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66 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
= Spaßfaktor:
Rezension bezieht sich auf: Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn (Videospiel)
... an dem die Herr der Ringe Lizenz nicht mehr für Qualität steht und der Spielspaß und jegliche Abwechslung erlischt. Doch dieser Tag ist noch fern, denn jetzt kommen die Abenteuer von Aragorn.Naja zumindest so oder so ähnlich könnte Aragorns Rede in der heutigen Zeit aussehen. Denn das neue Herr der Ringe spiel kann sich durchaus sehen lassen. Ich muss selbst zugeben das ich beim Kauf des Spiels keine zu hohen Erwartungen an dieses gerichtet hatte, ich erhoffte mir einfach mal wieder ein nettes Hack'n Slay im Stile von z.B. "Die Rückkehr des Königs". Doch der Reiz des Spiels liegt gewiss nicht bei den Kämpfen allein sondern viel mehr bei den vielen Kleinigkeiten die dieses Spiel so schön gestalten. Aber genug um den heißen Brei geredet... Story: Die Story die man nachspielt und im Spiel vom Sam erzählt wird, der seinen Kindern diese aus einen Buch vorliest, ist letztendlich natürlich die Herr der Ringe Triologie. Allerdings schließt es auch an den dritten Teil hin und wieder an, wo man von Hobbit Sam, den Sohn (der ebenfalls Frodo heißt) steuert und hilft ein großes Fest für Aragorn zu organisieren. Denn der König höchst persönlich besucht das Auenland. Ansonsten verfolgt man die klassische Herr der Ringe Story komplett aus Aragorns Sicht. Allerdings kann man mit Sams Sohn einige Aufgaben machen wo sich die Halblinge einbilden sie wären Frodo und man muss beispielsweise gegen eine eingebildete ( im Spiel durchsichtige) Kankra kämpfen. Das hört sich jetzt etwas seltsam an, fügt sich aber durchaus ganz nett in das Spielgeschehen ein. So weit also zur Story. Grafik: Das Spiel ist in einer sehr putzigen Comic Grafik gestaltet. Die Umgebungen und die Gegner sind allesamt sehr schön anzusehen. Besonders Bree oder Bruchtal sehen wirklich hübsch aus. Das die Grafik schlecht ist kann ich also in keinen Fall bestätigen für Wii Verhältnisse würde ich sagen ist es "gut". Sound: Die Musik ist zum einen der alt bewährte aber immer noch grandiose "Herr der Ringe" Soundtrack, zum anderen wurde es aber auch um eine viel Zahl von Stücken erweitert die sich wirklich gut in das Spielgeschehen einfügen. Ansonsten sind die Geräusche wirklich super und stützen die Atmosphäre in jeder Hinsicht. So hört man in einen Sumpf alles mögliche an Tieren quaken und summen und in einen dunklen Wald hört man hin und wieder einen Wolf heulen oder aus weiter Ferne einen Nazgul kreischen. Was die Synchronisation betrifft wurde während des Spiels überwiegend auf Sprachausgabe verzichtet und man muss viel lesen. Ansonsten hat man dies zum großteil sehr geschickt gelöst und einfach original Zitate aus den Film genommen. Wenn dann allerdings doch mal im Spiel ohne Filmzitate gesprochen wird kann einen dies etwas verwirren. So hat Gimli manchmal nicht seine kratzige Stimme aus den Filmen sondern die von Benjamin Blümchen. Sam, der am häufigsten im Spiel zu Wort kommt, hat allerdings eine komplett originale Synchronisation. Ansonsten kann man jedoch nicht sagen das die Synchronistation misslungen ist. Einer von den Hobbits in Hobbingen hat z.B. die Stimme von Thadäus und auch ansonsten kommen einen viele Stimmen bekannt vor. Gameplay: Wie bereits erwähnt, ist dieses Spiel nicht einfach nur ein Hack'n Slay sondern besitzt auch viele Rollenspiel Elemente. Man kann in Städten wie Bree, Bruchtal oder Edoras mit den Dorfbewohnern reden und einige von ihnen geben einen auch sogenannte Nebenquest, also Quest die man, sofern man will zusätzlich erledigen kann. Diese Quests fallen je nach Level recht unterschiedlich aus. Manchmal muss man etwas verteidigen, bestimmte Kreaturen töten oder bestimmte Gegenstände sammeln. Besonders diese Quest, treiben letztendlich die Spielzeit in die Höhe. So kann man Bruchtal, sofern man nur die Hauptquest macht breits nach ca. 30 Minuten verlassen. Wenn man sich aber die Zeit nimmt und alle Nebenquest macht kann man dort sogar an die 3 Stunden verharren. Das erledigen der Nebenquest wird allerdings auch reichlich belohnt. So erhält man