Kundenrezension

272 von 363 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Niemand ist sicher..., 23. Mai 2013
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Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Into Darkness (+ Digital Copy) [Blu-ray] (Blu-ray)
Man kann es nicht jedem recht machen. Das wissen Sie, das weiss ich, und J.J. Abrams kann sowieso ein Lied davon singen. Als man ihm das tot geglaubte STAR TREK-Franchises übergab und 2009 sein Preboot mit dem schlichten Namen „STAR TREK“ vorzeigte, hat er reichlich alte Fans erreicht, viele Gewohnheitsseher dazu gewonnen, die vorher nie allzu großes Interesse am Sci-Fi-Kult pflegten... Und natürlich – das war nicht zu vermeiden - den erzkonservativen Teil der Fanbase verschreckt. STAR TREK (= ST) goes Blockbuster ! Neue Zeitlinie ! Alte Crew mit jungen Gesichtern ! Diese Frischzellen-Kur mochten viele, aber nicht alle.
Was hätte Abrams – als die Kunde über die annahende Fortsetzung umging - nun machen sollen ? Sich wieder an die merklich in die Jahre gekommenen Trek-Konventionen ketten lassen oder den neuen, modernen Kurs beibehalten, den er vor vier Jahren gesetzt hat ?
Abrams bleibt konsequent und zieht sein Ding durch, versucht erst gar nicht, seinen Film für die Analytiker untern den ST-Anhängern auf Biegen und Brechen anzupassen, denn damit wäre er – wie schon andere Regisseure vor ihm – so oder so auf keinen grünen Zweig gekommen. Warum sollte er auch ? Er hat das Franchise entstaubt und gemäß dem heutigen Kino-Zeitgeist frisiert. Dies war notwendig und folgerichtig (ich weiss, Erztrekkies werden hier lauthals Einspruch erheben, aber damit muss man ohnehin rechnen), denn ST befand sich in einer Krise und wäre sonst eines unrühmlichen Todes dank zweier Big Fails („Nemesis“ und „Enterprise“) gestorben. Neue Fans sind dazu gekommen, und von den Alten sind auch genügend auf den Preboot-Zug aufgesprungen, der aus der TOS-Serie nur zu bekannten und wieder eingeführten Leichtigkeit sei Dank. Daran hat sich auch beim neuesten Space-Abenteuer „STAR TREK INTO DARKNESS“ (= STID) nichts geändert. Abrams‘ Trek bleibt dem Stil seines Vorgängers treu, will heissen: Es wird viel gemenschelt, der Humor sprudelt geradezu heraus, es gibt allerschönste Sci-Fi-Action und natürlich blitzen wieder Lichtreflektionen durchs Bild – eben typisch Abrams ;). Wer schon mit ST 2009 nicht warm wurde, wird es mit aller Wahrscheinlichkeit auch mit dessen Sequel nicht werden. Wer hingegen seine helle Freude am Neustart hatte, kann sich auf einen neuen, deutlich düsteren Trip ins All mit vielen Höhepunkten einstellen, welcher von Anfang bis Ende bestens unterhält.

Captain James T. Kirk wird für seinen Übereifer bestraft, weil er gegen die Oberste Direktive verstoßen hat - und das gleich zweimal. Durch sein Eingreifen hat er die primitive Bevölkerung des Planeten Nibiru vor ihrer Vernichtung durch einen aktiven Vulkan gerettet und sich mitsamt der USS Enterprise zu erkennen gegeben, als er Spock vor dem sicheren Tod innerhalb des Vulkans bewahrte. Solch eine Einmischung in die natürliche Entwicklung fremder Spezies wird nicht geduldet, und das kostet ihm den Rang des Captains und sein Schiff. Nur durch das Wort von Admiral Pike - seines väterlichen Mentors – kommt er haarscharf um eine Extra-Runde Schulbankdrücken auf der Sternenflotten-Akademie herum und wird zu Pikes 1. Offizier degradiert. Kirks Frust über diese Entscheidung währt aber nicht lange, da wegen eines Terroranschlags in London alle führenden Köpfe ins Sternenflotten-Hauptquartier bestellt werden. Genau dieses Zusammentreffen ist das erhoffte Ziel von John Harrison, einem Ex-Agenten aus den eigenen Reihen, auf dessen Konto die Londoner Ereignisse gehen. Es kommt zu einem tödlichen Attentat, bei der ein Großteil der Admiralität umkommt, nur Kirk kann noch Schlimmeres verhindern.
Der Abtrünnige flieht nach Qo'noS (Heimatplanet der Klingonen), mitten in feindliches Gebiet. Kirk bietet sich an, persönlich die Verfolgung aufzunehmen und ihn auf Befehl auszuschalten. Er jagt diesem Mann hinterher und findet ihn, doch schnell stellen er und seine Crew fest, dass hinter Harrisons Taten weit mehr steckt, ebenso an seiner wahren Identität…

