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Kundenrezension

38 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Na ja, so ganz überzeugt sie nicht ..., 2. Mai 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nike+ SportWatch GPS Laufuhr powered by TomTom, schwarz mit blauer Innenseite, ohne Schuhsensor, Modell 2012 (Elektronik)
Ich habe einen Forerunner 305 und bin mit dem Kasten auf dem Handgelenk und dem Fahrradlenker eigentlich ganz zufrieden. Ich gehöre aber zu den Personen, die ihre Motivation für sportliche Aktionen ab und an durch "Warenkauf" fördern und so suchte ich eigentlich eine nette Laufuhr, die man auch im Alltag tragen kann, ohne dass man sich als Läuferin outet (oder vielleicht doch, aber nur eine Klitzekleinigkeit?). Garmin- und Polaruhren sind ja technisch meist doch ganz brauchbar, aber das Design wirkt, mal ehrlich, als hätten die Firmen alte Entwürfe einer russischen Uhrenproduktion der 60er Jahre entdeckt und verwendet. Na ja, werden einige stöhnen, Frauen und Aussehen .... Billiger als eine Leichtmetallfelge für einen BMW ist sie schon, also, was soll's? 2 Tankfüllungen für ein SUV zahlen die meisten ohne Wimperzucken. Warum ich nicht für ne Uhr - also bestellt und gewartet. Wie immer, pünktlich stand der Paket-Mann vor der Tür, die Lauftights, Shirt und Schuhe hatte ich schon an, scharrte mit den Hufen, fetzte den Karton auf - oha - Die Nike SportWatch ist ein ziemlich Klotz an meinen nicht gerade zarten Handgelenken. Ich bin eigentlich ziemlich enttäuscht - das Format der Uhr ist eher Marke Riesig und echt auffällig. Wer zufällig wie 17 aussieht, dem könnte die Uhr stehen, da eh große Uhren gerade trendy sind.

Die GPS-/Puls-Uhr leistet das Wenige, was sie verspricht. Die Einstellungen der Uhr können nur über die downzuloadende Software vorgenommen werden und eine Touch-Oberfläche hat die Uhr nicht (die taucht ab und an mal in Produktbezeichnungen auf). Selbst die Umschaltung des Displays (dunkle Schrift auf hellem Hintergrund oder umgekehrt) muss mit Hilfe der PC-Software erfolgen! (nur die Aktivierung der kurzfristigen Hintergrundbeleuchtung erfolgt durch "Klopfen" auf das Display).

Alles in allem würde ich sagen, entspricht sie technisch noch nicht einmal einer Tchibo-GPS-Uhr und die Webseite der Fa. Nike zur Auswertung der Daten ist eher Spielkram (z.B. für Menschen, die sich gezwungen sehen, anderen auch noch ihre Laufdaten im Internet mitzuteilen) und das Uploaden dauert tatsächlich, wie hier schon beschrieben, eine Ewigkeit. Die Uhr sieht einfach nicht so blöd wie die Teile der Marktführer aus und sie ist logisch und einfach zu bedienen, was man von den meisten Uhren absolut nicht nicht sagen kann - das ist alles. Wer kennt es nicht von seiner Uhr? Man muss beim Lauf, um bestimmte Funktionen zu nutzen, 5 Sekunden die linke untere Taste gedrückt halten, um dann die rechte obere 3 x zu drücken und das Ergebnis mit der Set-Taste rechts unten zu bestätigen. Solche Verrenkungen entfallen bei der Nike-Uhr allerdings auch deshalb, weil sie kaum Funktionen hat.

Wer ein bewährtes Teil hat, der soll dabei bleiben. Wer eine Einsteigeruhr sucht, die ausnahmsweise mal logisch und einfach zu bedienen ist, kann sich überlegen, diese überteuerte Uhr zu erwerben. Zu fragen ist allerdings, ob es nicht sinnvoller ist, sich eine bessere Uhr zu kaufen. Wer noch die Herzfrequenzmessung haben will, muss sich einen Extragurt von Polar speziell für die Nike SportWatch kaufen. Andere Gurte von Polar funktionieren nicht. Es gibt bzgl. des Pulses keine Möglichkeit zur Einstellung von Trainingszonen. Es wird ausschließlich die reine Pulsfrequenz angezeigt. Das GPS wird nur dazu genutzt, die Daten hinterher am PC auswerten zu können (und natürlich zur Anzeige von Geschwindigkeit und Strecke). Wenn ich es mir so recht überlege, ist ein am Armband tragbarer GPS-Tacho z.B. von Sigma günstiger in der Anschaffung und kann wenigstens mit GPS-Tracks gefüttert werden, so dass er sowohl beim Laufen als auch beim Biken zur Orientierung genutzt werden kann. Ich kann mir am PC Bike- und/oder Lauftracks erstellen, sie auf den Tacho laden und sie zur Orientierung nutzen. Klar, wer einmal um den See joggt, braucht eigentlich keine Orientierungshilfe. Braucht er/sie dann überhaupt eine GPS-Uhr? Eigentlich kenne ich im Radius von 20 km um mein Haus jeden Wildwechselpfad persönlich und wie lange ich gelaufen bin, welchen Puls ich habe und wie lang die Strecke etwa war, ist mir eh klar. Ich gestehe es, es war das Aussehen, das mich geblendet hat und darauf setzt Nike wahrscheinlich.

