Kundenrezension

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der würdige Abschluss einer Ära, 21. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: High & Mighty (Audio CD)
Dieses ist das letzte Album von U.H. mit Leadsänger David Byron. Alle Titel stammen aus der Feder vom 'musikalischen Kopf' der Gruppe Ken Hensley. Die Band ist 'reif' geworden und es wurde kaum noch experimentiert. Irgendwie war da die Luft schon raus gewesen und für innovative, kreative Ideen war auf 'High and Mighty' kein Platz. Lieber drängte man, stets den Blick auf die Charts gerichtet, in Richtung Kommerzialität. Schade, denn einen Treffer konnte man trotzdem nicht landen.
Schwächstes Stück auf dem Album und meiner Meinung nach eines der schlechtesten Stücke von U.H. überhaupt ist gleich der Opener 'One Way or another'. Hierbei machte man außerdem den Fehler, Bassist John Wetton ans Mikrophon zu lassen. Da David nicht 'abkömmlich' war, hatte Wetton bei den Proben den Gesang übernommen und man beließ es der Eifachheit halber dabei. Was ich nicht verstehen kann ist, dass er normalerweise eine gute Stimme hat (wie er bei 'Asia', der Gruppe, zu der er nach seinem Ausstieg bei Heep wechselte, bewies). Hier klingt sie dünn und so, als wenn er Schwierigkeiten hätte, den Ton zu treffen; - alles in allem ist der Song wohl schwach und ausgerechnet ihn koppelte man als Single aus. Dementsprechend blieb die Single wie Blei in den Verkaufsregalen liegen.
Dafür ist der Rest umso besser: gleich mit dem zweiten Song 'Wheep in Silence' bewiesen U.H., was sie drauf haben. Eines der besten Heep Songs aller Zeiten!
'Misty Eyes' und 'Midnight' gefallen mir auch sehr gut.
In 'Can't keep a good band down' rechnete die Band mit der englischen Presse ab, die sie regelmäßig demontierte. Ein rockiges Stück mit eingängigem Refrain.
'Woman of the world', 'Footprints in the Snow' und 'Can't stop singing' gefallen nach mehrmaligem Hören; nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut, man spürt deutlich, dass die Band in der Besetzung am Ende war.
Mit 'Confession' gelang noch ein mal eine wunderschöne Ballade, wie man es seit 'Rain' von Ken Hensley und U.H. gewohnt war.
Bonustrack 'Name of the Game' war B-Seite der bereits erwähnten ausgekoppelten Single und fügt sich somit nahtlos in das Albummaterial ein. Da ich seinerzeit 'High and Mighty' (der Titel entstammt übrigens einer Textzeile aus 'Can't keep a good band down') mindestens 100 Mal gehört habe, spiele ich heute sehr gerne diesen schönen Titel, dessen B-Seiten-Dasein eigentlich nicht gerechtfertigt war.
Die meisten anderen Bonustracks sind Alternativversionen der bereits auf dem regulären Album veröffentlichten Titel, auch wenn sie den 'Arbeitstitel' tragen.
Erwähnenswert ist die Demoversion von 'I close my Eyes'. Diesen Titel hat Ken Hensley (gerechtfertigterweise) in ausgereifter Version auf einer seiner späteren Soloalben veröffentlicht.
Im Nachhinein bewertet ist 'High and Mighty' nicht das stärkste, aber ein oft verkanntes und unterbewertetes Album von U.H., was dadurch verständlich erscheint, da man eine Serie von 1A-Albem schwer toppen kann. (Gemessen an den Bewertungen von Alben anderer Gruppen müßte ich eigentlich 5 Sterne geben, aber am Bewertungsmaßstab für U.H. leider nur 4.)
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.09.2009 14:42:59 GMT+02:00
silbertanne4 meint:
Ich finde auch, daß High and Mighty unterbewertet ist. Wahrscheinlich sind nicht mal die Musiker selbst in der Lage zu bewerten, wie sich das Album für den Hörer anhört, da sie es unter den genannten Spannungen (Sänger kurz vor dem Rauswurf, Ken Hensley akzeptiert nur seine eigenen Kompositionen ...) entstand. Ähnlich ist es mit "Who do we think we are" (finde ich besser wie Machine Head) von Deep Purple und Never Say Die (eine gute Platte) mit Black Sabbath. Da anschliessend die Sänger herausgeworfen wurden, entschied posthum die Band die Platten als schlecht zu bewerten.
Ähnlich High and Mighty, das meiner Ansicht bessere Songs hat als Sweet Freedom und Return to Fantasy. Allerdings mit dem Opener "One way" den schlechtesten und untypischsten Track, den Uriah Heep je aufgenommen hat, und das unpassendeste Cover von LP-Hülle das man sich vorstellen kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.08.2012 15:39:16 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 16.08.2012 15:42:27 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 16.08.2012 15:41:24 GMT+02:00
mariopohl meint:
Bezüglich "One Way Or Another": Interessanterweise spielt ausgerechnet dieses Stück Ken Hensley solo mit Band und Gast John Wetton (London, 2001, Magician's Birthday Party) ziemlich beseelt - siehe Youtube unter http://www.youtube.com/watch?v=tgKy0oiBC_g

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.08.2012 15:42:37 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 16.08.2012 15:43:56 GMT+02:00]
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