Abrams hat wie schon bei seinem ST-Erstling sehr gut verstanden, was bei einem ST-Film immens wichtig ist: dass er nur dann wirklich funktioniert, wenn die gesamte (!) Crew die nötige Aufmerksamkeit bekommt und Teamfähigkeit ganz groß geschrieben wird. Genau das, was mir persönlich in den letzten "Next Generation"-Filmen immer irgendwie gefehlt hat. War ST 2009 noch als eine Einführung der Charaktere zu betrachten, so müssen Kirk, Spock und der Rest Geschlossenheit und gegenseitiges Vertrauen beweisen, ungeachtet vorhandener Spannungen untereinander und unterschiedlicher Standpunkte.
Und um eben diese geht es auch letztendlich. Ihre Aufgabe ist eine von ganz oben abgesegnete Search-and-Destroy-Mission (Harrison aufspüren und eliminieren), die für sich genommen mit der eigentlichen Zielsetzung der Sternenflotte (Friedensstiftung, Verteidigung, intergalaktischer Dialog und Forschung) unvereinbar ist und sich sogar negativ auf das längst angespannte Verhältnis zwischen Föderation und klingonischem Imperium auswirken könnte. Genau hier erkennt man, welchen großen Stellenwert die Charakterzeichnung der Crew in STID genießt, die sich besonders in der Beziehung zwischen Kirk und Spock, zweier völlig unterschiedlicher Persönlichkeiten, abfärbt. Spock (der kühle, logisch denkende Kopf) appeliert an die Vernunft seines Captains, von seiner von Rache getriebenen Jagd abzusehen und sich an die Sternenflotten-Vorschriften zu halten, den Verbrecher Harrison lieber vor Gericht zu zerren statt ihn gleich an Ort und Stille zu töten, während Kirk (der reaktionsschnelle Mann der Tat) seinem spitzohrigen Offizier zu erklären versucht, dass er jederzeit die Regeln brechen würde, um Leben zu schützen bzw. zu retten und lieber seiner Intuition folgt. Auch McCoy und Scotty mischen sich ein und hinterfragen die gemeinsame Mission und die Mittel für dessen Ausführung. Die Bewältigung interner Differenzen und die Erschließung eines gemeinsamen Konsens dient jener Message, die man von einem Trek-Abenteuer einfach erwartet: Ein gutes Schiff braucht eine starke Crew !

Innerhalb der Crew dreht es sich um elementare Dinge wie Freundschaft, Liebe, Vertrauen, der Gedanke an die Familie (ein im Film deutlich hervorgehobener, vieldeutiger Aspekt), Opferbereitschaft und die Angst vor dem Tod. STID orientiert sich auch wie viele andere ST-Filme vor ihm am aktuellen Zeitgeschehen und nimmt sich hier der Thematik des irdischen Terrorismus an, dessen Bekämpfung und die Frage nach der inneren Sicherheit - hier im ST-Universum in Form einer Bedrohung, die dieses Mal nicht von außen und in extraterrestrischer Form daher kommt, sondern von innen. Eine, die sich Hardliner der Sternenflotte selbst ins Haus geholt und heraufbeschworen haben.
Damit hat STID wieder einiges an „klassischen“ Trek-Werten, welche im Vorgänger vermisst und bemängelt wurden, erreicht aber nicht das philosophische Niveau der Picard-Reihe, wenn überhaupt. Doch das überrascht gar nicht. TOS ist nicht TNG, war nie wie TNG, und ebenso hat auch Abrams verjüngte Ur-Crew der Enterprise nichts mit der Next Generation gemein, welche vor jedem neuen Problem erst eine gemütliche Konferenz abhielt und bei einer Tasse Earl Grey nach Lösungen suchte. Kirk, Spock und Co. spucken lieber in ihre Hände und packen beherzt an, denn angesichts des Terrors und Chaos haben sie gar nicht die Luft dafür, große Reden zu schwingen. Taten müssen folgen, und zwar schnellstens.

