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Eisenheim,
4. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Stadt aus Trug und Schatten (Gebundene Ausgabe)
Wenn Flora schlafen geht, wandert ihre Seele, genau wie die aller anderen Menschen, in die Stadt Eisenheim. Dort leben sie als gewöhnliche Arbeiter und können sich nach dem Aufwachen nicht mehr daran erinnern, denn sie sind 'Schläfer'. Auch Flora gehört zu ihnen. Bis sie nach einem wirren Traum aufschreckt und sich an alles erinnern kann, was in der Nacht zu vor geschehen ist. Sie ist jetzt ein sogenannter 'Wanderer'. Mit Absicht, wie sich bald herausstellt. Denn als Schläfer hat sie einen wertvollen Stein versteckt, hinter dem mehrere Parteien her sind.
Mechthild Gläser schreibt durchaus spannend, und ihr gelingt es Floras Gedanken- und Gefühlswelt glaubhaft darzustellen. Leider bleiben andere Charakter farblos, wie Eisenheim. Aber das kann man verschmerzen. Nach und nach nimmt der Roman fahrt auf und wird schließlich zu einer Hetzjagd durch eine phantasiereich gestaltete Stadt. In Eisenheim gibt es keine Farben, alles ist entweder schwarz, weiß oder in Grautönen gehalten. Dazu stehen in einer Stadt alle bedeutenden Bauwerke der Erde, alle mit unterschiedlichsten Funktionen und Einrichtungen. Und auch die Naturgesetze werden auf den Kopf gestellt. Etwas weniger phantasiereich war die junge Autorin bei der Weiterentwicklung der Geschichte.
Trotzdem ist Mechthild Gläser mit 'Stadt aus Trug und Schatten' ein erfrischender Roman, fernab von Vampiren und Werwölfen, gelungen. Für Fantasy-Fans absolut lesenswert.
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