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schiefe Ebene,
11. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
Nachvollziehbar ist die Reaktion all jener, die dieses Album hassen. Es beginnt spektakulär, fast schon 'Homogenic', eigenartige Klänge überall und zu klassischen Björkbeats zusammengefasst. 'The Dull Flame Of Desire' - ein über 7 minütiges Duett mit Antony (wer auch immer das ist). Schiffshörner. Metallisches Scheppern. Bongos und Djemben. Tribal beats.
Nach den ersten vier Stücken beginnen nun zunehmend die Eigenheiten des Albums, die Musik wird weniger, die Hörbarkeit schwieriger, und die viel versprochene Eingängigkeit bleibt völlig stecken. Endlos, mantrisch wiederholte Beats, freejazzige Lärmausbrüche, dann wieder Stille. Und eben diese zu weit verbreitete Stille (Song 5-7) ist mir den Punkteabzug wert, denn Björk ist für mich am besten, wenn sie zornig ist ('Army of me'), oder lebendig ('Pagan Poetry'), oder wenn sie träumt ('Possibly maybe').
Zum Abschluss gibts das poetisch-tragische 'Hope', das punkig-verzerrte 'Declare independance' (da ist sie endlich zornig) und 'My Juvenile', ein Lied für ihre Kinder (diese Stille!).
Die Texte wie üblich surreal, ebenso wie das wunderbar bunte Artwork. Über das selten dämliche Digipack-design wurde bereits weiter unten geschrieben.
Naja, als Fazit kann ich nur sagen: Wer Björk nicht näher kennt, soll sich diese Scheibe keinesfalls zulegen - eher 'Homogenic' oder 'Post'. Und wenn ich es aushalte, werd ich mir die Scheibe so lange anhören, bis sie mir gefällt. Aber das kann dauern.
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