In einem Punkt sollte man sich aber nicht täuschen lassen:
Die vorausgegangenen Teaser und Trailer erweckten den Eindruck eines ultradüsteren Terror-Thrillers im Space-Gewandt, der den Look und die Atmosphäre eines „The Dark Knight“ o.ä. nachzuahmen versucht und epische, viertelstündige Weltraumschlachten nach STAR WARS-Vorbild beinhaltet. Weit gefehlt. STID fällt zwar ernster und radikaler aus als das Vorwerk, hält aber trotz seiner Titelgebung „Into Darkness“ weiterhin an der locker-flockigen Grundstimmung fest, die man gerade von der TOS-Serie nur allzu gut kennt. Emotionen, Humoreinlagen und todchice, komprimierte Actionabschnitte mit edelsten Special Effects, all das liefert STID im punktgenauem Wechselspiel.

!!! ACHTUNG !AB HIER EINE DICKE SPOILER-WARNUNG !!!

Wie schon 2009 zitieren Abrams und Co. munter aus alten Episoden und Filmen der Shatner/Nimoy-Ära, wobei besonders dem reiheneigenen Meilenstein „Der Zorn des Khan“ viel Beachtung geschenkt wurde. Wegen genau diesen Fakts könnten wieder sehr konservative Alt-Fans Gift und Galle spucken, da der Hintergrund zur Figur John Harrison alias Khan Noonien Singh (so, jetzt ist es raus *g*) verändert wiedergegeben und Referenzszenen aus besagtem Film unter anderer Ausgangslage quasi nachgestellt werden. Die Begegnung zwischen DEM ST-Antagonisten und unseren Weltraum-Helden kommt demnach unter völlig anderen Voraussetzungen zustande. Persönlich sehe ich das nicht so eng. „Der Zorn des Khan“ diente unverkennbar als Inspiration, von einer 1:1-Kopie des Films kann hier dennoch nicht der Rede sein – die Story von STID ist eine völlig Andere, ebenso die Zielsetzung des bekannten Gegners. Die alternative Zeitlinie erlaubt es Abrams, neben neuen Geschichten auch bekannte Elemente einzubauen und so einen ganz anderen Kontext zu dem zu entwickeln, was man seit den 1960ern kennt. Warum auch nicht ?! Die Idee hinter der alternativen Realität würde ja angesichts der neuen Möglichkeiten sonst wenig Sinn machen und unausgeschöpft bleiben.
Ebenso bekommt man den Eindruck, dass sich Abrams und sein Team die Kritik an der Blitz-Beförderung Kirks zum Captain und der Zerstörung Vulkans - wie im Vorgänger geschehen - zu Herzen genommen haben und dementsprechend darauf "antworten", darum die erwähnte Standpauke von Admiral Pike mit der resultierenden Degradierung Kirks und das Streitgespräch zwischen Spock und Uhura hinsichtlich unterdrückter Gefühle. Ich interpretiere dies als „Versöhnungsgeschenk“ an die etwas ungehaltenen Fans, zumal passt es hervorragend in die Story hinein.

Hier komme ich auch zum einzigen, für mich entscheidenden Kritikpunkt am Film:
Ab dem Zeitpunkt, wo John Harrison seine wahre Identität preisgibt, kann das Filmerlebnis zweischneidig ausfallen. Sofern noch kein Seher mit der ST-Materie vertraut ist und erst mit der 2009er-Version auf Tuchfühlung gegangen ist, hat dies keinerlei Negativ-Folgen für den Filmgenuß. Für alle anderen, die sich mit der Historie der ursprünglichen ST-Zeitlinie bestens auskennen, ist der Überraschungseffekt für den Rest des Films nicht mehr so groß.

!!! SPOILER ENDE !!!

