Kundenrezension

45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfrischende, profunde und umfassende Reise durch die Physik des Kleinen und Großen in Form eines kalkulierten Bestsellers, 6. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung des Universums: Wie die Physik von morgen den letzten Geheimnissen auf der Spur ist (Gebundene Ausgabe)
Lisa Randall hat uns alle mit ihrem ersten Werk VERBORGENE UNIVERSEN sehr positiv überrascht. Hat sie uns doch dort ihr Spezialgebiet der (möglichen) Physik der Extradimensionen anschaulich, mit frischem Stil aber auch fachlich für ein populärwissenschaftliches Buch relativ tiefgehend präsentiert. DIE VERMESSUNG DES UNIVERSUMS richtet sich ganz klar an ein weitaus allgemeineres Lesepublikum und spannt inhaltlich einen zunächst unzusammenhängend wirkenden Bogen von der Front der Elementarteilchenphysik über die Fragen der Kosmologie im Großen bis hin zu der Forschung am LHC (Large Hadron Collider in Genf). Zudem berichtet die Autorin über das Wesen der Naturwissenschaft an sich und die Grenzen der heutigen Forschung. Der deutsche Titel erscheint dabei etwas hergeholt und der engl. Originaltitel KNOCKING ON HEAVEN'S DOOR spannt einen eher unprätentiösen charmant-philosophischen Bezugs-Schirm auf.

Sie bezeichnet das Buch als "Prequel" zu ihrem letzten Buch und greift damit eine höchst aktuelle Darstellungsform der populären Kultur auf. TEIL I stellt die verschiedenen Möglichkeiten von Wissen dar und Randall stellt in nicht erwarteter Klarheit dar, wie sich Religion und Naturwissenschaft konfrontativ gegenüberstehen. In TEIL II wendet sie sich dann dem physikalischen Aufbau der Welt zu. TEIL III widmet sie der Absicht und Interpretationsmöglichkeiten potentieller Ergebnisse des LHC sehr anschaulich und in begeisternder Weise viel Raum. Interessanterweise kommt sie im gesamten Buch immer wieder direkt oder indirekt auf das LHC zurück was mich schon überrascht hat. Im TEIL IV trumpft sie mit ihren Fachkenntnissen auf der Suche nach dem Higgs-Boson auf und vertieft somit die Beschreibung möglicher Forschungsziele des LHC. Diese Kapitel sind für mich mit die besten des Buches. TEIL V wirft den Blick auf das Große im Kontext der beschleunigten Expansion des Universums und der dunklen Materie.

Die Zusammenfassung im TEIL VI spiegelt alle vorher gemachten Erkenntnisse in bezug auf unseren Alltag und versucht Gedankenanstöße zu geben warum Naturwissenschaft wichtiger den je ist. Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Büchern vermittelt sich nicht erst einmal sequentiell Grundlagen zu dem jeweiligen Fachgebieten um dann tiefer einzutauchen. Sie setzt entweder schon einiges voraus oder liefert Grundlagen sozusagen "en passant" im laufenden Text was für erfahrene Leser sehr angenehm ist. Wie oft hat man schon als einigermaßen geschulter Leser ähnlicher Bücher relativ gleich gelagerte Einführungen in die Quantentheorie lesen müssen.

Es wäre jetzt ein leichtes das Buch einfach nur weiter zu loben und ihm vorab den Bestseller Status zu gewähren. Das hat das Buch auch verdient. Ich möchte dennoch einige kritische Dinge anmerken auch wenn ich nun ggfs. mit entsprechend ablehnenden Kommentaren konfrontiert werde. Trotz allen genannten guten Punkte hat das Buch auch konzeptionelle Eigenheiten die sicherlich die belesene wissenschafts-puristische Leserschaft ggfs. ein wenig irritieren werden. Da ist zunächst mal der Randall-, äh, Rundumschlag einer Vielzahl von angesprochenen Themen der das Buch schon etwas kalkuliert erscheinen läßt. Sicherlich haben der Verlag oder ihre Berater die Autorin zu dieser sehr allgemeinverständlichen Darstellungsweise angehalten um ohne Risiko in die Richtung eines erneuten populärwissenschaftlichen Bestsellers zu gehen.

Ich fand ihre tiefgehende Abhandlung über die Extradimensionen in ihrem ersten Buch packender und authentischer. Den kommerziell vordergründigen Aspekt ihres neuen Buches sollte man ihr durchaus zugestehen, ist sie doch als ernsthafte Wissenschaftlerin absolut anerkannt in ihrem Fachgebiet auch wenn man das Superlativ der "meistzitierten Wissenschaftlerin der Welt" nicht mehr hören kann. Desweiteren präsentiert sich Lisa Randall schon etwas "geschwätzig" und so ist das Vorwort mal eben 15 Seiten lang und auch im Hauptteil findet man trotz aller guten und verständlichen Textarbeit aufgrund der o.g. Schreibstruktur schon eine Reihe Wiederholungen und einiges verbleibt aufgrund der bewusst gewählten Themenvielfalt an der Oberfläche.

