörer schließlich wird freuen, mit wie wenig Kompression die Produktion auskommt.

Eric Clapton muss sich schon seit langem nichts mehr beweisen, Radiohits finden sich hier keine, das spielt aber auch keine Rolle: das kompositorische Niveau der 14 Songs ist erfreulich hoch, es ist kein einziger Ausfall zu verzeichnen, und alle beteiligten Musiker hatten hörbar Spaß beim Musizieren. Ich stelle mir vor, dass, wenn man dieses Album während einer langweiligen nächtlichen Autofahrt hört, sich später dennoch gerne an diese erinnern wird. "Clapton" ist das erste Studioalbum seit "Journeyman" vor über zwanzig Jahren, das mich auf hohem Niveau durchgehend überzeugt. Ich glaube, ich habe ein neues Clapton-Lieblingsalbum.
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1-10 von 18 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.09.2010 09:59:01 GMT+02:00
Volker Welz meint:
Sehr gute Rezension, hat mich auf jeden Fall sehr neugierig auf diese CD gemacht, zumal immer seltener Alben dieser Art von großen Musikern wie Clapton herauskommen.

Veröffentlicht am 25.09.2010 13:46:53 GMT+02:00
also ich find die neue scheibe echt gut mal was neues vom meister aber der blues wie im von the cradle is halt doch des was ich am liebsten von mister slowhand höre

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.09.2010 07:15:48 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 14.02.2011 09:50:20 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.09.2010 07:16:17 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 14.02.2011 09:50:17 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 27.09.2010 07:17:04 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 14.02.2011 09:50:17 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.09.2010 08:00:03 GMT+02:00
Musik meint:
Bartel , haben Sie eigentlich nichts besseres zu tun als Ihren Kommentar mehrfach zu veröffentlichen ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.09.2010 09:57:53 GMT+02:00
Eine Rentner-Band spielt zur Teestunde im Pub auf. So könnte sich das anhören. Immerhin: Spielen können die Jungs.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.09.2010 11:36:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.02.2011 22:49:56 GMT+01:00
@ Udo Gläser:
"Ein Sänger war er ja eigentlich nie, aber bei diesem Machwerk ist deutlich zu spüren, daß Claptons Stimme im Alter immer dünner und uninspirierter wird." Also diese Bemerkung ist schlicht unqualifiziert. Clapton hat als Sänger im Laufe der Jahre an Ausdrucksstärke und Feeling enorm aufgeholt, das läßt sich spätestens seit Mitte der Achtziger (She's waiting, Same old Blues, Pretending und auf Alben wie "from the cradle" etc.) nachvollziehen, selbst wenn man nicht alle Alben durchgehend toll findet. Seine Stimme hat auch keineswegs nachgelassen, er singt auf "Clapton" einfach sehr entspannt und selbstsicher, und das hat ihm bei "unplugged" ja auch keiner als "langweilig" vorgehalten. Und ich finde, von der Herangehensweise ähnelt "Clapton" wieder "unplugged", also entspannte Songs und Musiker in lockerer Atmosphäre. Die negativen Rezensionen zu dem Album hier scheinen mir von Leuten zu stammen, die "entspannt" mit "langweilig" verwechseln, was stimmte, wenn die Songs schlecht wären, das sind sie aber nicht. Die beiden Songs mit J.J. Cale haben m.E. mehr Atmosphäre und Qualität als die auf Cales & Claptons "Road to Escondido", und die wird hochgelobt.

Manche Mitrezensenten vermissen einen Qualitätsstandard wie bei Cream oder bei "Layla and other assorted Love Songs". Nun, Cream haben auch Mittelmäßiges rausgebracht, z.B. "Fresh Cream" und einige Songs auf "Wheels of Fire" und "Goodbye"; und warum sollte Clapton die Notwendigkeit verspüren, "Layla" nochmal aufzunehmen? Die Platte gibt's schon seit 40 Jahren! Bei wie vielen seiner Alben hat er nicht mit so viel Leidenschaft gesungen und gespielt wie auf "Layla", und keiner wirft ihm Langeweile vor? Das trifft durchaus auch auf "There's one in every Crowd" oder die von Dir genannte "Backless" zu!

Ich mag das Album einfach, es hat eine entspannte, lockere Stimmung und gute Songs. Ein zweites "Layla" erwartet doch keiner mehr ernsthaft, oder? Dessen Intensität hat er auch schon beim von Dir genannten "From the Cradle" nicht mehr erreicht, obwohl man es wegen des Todes seines Sohnes hätte erwarten können; dort klang er streckenweise ganz schön bemüht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2010 14:49:55 GMT+01:00
Hat S(enil) Schmidt nichts Besseres zu tun, als jeden Kommentar hier zu kommentieren. Wobei ihm Orthografie und Interpunktion doch so überhaupt nicht liegt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2010 22:36:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.11.2010 16:09:29 GMT+01:00
Russell/John sind am Start, Costello, Daniel Lanois & Black Dub - da geht doch schon etwas bei den Grossen; T-Bone produziert Elton und Leon, ebenso Elvis, Keltner trommelt auf beiden Platten, Doyle wiederum produziert Slowhand und die beiden Pianisten - Kim Wilson/Fab Thunderbirds übrigens mit Harmonika bei Clapton auch mit am Start; und Einschlafen ? Gerne, gute Ruhe, da ziehe ich mir noch einen feinen Roten auf und spiele die Herren gegeneinander.
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Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent

Toby Tambourine
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   

Ort: Gießen

Top-Rezensenten Rang: 422