STID in kollossales Sci-Fi-Kino in Bild und Ton, und angesichts seines großem Budgets ist es schwer zu übersehen, dass wirklich jeder einzelne Cent in die top-designten Kulissen, Effekt-Technik, Bauten, Kostüme und Masken investiert wurde. Abrams zweiter Film fürs ST-Franchise zählt ohne Frage zu den wohl visuell schönsten, größten und beeindruckendsten Genre-Filmen der letzten Jahre (weiss sogar den ersten Abrams-Streifen zu übertreffen) und ist in diesem Kinojahr ohnehin konkurrenzlos.
Aber neben dem vorhandenem Material sind es vor allem die Darsteller, die STID richtig Leben und Seele geben.

Benedict Cumberbatch (Harrison alias ???) - Ein Klasse-Antagonist, Täter und Opfer zugleich. Nach dem eher schwach durchleuchteten Nero eine glasklare Steigerung in Sachen Schurken-Präsentation. Nicht nur sein Charisma, auch seine physische Präsenz macht echt was her.
Peter Weller (Admiral Marcus) – Zweiter "Bad Guy" in der Runde, der trotz seiner begrenzten Screentime sehr ausdrucksstark agiert.
Chris Pine (Kirk) - Blüht in der Rolle richtig auf, erinnert mitunter stark an die Shatnersche Art. Spielt seinen Kirk wie zuletzt als leidenschaftlichen Hitzkopf, Weltraum-Schürzenjäger und mutigen Enterprise-Captain.
Zachary Quinto (Spock) - Einfach toll. Gefällt besonders in ruhigen Szenen, ist u.a. für jede Menge trockenen Humor verantwortlich und kommt auch actionmäßig nicht zu kurz.
Karl Urban (McCoy) - DER Gaglieferant überhaupt. Würde DeForest Kelley noch leben, der hätte ihn wiederholt als würdigen Erben angenommen. Zynische Metaphern am laufenden Band. Dammit !!! ;)
Zoe Saldana (Uhura) - Gefällt als Powerfrau der Enterprise und kann hier ihr sprachliches Talent auf Qo’noS zum Besten geben. Nicht besser als vor 4 Jahren, aber auch nicht schlechter.
John Cho (Sulu) – Bleibt wie beim letzten Mal in jeder Situation cool und macht auch auf dem Captain's Chair eine gute Figur.
Simon Pegg (Scotty) - Kam dieses Mal öfters zum Zuge, konnte nicht nur bei Spaßeinlagen, sondern auch bei ernsten Tönen überzeugen.
Anton Yelchin (Chekov) - Was Scotty an Aufmerksamkeit dazu gewinnt, verliert er leider. Naja, im ersten Film war das noch genau umgekehrt. Hat die wenigste Leinwandpräsenz, für ein paar nette Auftritte hat es aber so eben noch gereicht.

Fazit:
STID hat mich schwer begeistert, gefällt mir gar einen Hauch besser als sein 4 Jahre älterer Vorgänger. Abrams hat alle Stärken seines ST-Debüts übernommen und die wenigen Schwächen ausgemerzt. Der neueste Warp-Flug in die Tiefen des Alls ist ein kurzweiliges Filmerlebnis aus Spaß, Bombast und Menschlichkeit. Den als Vorbild genommenen Franchise-Meilenstein kann er nicht überflügeln, dennoch gelingt es ihm weiterhin, das steinalte Franchise modern zu halten und reinstes TOS-Feeling auszustrahlen.
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Kommentare

Von 7 Kunden verfolgt

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1-10 von 48 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.05.2013 16:06:32 GMT+02:00
R. Reuss meint:
Bravo für diese gelungene Filmrezension. Es werden sicher ein paar Kommentare kommen, in denen die fehlende Blu-Ray-Kritik bemängelt wird. Das ist mit Hinblick auf das Veröffentlichungsdatum natürlich noch gar nicht möglich, aber Ihre Meinung zum _Film_ haben Sie (bis auf einige stilistische Mängel - siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Plenk) hervorragend wiedergegeben. Auch wenn ich nicht in allen Punkten übereinstimme: Danke dafür.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.05.2013 16:15:08 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.05.2013 16:16:55 GMT+02:00
Daniel meint:
Auch von mir Glückwunsch zur gelungenen Filmrezension. Inhaltlich und sprachlich auf den Punkt, sowie trotz der Länge sehr gut lesbar! Top!