Zudem ist sie sich ihres Status' als "Superstar der Physik" (STERN) wohl etwas zu sehr bewusst, was sich auch in dem ein oder anderen popkulturell geprägten Kapitelnamen der Originalausgabe (z.B. "the next Top-Model of the World" oder "Living in a material world") niederschlägt, was sich in der deutschen Übersetzung erst auf den zweiten Blick erschließt (siehe Kapitelnamen unten). Es gibt leider ein leicht chauvinistisch geprägtes Phänomen um ihre Person als "junge, hübsche und erfolgreiche Wissenschaftlerin an der Front der Forschung" und sie entzieht sich diesem Phänomen nicht wirklich wenn sie im Buch anmerkt wie bei einem Vortrag vor College-Studenten insbesondere EINE Frage die Gruppe quälte.... "Wie alt ist Lisa Randall eigentlich...?"....

Dennoch überzeugt das Buch durch seine klare Sprache und große Anschaulichkeit und wird sicherlich weitere Leser für die Wissenschaft begeistern was wichtiger ist als kleinteilige Kritik an dem wirtschaftlich erfolgreichen Stil der Autorin. Sollte sich dies im nächstem Buch exakt wiederholen könnte man dies ja neu bewerten. Die rund 460 reinen Textseiten gliedern sich in 6 übersichtliche Hauptteile und in etwa 21 gleichgewichtige Kapitel:

TEIL I - DIE VERMESSUNG DER WIRKLICHKEIT
1 - Was für dich so klein ist, ist für mich so groß
2 - Geheimnisse ergründen
3 - Leben in einer materiellen Welt
4 - Die Suche nach Antworten

TEIL II - DIE VERMESSUNG DER MATERIE
5 - Die magische Entdeckungsreise
6 - "Sehen" heißt glauben
7 - Die Grenzen des Universums

TEIL III - MASCHINEN; MESSUNGEN UND WAHRSCHEINLICHKEIT
8 - Ein Ring sie zu knechten
9 - Die Rückkehr des Rings
10 - Schwarze Löcher, die die Welt verschlingen
11 - Riskante Geschäfte
12 - Messungen und Unsicherheit
13 - Die CMS- und ATLAS-Experimente
14 - Die Identifikation von Teilchen

TEIL IV - MODELLIERUNG, VORHERSAGEN UND DIE VORWEGNAHME VON ERGEBNISSEN
15 - Wahrheit, Schönheit und andere naturwissenschaftliche Missverständnisse
16 - Das Higgs-Boson
17 - Das nächste Top-Modell der Welt
18 - Induktiv versus deduktiv

TEIL V - DIE VERMESSUNG DES UNIVERSUMS
19 - Von innen nach außen
20 - Was für dich so groß ist, ist für mich so klein
21 - Besucher von der dunklen Seite

TEIL VI - ZUSAMMENFASSUNG
22 - Global denken, lokal handeln

4,5 von 5 Sternen
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.04.2012 16:06:23 GMT+02:00
Ulrich Klein meint:
Ist mir schleierhaft wie man es schafft ein solches komplexes Buch in dieser kurzen Zeit zu lesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.04.2012 18:21:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.04.2012 19:26:43 GMT+02:00
Retro Kinski meint:
Hallo Herr Klein,

danke für den Kommentar. Haben Sie das Buch auch schon angefangen zu lesen und meinen Sie immer noch es ist komplex oder ist das nur eine Schätzung Ihrerseits ? Es ist leider nämlich alles andere als komplex. In den ersten ca. 100 Seiten erfahren wir etwas über Aspekte der Wissenschaftsgeschichte und die Unvereinbarkeit von Religion und Wissenschaft die sich wie ein Roman in einem Rutsch durchlesen lassen. Erst ab dem Kapitel 5 kommen einige Grundlagen die aber erfahrene Leser auch nicht lange aufhalten. Dann kommen ca. 100 Seiten über das LHC die zwar interessant sind aber auch keine Neuigkeiten bieten und die immer wieder leicht durch Abschweifungen unterbrochen werden. Das halbe Buch bezieht sich übrigens immer wieder direkt und indirekt auf das LHC was mit auch vorher nicht bewußt war.

