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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Moonchild (Sondereinband)
Aleister Crowley hat sehr viel geschrieben, darunter aber meines Wissens nur diesen einen Roman. Daran mag es wohl liegen, daß viele seiner Leser, die sich für seine nichtfiktiven Werke begeistern, an "Moonchild" weniger interessiert sind, vielleicht weil sie Crowleys Bücher lieber "ernsthaft studieren" wollen. Nachdem ich es gelesen habe, habe ich jedoch den Eindruck, daß das vorliegende Buch weniger einen Roman als vielmehr eine Art Lehrbuch in etwas "verdaulicherer" Form als bei Crowley leider sonst üblich darstellt. Zwar können möglicherweise auch Leser, die weder wissen, was Crowley sonst noch geschrieben hat noch diesen Zustand ändern wollen, "Moonchild" lesenswert finden, den meisten Nutzen und Spaß wird daran aber jemand finden, der sich mit Crowley "Magick" schon ein wenig befaßt hat. Nutzen deshalb, weil hier einiges wesentlich klarer gesagt wird als man es anderswo findet - gerade moralische Fragen werden relativ ausführlich erörtert. Spaß? Nun, Crowley versteht es wesentlich besser als man vermuten könnte, flott und mit einem angenehm zynischen Humor zu schreiben. Viele "Insiderwitze" wird auch nur der Leser verstehen, der beispielsweise das "Kleinere Bannritual des Pentagramms" kennt. Nichtsdestoweniger gibt es auch einiges an "Moonchild" zu kritisieren. Die des öfteren eingeschobenen moralistischen Passagen können durchaus störend auffallen und auch die langen Tiraden über (und gegen) Schwarzmagier sind dem Lesevergügen eher hinderlich, wenn auch gut gemeint. Und dann das Thema Frauen: als "Moonchild" 1917 entstand, mag es in dieser Hinsicht noch politisch korrekt gewesen sein, heutzutage wird sich der Autor mit gewissen Anmerkungen aber keine Freunde machen. Auch sind die weiblichen Charaktere wenig plausibel beschrieben. Insgesamt kann ich dieses Buch trotz der genannten Vorbehalte besagter Zielgruppe sehr empfehlen. Außerdem können die meiner Meinung nach "störenden" Teile auch den Zweck erfüllen, den Leser zu erinnern, nicht alles zu glauben, was "geschrieben steht" und dieser Zweck ist bei einem derartig "belehrenden" Buch sehr lobenswert, ob nun beabsichtigt oder nicht.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
04.04.2013 14:12:12 GMT+02:00
Peter meint:
Hi, es gibt noch einen weiteren Roman von Crowley namens "diary of a drug fiend", der sehr lesenswert ist. Ich glaube allerdings es gibt keine deutsche Übersetzung. Viel Spaß beim Lesen!
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