Nichtsdestotrotz halte ich diese als Bewertung der Disk zum jetzigen Zeitpunkt für überflüssig und abschließend unmöglich. Weder können Sie etwas über die Qualität von Bild und Ton sagen, noch eine Aussage zu den Extras treffen. Ihre Aussagen beziehen sich alle auf das Erlebnis im Kino. Das Erlebnis "Film" ist sicherlich Hauptbestandteil dieses Produkts und sie können hier vieles aus dem Kino übertragen, eine abschließende Bewertung der Disk ist jedoch derzeit nicht möglich.

Entsprechend möchte ich Sie bitten, zukünftig auf derartige Vorabbewertungen eines noch nicht mal erschienenen Produkts zu verzichten. Ihre wirklich großartige Filmbesprechung wäre auf einer Seite für Filmrezensionen viel besser aufgehoben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.05.2013 20:07:08 GMT+02:00
S. K. meint:
Danke für das Feedback.

Das ewige Streitthema "Keine Rezi vor DVD/BR-Release" ist für mich eher uninteressant. Schaut man sich zu jedem einzelnen Filmmedium jede einzelne Rezension durch, ist es doch so, dass sich mind. 50% der Schreiber auf den Filminhalt beschränken. Der Rest besteht dann aus technischen Angaben, Lob-Hymnen über den Amazon-Versand oder sinnfreie Ein- bis Zweizeiler.
Ich zähle mich zu denen, die eben gerne über den Film schreiben und nicht über das nackte Medium. Wer sich daran stört, möge mich mit einen "Nicht-Hilfreich" strafen, denn knallharte Fakten zu den Bild- und tontechnischen Gegebenheiten sind aus meiner Sicht genauso wenig hilfreich, wenn man kein Highend-Equipment zuhause hat, um mitreden zu können.

Damit bestätigt sich witzigerweise gleich mein allererste Satz dieser Rezi ("Man kann es nicht jedem recht machen".) *g*

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.05.2013 07:30:42 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.05.2013 08:48:09 GMT+02:00
Daniel meint:
Leider kann ich Ihnen in diesem Punkt nicht zustimmen. Rezensionen vor Erscheinen eines Produktes sind und bleiben leider sinnlos. Viel zu oft scheint den Schreibern ein hoher Rang unter den Amazon-Top-Rezensenten wichtiger zu sein als eine komplette Produktbewertung.

Leider entwerten sie mit Ihrer Argumentation und Vorgehensweise ihre großartige Arbeitsleistung beim Erstellen der Filmkritik (--> denn nichts anderes ist es, eine Produkt-Rezension müsste eigentlich weiter gehen). Dass sich auch andere Rezensionen nach dem Release nur auf den Filminhalt beschränken bzw. qualititativ unterrirdisch sind, sollte für sie kein Argument sein, selbst keinen höheren Anspruch an ihre Gesamtleistung zu haben.

Ich finde es einfach nur schade. Die "nicht hilfreich" Bewertungen werden folgen und sind doch eigentlich völlig überflüssig. So landet ihre tolle Bewertung in wenigen Tagen irgendwo im Mittelfeld und wird von niemandem mehr gelesen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.05.2013 07:38:21 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.05.2013 07:47:49 GMT+02:00
S. K. meint:
Das "Risiko", im Mittelfeld zu landen oder nicht gelesen zu werden, muss man doch immer eingehen. Und auf einen hohen Rezensenten-Rang kommt es mir überhaupt nicht an. Ich schreibe einfach gerne und versuche, eine Empfehlung auszusprechen oder eben nicht. Es ist okay, wenn jemand was damit anfangen kann. Und genauso, wenn nicht.

Nur zur näheren Erklärung:
Mir ist eine technische Umschreibung eines Films wenig bis gar nicht hilfreich, wenn ein bestimmter Film der allerletzte Müll ist. Da rettet auch gute Bild- und Audiotechnik nichts.
Und manche Genres profitieren auch nicht unbedingt von hohen DVD-/BR-Standards. Oder was soll man beispielsweise bei einer harmlosen Komödie schreiben, wo der Ton sich von seiner "braven" Seite zeigt ?

Hoffe sie verstehen wie ich das meine.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.05.2013 08:43:58 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.05.2013 08:44:57 GMT+02:00
Daniel meint:
Das verstehe ich vollkommen und kann Ihre Position zumindest nachvollziehen. Nichtsestotrotz sind derartige Aspekte essentieller Bestandteil der Gesamtbewertung einer Disk. Ein toller Film mit miesen Features ist keine fünf Sterne wert. Und dazu können sie vor Erscheinen eines Produktes keine Bewertung abgeben.