Dass die Uhr kein Umschalten zwischen unterschiedlichen Sport-Modi ermöglicht, führt bei meiner Bewertung zum eigentlichen Punkteabzug. Viele Läufer/innen sitzen auch gerne und viel auf dem Rad. Warum hat es Nike nicht geschafft, eine Einstellmöglichkeit für unterschiedliche Sportarten zu integrieren und nachher für die Daten jeder Sportart eine getrennte Auswertung ermöglicht? Softwaremäßig wäre es ein Leichtes gewesen. Alle preislich vergleichbaren Konkurrenzprodukte verfügen über diese Möglichkeit. Mein Eindruck ist der, dass das nicht zum Image der Uhr und zum Marketingkonzept gepasst hätte. Die Uhr ist wohl eher als reines Lifestyle-Produkt denn als Trainingshilfe konzipiert worden - für "sportlich" aussehende Menschen, die gut gestylt auch mal "Outdoor" laufen gehen und nicht für diese verschwitzt taumelnden Läufer/innen und schlammverkrusteten Biker/innen, die keine Matsche auslassen. Sogar das Kaffeerösterprodukt für 99 Euro hatte einen Pulsgurt, optionale Pulsfrequenz-Trainingszonen, Importmöglichkeit für 99 GPS-Wegepunkte, Navigationshilfe, Modusauswahl aus 5 verschiedenen Sportarten und so weiter. Es hatte allerdings wieder dieses Technologiemuseuumsdesign.

Man muss den Menschen von Nike aber zugutehalten, dass Sie es hinbekommen haben, eine Uhr zu schaffen, auf der man beim Laufen ohne Lesebrille alle Daten ablesen kann und dabei nicht 30 Finger braucht, um zur Anzeige z.B. der verbrauchten Kalorien im Spreizgriff mehrere Knöpfe gleichzeitig drücken zu müssen, mit dem Down-Button durch ein Menü zu scrollen und dann 10 Sekunden warten zu müssen. Das Umschalten der Anzeige von z.B. Pace auf Geschwindigkeit geht auch beim Laufen sehr gut vonstatten.

Mein Fazit: Als Pulsuhr vom Funktionsumfang absolut ungenügend, als GPS-Uhr nur zur Aufzeichnung nutzbar (bzw. zur Anzeige von Geschwindigkeit und Strecke). Der Dauer des ersten Empfangs eines Sat-Signals ist wohl davon abhängig, wann die Uhr zum letzen Mal am Rechner hing und von Nike mit GPS-Daten upgedatet wurde. Wahrscheinlich lassen sich so die extrem voeinander abweichenden Angaben in den Rezensionen erklären. Die Akkukapazität ist m.E. für den Anwendungszweck völlig ausreichend. Die Sprüche im Display sind Gimmicks:

"Jeder wird gern an Erfolge erinnert. Deshalb erhalten Sie ein Motivierendes Feedback, wenn Sie einen persönlichen Rekord laufen und bekommen z.b. einen speziellen Sound und den Spruch "Record Smashed" angezeigt. Dies ist eine hervorragende Methode, um sich selbst für ein gutes Training zu belohnen und eine zusätzliche Motivation, sich nächstes Mal noch mehr anzustrengen."

Na ja, ich kann auf solche "hervorragende" Art von Motivation eigentlich ganz gut verzichten. Ich sehe gerade, Polar bringt jetzt auch solche "motivierenden" Meldungen.

Ich habe noch etwas in der aktuellen Produktbeschreibung gefunden: Die Uhr speichert maximal 15 Stunden Lauf und überschreibt dann keine Daten. Nach 15 Stunden ist der Uhrenspeicher voll und damit Ende der Aufzeichnung. Um ihn zu leeren, muss die Uhr über USB an einen Rechner gekoppelt und die Daten dann hochgeladen werden. Es sieht so aus, dass die Daten mit dem Programms "Nike+ Connect" hochgeladen werden müssen, sonst ist ein Löschen der Daten nicht möglich und das nette Ührchen dient dann nur noch der Zeitanzeige. Im Urlaub also immer einen Notebook mitnehmen!!!

Wahrscheinlich spielen bei den Käufern der Uhr (wie auch bei mir) rationale Argumente die geringere Rolle (siehe Produkte der Fa. Apple, die ich auch habe). Mit Brustgurt zusammen kostet die Nike über 200 Euro (zum Zeitpunkt der Rezensionserstellung), was meiner Meinung einfach in keinem Verhältnis zur Leistungsfähigkeit steht. Zudem sollten alle, die sich überlegen, die Uhr zu kaufen, mal weiter im Internet recherchieren. Es gibt eine Menge Probleme mit nicht erkannten Uhren am USB-Port, nicht erkannten Pulsgurten und gebrochenen Armbändern, wobei ich fairer Weise sagen muss, dass ich bisher keine Probleme hatte. Ich würde sie mit meinem heutigen Erkenntnisstand (Ernüchterung) allerdings nicht mehr kaufen. Für z.B. ein Marathontraining gibt es bessere Uhren und für Ab-und-An-Läufer/innen ist es doch recht viel Geld. Zudem lernen anscheinend auch die anderen Hersteller, dass man schönere Produkte herstellen kann.
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Monika
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