beispielsweise dadurch Verbesserungen der Waffen und Fähigkeiten oder aber auch einfach Gold. Letzteres ist für den Gesamtverlauf des Spiels von großer Bedeutung. Man kann sich mit den Gold Tränke kaufen, oder aber auch zahlreiche Verbesserungen freischalten. Z.B. das man mehr Pfeile im Köcher tragen kann oder mehr prozentualen Schaden gegen einen gewissen Gegnertypen macht. Was ansonsten für Fans noch besonders interessant sein könnte ist das suchen und sammeln von zahlreichen Wissensgegenständen ( die mit einen Feder-Symbol verseht sind). Diese können Berichte und Tagebucheinträge sein oder aber auch bestimmte Gegenstände die einen dann etwas über die Geschichte verraten. So findet man unter anderen die versteinerten Trolle, die Bilbo in "Der Hobbit" kochen wollten oder Seiten aus einen Buch, die einen viel über die Geschichte Aragorns verraten. Es gibt also viel zu entdecken denn die Umgebung ist je nach Mission relativ frei erkundbar. Eine weitere erwähnenswerte Funktion ist die, dass wenn man beispielsweise einen Questgeber oder einen Ort zu den man hin muss nicht findet, einfach kurz den A-Knopf gedrückt halten kann. Es erscheint dann eine Art Lichtkegel der einen zeigt wo man hin muss. Eine sehr schöne Funktion wie ich finde da man sich in großen Städten sehr leicht mal verirren kann, man aber auch die Möglichkeit hat diese Funktion auch außen vor zu lassen wenn man lieber alles auf eigene Faust finden möchte. Die Kämpfe in " Die Abenteuer von Aragorn" machen wirklich spaß und bringen bis zum Ende des Spiels recht viel Abwechslung. Die Wii Steuerung wurde sehr erfolgreich in das Spielgeschehen miteingebracht. Wenn man nach oben schlägt, schlägt Aragorn nach oben, sticht man nach vorne, stürmt Aragorn nach vorne und macht dies ebenso. So muss man bei Kombos wirklich auf seine Bewegungen achten und fuchtelt nicht einfach ständig mit der Wii Fernbedienung durch die Gegend. Auch die verschiedenen Waffentypen erheitern das Spielgeschehen. Zuerst besitzt man nur Schwert und Schild, während dessen sich im späteren Verlauf Fackel, Bogen und Speer dazugesellen. Diese muss man auch, je nach Gegnertyp unterschiedlich einsetzen. Spinnen und Wölfe sind beispielsweise gegen Feuer empfindlich währenddessen Wargreiter oder Trolle mit einen Speer schnell das zeitliche segnen. Hier hab ich leider auch einen der größten Kritikpunkte des Spiels zu melden: Es ist zu leicht! Zwar gibt es 3 verschiedene Schwierigkeitsstufen (Hobbit,Waldläufer,König), allerdings kommt man selbst auf der höchsten nur sehr selten bei einen Kampf ins Bedrängnis. Ich empfehle daher erfahreneren Spielern gleich die höchste Stufe auszuwählen. Wie aber bereits erwähnt machen die Kämpfe wirklich Spaß, insbesondere in den großen Schlachten wie Helms Klamm oder Minas Tirith hat man das Gefühl, sich wirklich in dieser Schlacht zu befinden. Besonders weil in diesem Spiel die Verbündeten eine echte Hilfe sind und nicht einfach nur verwirrt in der Gegend rumstehen.So hat man nie das Gefühl allein zu sein weil man immer, mindestens von Gimli und Legolas begleitet wird. Man muss allerdings auch nicht den Babysitter für diese spielen. Falls nämlich welche der Helden in Bedrängnis geraten, knien sie sich einfach hin und fangen an grün zu leuchten. Man kann ihnen dann in wenigen Sekunden mit drücken des A-Knopfs wieder auf die Beine verhelfen. Was auch sehr schön ist: Aragorn besitzt im späteren Verlauf Fähigkeiten wie den "Schlachtruf", der alle befreundeten Truppen für eine kurze Zeit stärker macht und dies spüren die Gegner dann auch. Ein anderes Beispiel wäre das eine Horde Trolle auf die Truppen zukommt. Verängstigt heben sie die Schilder vor ihre Gesichter und zittern förmlich. Aber kein Problem, mit der Fähigkeit "Sammeln" bekommen die Truppen wieder neuen Mut und stürzen sich todesmutig in die Schlacht. Diese Funktionen gefallen mir bei "Die Abenteuer von Aragorn" besonders da man nicht nur für sich kämpft sondern auch darauf achten sollte was die befreundeten Soldaten so treiben. Mich persönlich hat dies auch aufgrund der Comic-Grafik auf positive Weise an Overlord erinnert. Diese Fähigkeiten kosten allerdings Energie die sich durch besiegen von Gegnern wieder auflädt. Man kann