Ich bin jetzt schon am 2. Durchgang des Buches und muss leider immer mehr feststellen, das ihm schon etwas der rote Faden fehlt und Redundanz sich durch alle Kapitel zieht. Dennoch ist es ein sehr gut formuliertes Stück Populärwissenschaft und so ca. 100 Seiten im letzten Drittel über Extradimensionen, Dunkle Materie/Energie und Higgs-Teilchen versöhnen durchaus da Lisa Randall dort ein wenig ein "Heimspiel" hat.

Dennoch wollte ich meine Bewertung nicht mehr ändern und den ersten Eindruck so stehen lassen. DER WEG ZUR WIRKLICHKEIT von Penrose z.B. ist dagegen wahrlich schwere Kost, auch wenn es nur eine Teilübersetzung der einfacheren Teile des Monumentalwerkes ROAD TO REALITY ist, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht und dazu habe ich auch eine gute Woche gebraucht.

Veröffentlicht am 08.04.2012 20:49:30 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 08.04.2012 20:50:41 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.04.2012 20:54:29 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.04.2012 20:56:23 GMT+02:00
Ulrich Klein meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.04.2012 10:15:29 GMT+02:00
Retro Kinski meint:
Hallo Herr Klein,

natürlich habe ich das Buch komplett gelesen bevor ich es beurteile. Ich habe Ihnen nur erklärt warum es relativ schnell ging und warum es vielleicht auch von der fachlichen Vorbildung zu diesen Themen abhängt. Und Randall spricht immer wieder über eine Reihe von Seiten über die - auf der Hand liegende - Unvereinbarkeit von Wissenschaft und Religion. Es fällt nicht nur einmal das Wort "Theologe" wie sie mir in einem anderen unverständlicherweise sehr aggressiven - und inzwischen von Ihnen gelöschten - Beitrag voller Rechtschreibfehler kundgetan haben. Dort haben Sie mir dann auch noch "das Wort verbieten" wollen ?

Keine Ahnung von woher Sie Ihre Aggression speisen. Ich habe Ihnen definitiv freundlich mit o.g. Worten erklärt, warum ich das Buch innerhalb von wenigen Tagen lesen konnte - weil es eben (leider) kein physikalisch tiefgehendes Buch an sich ist, sondern eher eine - bis auf die in meiner Beschreibung genannten etwas tiefergehenden Kapitel - Wissenschaftserzählung und ausschweifende Beschreibung des LHC ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.04.2012 12:38:25 GMT+02:00
Ulrich Klein meint:
Hallo Herr Kinski,
ich bin nicht aggresiv,sondern bin immer wieder verwundert wie schnell einige Personen die Bücher gelesen haben.Ich finde Ihre Kritik,von Ihrem Standpunkt i.O.,aber aus der ersten Antwort habe ich entnommen,daß Sie erst an Teil 2 gelangt sind.Ich selbst bin noch nicht soweit.Vielleicht ergibt sich in Laufe der Zeit einige Übereinstimmungen.
P.S.über Tippfehler sollte man nicht reden,kann jeden passieren!

Veröffentlicht am 10.04.2012 13:51:59 GMT+02:00
Lulu meint:
<<Es gibt ein leicht chauvinistisch geprägtes Phänomen um ihre Person als "junge, hübsche und erfolgreiche Wissenschaftlerin an der Front der Forschung" >>

Das ist kein chauvinistisch, sondern in erster Linie ein feministisch geprägtes Phänomen. Würde man ihr Buch lesen, wenn sie ein Mann wäre? Ich möchte das ein wenig bezweifeln.

LG Lena

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2012 15:13:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.04.2012 15:15:05 GMT+02:00
Ulrich Klein meint:
Hallo Lena,
mir ist es egal ob Frau oder Mann ein wissenschaftliches Buch schreibt,wenn mich das Thema interessiert dann lese ich es"ohne irgendwelche Vorbehalte".Randalls erstes Buch habe ich ebenfalls gelesen und es ist sehr gut.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.04.2012 14:17:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.04.2012 14:22:14 GMT+02:00
Rupi meint:
@ Ulrich Klein

Kommentare wie Ihr erster veranlassen mich meistens zu einfachen Schätzungen und Rechnungen:

Erscheinungsdatum: 2. April 2012
Rezension am 6. April 2012
Maximal 4 Tage Zeit, um ein Buch mit 496 Seiten zulesen.
Ich habe s noch nicht gelesen, aber ich nehme an, dass es kein Bilderbuch ist.
Ich brauche pro Seite Sachbuch ca. 5-10 Minuten im Durchschnitt. Aber ich bin ein langsamer Leser.
Wenn ich nun pro Seite 4 Minuten im Durchschnitt ansetze, gehe ich doch von einem relativ schnellen Leser aus.
496 Seiten * 4 Minuten = 1984 Minuten
1984 Minuten = 33 Stunden und 4 Minuten
Wenn ich 8 Stunden am Tag lese (was ich in der Realität nicht fertig bringe, und ich muss berufsbedingt viele Bücher lesen), dann dauert es 4 Tage, 1 Stunde und 4 Minuten, bis ich das Buch gelesen habe.

