Kundenrezension

24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lieblingsbiographie, 13. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Zeit ist kaputt. Die Lebensgeschichte des Erich Kästner. (Taschenbuch)
Auf einer Lesung fragte ich den Autor, warum "Die Zeit ist kaputt" so aus der Liste seiner übrigen Bücher und Themen herausfällt. Er antwortete, daß dies das einzige Auftragswerk sei, das er jemals angenommen habe. Falls er dieses Buch also nur "halb freiwillig" geschrieben hat, merkt man es ihm aber in der Qualität keinesfalls an. Für mich zählt es zu den wirklich gelungenen Biographien eines großen Schriftstellers. Kordon bringt dem Leser Werk und Kurzweiligste näher. Und obwohl es eigentlich "nur" ein Jugendbuch ist, das ja - wie wir von Kästner wissen- zur schwersten Gattung in der Literatur zählt ("Man muß für Kinder schreiben wie für Erwachsene - nur viel besser."), ziehe ich dieses Buch doch den anderen Kästner-Biographien, sei es die von Luiselotte Enderle oder irgendeine von denen, die mit umfangreichem Anmerkungsapparat 1999 auf den Markt gekommen sind, bei weitem vor. Wer nicht wissenschaftlich über Kästner arbeiten will, erfährt bei Kordon leicht lesbar alles, was es über Kästner von allgemeinem Interesse zu wissen gibt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.11.2013 14:38:47 GMT+01:00
Murmel meint:
Ich finde Kordons Biografie auch gelungen für besonders jugendliche Leserinnen und Leser.
Leider bedient sich der Autor nicht den zur Zeit der Herausgabe schon vorhandenen neuen Fakten. So ist beispielsweise kritisch zu betrachten, dass Kordon hier immer noch angibt, Emil Kästner wäre nicht der richtige Vater gewesen, obwohl diese "Tatsache" niemals bestätigt wurde und zu den Vermutungen und Legenden gehört, die sich innerhalb der Kästner Familie weitergetragen haben. Des Weiteren ist die Bezeichnung Kästners als "mutig" und "heldenhaft" in Verbindung seiner Passivität z.B. beim Boxkampf nicht am Hilter-Ruf teilzunehmen, m.E ein wenig zu positiv ausgefallen. Bedenklich an Kordons Ausführungen zur NS-Politik, respektive NS-Literaturpolitik ist, dass er den Eindruck vermittelt, der NS Staat sei von Anfang an ein klar strukturiertes und geschlossenes Herrschaftssystem gewesen. Gelungen finde ich allerdings, dass der Autor sich bei der Interpretation der Mutter-Sohn-Beziehung sehr zurücknimmt und den Leser die Freiheit gibt, sich selbst ein Urteil zu bilden. Dabei bildet die vorsichtige Anmerkung in Form der Frage, ob nicht evtl. die Beziehung zur Mutter Ursache für Kästners schwieriges Verhältnis zu Frauen wäre, das einzige Kommentar des Autors.
Literarisch und auch in Bezug auf jugendliche Leserinnen und Leser eine gelungene Biografie, allerdings mit einem kritischen Auge und in Verbindung mit anderen Quellen zu betrachten und vielleicht gerade deshalb wertvoll.
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