mit dieser auch besonders starke Angriffe durchführen. Ein kleiner Makel bei den Kämpfen ist allerdings der, dass die Kamera komplett automatisch gesteuert wird. Dies nervt aber nur minimal denn wenn Aragorn z.B. von hinten von einen Ork angegriffen wird dreht er sich sofort zu diesen um. Multiplayer: Der zweite Spieler spielt Gandalf der sich von den Fähigkeiten auch durchaus erheblich von Aragorn absetzt. Er kann beispeilsweise Aragorn heilen oder ihn für kurze Zeit einen Schild geben der ihn unverwundbar macht. Der zweite Spieler kann problemos jederzeit in das Spiel mit ein- oder aber auch aussteigen. Bei Missionen wo Gandalf eigentlich nicht dabei ist erscheint er dann einfach aus heiteren Himmel. Es gibt auch in so gut wie jeden Level, Truhen und Vasen zu finden die von einer magischen Barriere geschützt und nur von Gandalf zerstört werden können. Wer also in jeden Level wirklich alles finden möchte kommt nicht drum herum das Spiel zu zweit durchzuspielen. Wo der dritte Minuspunkt läge,denn Gandalf ist leider nur für den zweiten Spieler zugänglich. Fazit: "Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn" erfindet groß nichts neu. Allerdings bringt der gesunde Mix aus Action- und Rollenspielelementen wirklich spaßige Stunden mit sich. Das Spiel ist also nicht direkt vergleichbar mit den alten Fimlmspielen. Der Spielumfang ist auch recht in Ordnung. Ungefähr 8-10 Stunden. Wenn man dann noch wirklich alle Nebenquests abschließen und alle Gegenstände und Artefakte finden möchte, kommen noch jede Menge Spielstunden dazu. Ich persönlich finde ja, dass EA noch nie ein wirklich schlechtes Herr der Ringe spiel rausgebracht hat. Aber bei " Die Abenteuer von Aragorn" ist alles mal wieder richtig gut worden. Endlich wieder ein Herr der Ringe Spiel was wirklich 100% Herr der Ringe ist. Besonders Herr der Ringe Fans sollten hier also auf ihre Kosten kommen, da im großen und ganzen nur dort dazu gedichtet wurde wo es auch in ordnung war und sich ansonten sehr strikt an die original Filmstory gehalten wurde. Den Kauf des Spiels bereuhe ich also in keinster Weise, ich würde sogar sagen, dass meine Erwartungen etwas übertroffen wurden. Von mir also 5/5 von Sternen. Ich hoffe bloß, dass sich nicht allzu viele durch die "schlechte" Grafik (die gar nicht schlecht ist) abschrecken lassen. Denn es wäre sehr schade wenn dieses wirklich gute Herr der Ringe Spiel kein Kassenschlager wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
Von 1 Kunden verfolgt
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
05.11.2010 17:36:19 GMT+01:00
Jens Torbohm meint:
Ich kann mich den Test absolut anschließen. Nach den enttäuschenden Force Unleashed 2 für die Wii ist das Spiel mal der absolute Burner. Genau das Herr der Ringe Spiel was ich mir schon immer gewünscht habe. Ich habe die beiden PS2 Titeln geliebt und dieses Spiel setzt nochmals einen drauf. Ich finde das Spiel wurde absolut unterbewertet weil für mich ist es einer der Geheimtipps 2010 für die Wii.
Veröffentlicht am
06.01.2011 11:58:17 GMT+01:00
BelaFarinRod meint:
Stimme dir voll und ganz zu mit deiner Rezension! Was mich ebenfalls stört ist, das es zu leicht ist, viele Gegner sind nach 1 oder 2 Schlägen erledigt! Naja aber hab das Spiel noch nicht durch (hab grad Bruchtal beendet), mal sehen was noch so kommt! Finde es gut das man Nebenquests machen kann, ist zwar manchmal mit viel Lauferei verbunden, aber nun ja das gehört nun mal dazu!
Zu der Stimme von Gimli: Also ich finde, der hat die Stimme von Mr Krabs (Spongebob) ;-)
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
07.01.2011 23:05:24 GMT+01:00
GamerGuru meint:
vielen dank.
die stimme von benjamin blümchen ist so viel ich weiß auch die gleiche wie die von Mr. Krabs.
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
27.01.2011 11:29:02 GMT+01:00
Ein Schelm meint:
Stimmt, Mr. Krabs und Benjamin Blümchen werden beide von Jürgen Kluckert gesprochen.
Ansonsten eine sehr gute Rezension, auch wenn ich anderer Meinung bin.
Veröffentlicht am
11.01.2012 19:25:29 GMT+01:00
Vinod Kumar Aggarwal meint:
Hat Gandalf auch ein eigenes Inventar und kann auch er sich Sachen freischalten?
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