Kundenrezension

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Inszenierung, 29. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Dies sind möglicherweise zuminderst in visueller Hinsicht, die besten Meistersinger, die käuflich zu erwerben sind; auf jeden Fall ist dies eine großartig gelungene, werkgetreue, naturalistische Inszenierung mit einem
überragenden James Morris als Debütant in der Rolle des Hans Sachs; und; ebenfalls erstmals den Beckmesser singend, mit einem kongenialen Thomas Allen als Widerpart.
Morris benötigte nach eigener Aussage 5 Jahre, um den "Sachs" zu lernen - ab und zu hat er noch leichte Schwierigkeiten mit der Akzentuierung der deutschen Sprache; Allen (Beckmesser) und der ebenfalls wunderbare Matthew Polenzani (David) sind ihm in dieser Hinsicht leicht überlegen.
Ben Heppner überzeugt als ein äußerst lyrischer Stolzing; ordentlich auch Karita Mattila (Eva) und Jill Grove (Lene) und natürlich die Sänger/Meister, allen voran René Pape (Pogner). Der Altersunterschied zwischen David und Lene ist durch diese großartigen Besetzungen sehr gut realisiert und Polenzani überzeugt
uns anrührend bezüglich der Aufrichtigkeit seiner Gefühle - Beckmessers Rücken erfährt dies noch expliziter...

Auch Meister Levine leistet einmal überzeugende Arbeit am Dirigierstab ohne allzusehr seiner üblichen Tendenz zur Verlangsamung zu frönen.

Ein Loblied auf Regisseur Otto Schenk, einem humanistischen Meister für Wagners humanistische Volksoper; nämliches gilt für Günther Schneider-Siemmsens naturalistisches, niemals dem Kitsch verfallendes, in allen Facetten gelungenes Bühnenbild. Über die seit Jahrzehnten geniale Kameraführung von Brian Large braucht man weiter nichts anzumerken...

Auch uns würde es gut zu Gesicht stehen, wenn irgendeine Art von Sachs uns von der Wahnvorstellung erlöste, das ganze Gewicht der politischen Welt oder ihren aktuellen sozialen Status Quo in die Inszenierungen von Opern oder
Theaterstücken zu legen und wir dazu ermuntert werden, die Stücke wieder wenigstens AUCH und AB UND AN in einigen großen Häusern Deutschlands so aufgeführt zu erleben, wie ihre Komponisten und Dichter sie sich erdachten, ohne das sie von den Regie-, Bühnen-. Masken- und Kostümbildner"meistern" entstellt werden oder wir uns gar für unser Recht auf Naturalismus und Authentizität weiter schämen oder rechtfertigen müssten - so weit gekommen ist es schon.
Merker-Intendanten bräuchte es, die da den Schuldigen empfindlich auf die Finger klopften. "Unstimmige Kostüm`", "Falsch` Bühnengewirk" und "Verfremdet Tun" sollte es da zum Abschied für so manchen "Meister" heißen...
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.03.2012 16:44:28 GMT+01:00
Eine trauinszenierung mit Sir Thomas Allen als Beckmesser wirklich einzig gut.

Veröffentlicht am 02.09.2014 15:00:34 GMT+02:00
Sehr geehrter Herr Polter,
zu Ihren grämlichen Auslassungen zum modernen Regietheater ein Wort vom Meister selbst:
"Kinder! macht Neues! Neues! und abermals Neues! hängt ihr Euch an’s Alte, so holt Euch der Teufel der Inproduktivität, und Ihr seid die traurigsten Künstler."
Wagner an Liszt, 1852
Darum: Ehrt euren deutschen Meister!
Freundliche Grüße
Hermann Engster
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