Daraus ergibt sich folgendes Szenario:
Erscheinungsdatum: 2. April 2012
Der 2. April 2012 war ein Montag.
Öffnung der Buchhandlung: 9:00 Uhr
Sofort das Buch kaufen, sofern es bereits geliefert, vorrätig ist und schon ausgepackt im Laden präsentiert wird.
Daheim angekommen, muss ich sofort zu lesen beginnen, damit ich gerade noch rechtzeitig fertig werde, bis ich 4 Tage später die Rezension schreiben kann.
Starke Leistung.
Kann ich mir nur nicht vorstellen.

Mehrere Möglichkeiten:
- Der Rezensent hat Urlaub. Dann aber hat er meinen Respekt. Kann ich mir zwar immer noch nicht vorstellen....
- Der Rezensent liest mindestens doppelt so schnell, also 2 Minuten pro Seite. Respekt, kann ich mir aber auch nicht vorstellen, denn auch 4 Stunden pro Tag ist außerordentlich viel. Und wie genau wird dann gelesen?
- Der Rezensent liest selektiv und/oder diagonal. Kann ich mir zwar vorstellen, aber dann ist es schon besonders mutig eine Rezension zu schreiben.
- Der Rezensent hat alles nur überflogen und sagt sich, kenne ich schon alles.....warum schreibt er dann eine Rezension?
- Der Rezensent hat es nicht gelesen und hat andere Absichten. Kann ich mir vorstellen.
- Der Rezensent hat alles nur überflogen und hat andere Absichten. Kann ich mir recht gut vorstellen.

Realistische Rechnung, wenn ich das Buch so lesen würde, dass ich eine zutrffende Rezension schreiben könnte:

496 Seiten * 7 Minuten = 3472 Minuten
3472 Minuten = 57 Stunden und 52 Minuten
Pro Tag kann ich vielleicht als Normalbürger 2 Stunden zum Lesen aufbringen, wenn ich das Buch regelrecht verschlinge und ich noch ganz normal beim Arbeiten bin. Dann brauche ich aber fast einen Monat, um das Buch gelesen zu haben.

Mir ist es auch schleierhaft, wie man es schafft, ein solches Buch in so kurzer Zeit zu lesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.04.2012 15:34:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.04.2012 19:16:24 GMT+02:00
Retro Kinski meint:
Herr oder Frau Rupi,

auf jeden Fall scheinen Sie eine Menge Zeit für solche sinnlosen Berechnungen zu haben. Eigentlich muß ich mich nicht rechtfertigen, aber es scheint Ihnen ja wichtig zu sein. Bis auf einige Kapitel ist es kein Wissenschaftsbuch mit komplexen Sachverhalten. Es ist je nach Vorbildung schnell zu lesende Wissenschaftsprosa und -erzählung mit diversen fachlichen Kapiteleinschüben. Ja, ich lese sehr schnell (es war die urlaubsgeprägte Osterwoche) und habe das Buch in vielen Stunden pro Tag und Nacht gelesen und quasi verschlungen. Ich habe fast alle Bücher in deutscher Sprache zu diesen und ähnlichen Themen.

Wie Sie über meine Absichten spekulieren ist anmaßend und der Grund ist mir schleierhaft. Und dann können Sie sich auch "nicht vorstellen", dass ich Urlaub habe, interessant was sie alles zu wissen glauben. Spielt Urlaub bei mir viell. überhaupt eine Rolle ? Vielleicht bin ich ja durch Krankheit oder Behinderung ans Bett gefesselt und habe sehr viel Zeit zu lesen ? Oder bin Schüler, Student oder arbeitssuchend und habe alle Zeit der Welt. Und Sie sinnieren über den "Normalbürger" und wieviel Zeit ich als Person - deren Lebensumstände Sie nicht kennen - zum Lesen haben könnte ?

Und wie Sie über die potentielle Lesegeschwindigkeit in bezug auf ein Buch, das sie nicht einmal angefangen haben zu lesen ("ich nehme an, dass es kein Bilderbuch ist) mutmaßen, ist schon abenteuerlich...Ihrem oberlehrerhaften Ton zufolge sind Sie wahrscheinlich einfach nur Lehrer, dies wäre aber nicht schlimm. Und dass Sie dann aufgrund Ihrer o.g. Spekulationsarie noch "nicht hilfreich" klicken auch nicht. Insbesondere für ein Buch welches sie nicht kennen und ohne sich mit meinen inhaltlichen Bemerkungen auseinandergesetzt zu haben.
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