Kundenrezension

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Muttertagsgeschenk, 6. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Takin Tahoe Tonight [Dig] (Audio CD)
Neben Las Vegas gab Elvis auch in Lake Tahoe/Nevada im Laufe seiner Karriere mehrere Gastspielreihen. Eine davon fand im Mai 1973 statt. Begonnen hatte sie am 04.05. und ursprünglich sollte sie bis zum 20.05. dauern. Doch nach der Mitternachtsshow vom 17.05. sagt Elvis die weiteren Konzerte wegen einer Erkältung und Schmerzen in der Brust ab. Doch zuvor gab er am 13.05. morgens um drei Uhr eine spezielle Show zum Muttertag. Übrigens vermeldete ein britischer Radiosender zu diesem Zeitpunkt, dass Elvis am Londoner Flughafen Heathrow vom Zoll aufgehalten worden sei - später stellte sich heraus, dass es sich nur um einen Imitator gehandelt hatte.
Elvis beginnt die Show obligatorisch mit „See See Rider" und dem Medley „I Got A Woman/Amen". Er scheint mit der frühen Stunde ein paar Probleme zu haben, er klingt etwas müde, spielt auch mit dem nächsten Song, „Help Me Make It Through The Night", darauf an. Ohne viel zu reden - typisch für Elvis 1973 - geht er zum „Steamroller Blues" über. Nun erst begrüßt Elvis sein Publik mit einem kurzen „Guten Morgen, meine Damen und Herren". Und schon stimmt die Band „You Gave Me A Mountain" an.
Mit „Love Me" leitet Elvis in einen kurzen Oldieblock, der nach einem schwachen "Blue Suede Shoes" in einem Medley aus „Long Tall Sally/Whole Lotta Shakin' Goin' On/Mama Don't Dance/Shake, rattle And Roll" endet.
Es folgt eine schöne Version von "My Way". Elvis stimmt nun „Hound Dog" an, erst relativ langsam, dann etwas flotter. Richtig Freude scheint er an diesem Rock'n'Roll-Klassiker aber nicht mehr zu haben. Trotzdem wirkt Elvis beim folgenden „What Now My Love" wacher als zuvor. Mit dem Kommentar „I like it" beendet er den Vortrag, es folgt „Suspicious Minds". Leider scheint Elvis' kurzer Anflug von Wachheit wieder vorbei zu sein, er quält sich förmlich durch diesen Klassiker, zwischendurch ist es Charlie Hodge der singt, nicht Elvis. Auch klingt seine Stimme wieder sehr strapaziert. Macht sich da etwa schon die Erkältung bemerkbar, die ihn vier Tage später zum Abbruch des Engagements veranlassen sollte?
Wie gesagt, 1973 hat Elvis wenig gesprochen - und so fällt auch die Bandvorstellung entsprechend kurz aus (knapp über eine Minute). Während dem folgenden „I'll Remember You" kann sich Elvis einen weiteren Seitenhieb auf die außergewöhnliche Zeit für diese Show nicht verkneifen. Am Ende bekommt er einen nicht erklärbaren Lachanfall (dem aber der Charme der berühmten Lachversion von „Are You Lonesome Tonight?" fehlt...). Dieser setzt sich auch noch in „I Can't Stop Loving You" ein wenig fort. Doch bald schon findet Elvis die gewohnte Seriosität und Energie, mit der er diesen Ray Charles-Klassiker sonst immer präsentierte. Von „Bridge Over Troubled Water" präsentiert Elvis eine wunderbare Fassung - die letzte Strophe wiederholt er sogar noch einmal. So langsam scheint er wirklich wach geworden zu sein! Nun will er auch noch „The Impossible Dream" spielen, doch dafür fehlen die Noten. Das gilt auch für „For The Good Times". Schließlich entscheidet sich Elvis für „Funny How Time Slips Away". Und das kann man durchaus als Glück bezeichnen, singt er doch eine unheimlich schöne Version dieser Ballade. Noch einmal versucht Elvis, seine Band für „The Impossible Dream" zu begeistern, gibt das Intro vor - doch wieder wird nichts daraus. Stattdessen entscheidet sch Elvis für „It's Over". Zwischendurch hat er ein paar Aussetzer im Text, ansonsten aber handelt es sich auch hier um eine schöne, sehr ruhig vorgetragene Version.
Fehlten der Band für „The Impossible Dream" und „For The Good Times" noch die Noten, schaffen sie es nun, Elvis bei seinem plötzlichen Einfall „Release Me" zu singen, zu bgleiten. Elvis bricht das Lied dann aber nach einer halben Minute ab, sagt stattdessen „Faded Love" an. Eine sehr ruhige Fassung dieses Countrysongs, den er 1970 in Nashville aufgenommen hatte - aber doch eine kleine Sensation, hier eine improvisierte Livefassung zu hören!
Obwohl man das Gefühl hat, dass das Konzert hier eigentlich erst richtig beginnt war es das aber schon wieder. Elvis will ins Bett und verabschiedet sich mit „Can't Help Falling In Love".
Dem Hörer der CD werden nun aber noch zwei Bonussongs geschenkt, beide stammen aus der Mitternachtsshow der selben Nacht. Und hier klingt Elvis wirklich noch um einiges munterer! Nach einer wunderschönen Fassung von „I'm Leavin'" folgt mit „A Big Hunk O' Love" Rock'n'Roll pur.
Die auf „Takin' Tahoe Tonight!" veröffentlichte Muttertagsshow ist mit Sicherheit nicht die beste, die Elvis jemals gegeben hat. Und mit Sicherheit auch nicht die beste aus dem Engagement. Elvis klingt über zwei Drittel der Show einfach nur müde. Erst zum Schluss hin beginnt er aufzuwachen, was dann zu solchen Perlen wie „Faded Love" führt. Trotzdem, für den „normalen" Fan dürfte die Show zu dürftig sein. Lediglich die 100%-Elvis-Fans dürften hier wirklich auf ihre Kosten kommen. Aber wahrscheinlich erschien diese Show auch aus diesem Grund unter dem Sammlerlabel von „Follow That Dream"-Records.
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B. Langer
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