Wie bereits geschrieben: Ihre Filmkritik würde sich auf einer Filmbewertungsseite toll machen. Hier ist sie leider unvollständig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.05.2013 02:03:39 GMT+02:00
Xavier Storma meint:
Gut geschrieben... aber mal ehrlich 5 Sterne? EHRLICH? Das hat dieser Film nicht verdient. Damit stellt der Rezensent ihn auf eine Stufe mit Meisterwerken wie ALIEN, STAR WARS, HERR DER RINGE etc.
Da muss man schon Abstufungen machen. Die Plotholes mit einbeziehen (warum parkt man ein Raumschiff unter Wasser? Warum hält man ein Notfall-Meeting in einem offen exponierten Wolkenkratzer? Warum benutzt man nicht einfach immer den Transwarp-Transporter? Warum kann man Khan auf Kronos erfassen aber nicht auf San Francisco und ihn einfach rausbeamen? Warum kopiert man 1 zu 1 TWOK?) und jeder sollte von einer 5 Sterne Wertung abkommen.

Perfekt insziniert? Keine Frage, definitiv.
Handlung? Maximal befriedigend... eher ausreichend bis ungenügend.

Ehrlich S.K., Sie sind einer der besseren Rezensenten auf Amazon (Ihre Rezensionen lese ich immer sehr gern... sehr fachlich, gut geschrieben! ). Revidieren Sie nochmal ihre Meinung! 4 Sterne sind das absolute Maximum!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.05.2013 09:58:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.05.2013 09:29:53 GMT+02:00
S. K. meint:
@ Xavier Storma

Sorry, aber könnte ich Ihnen auch die Frage stellen, warum ausgerechnet STAR TREK X (wie in einer Ihrer jüngsten Rezis) ebenfalls 5 Sterne abbekommen kann, wo er die TNG-Crew weitaus schlechter verabschiedet (und auch massig Logiklöcher zu bieten hat) als seinerzeit ST VI.

Sie gehen keinen Kompromiss ein, warum sollte ich das nun tun ?!

Die 5 Sterne bleiben, weil mir STID sehr viel Spaß gemacht und für mich als TOS-Fan all das hat, was ich von einem TOS-Abenteuer erwarte.

Und nur so nebenbei:
Ich stelle keinen ST-Film mit Alien, SW und Co. im Vergleich, da trenne ich bewusst. Die Wertung ist allein im Verhältnis mit den anderen Teilen des ST-Franchise zu verstehen.

Auch verstehe ich ihre plötzliche Wertungswandlung nicht.
STID ist abgesehen von der Story kaum anders als ST 2009, und während sie dem jüngsten ST-Film 3 Punkte geben, verdient der Vorgänger nur einen (!) ?! Das beisst sich doch irgendwo.

Seien wir doch mal ehrlich:
Sie sind als ST-Fan nicht weniger subjektiv wie ich.
Und in Sachen STAR WARS ist es bei Ihnen ja noch extremer (alle SW-Prequels kritiklos mit je 5 Sternen ? Episode 1 ein Meisterwerk ??? WTF ?????? ).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.05.2013 12:29:51 GMT+02:00
Xavier Storma meint:
Touche... Der Punkt geht an Sie.

Wobei NEMESIS im Plot weit weniger logische Lücken aufweißt und zumindest mit Anspruch punkten kann. Die Frage ist einfach, was man von einem STAR TREK Film erwartet. Für mich gehört Anspruch einfach dazu. Und das hatte nunmal leider weder 2009 noch 2013 zu bieten.

Aber, let's agree to disagree. :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.05.2013 13:57:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.05.2013 11:07:40 GMT+02:00
S. K. meint:
Während TNG-Filme im Allgemeinen kein sonderliche Charakterzeichnung oder gar Teamwork in der Crew vorweisen konnten. Diese waren vorwiegend reine Picard&Data-Shows, und das war mir schlicht zu wenig.
Und lieber gebe ich mich mit wenig Anspruch zufrieden, als dass ein Großteil der Enterprise-Crew zu reinen Stichwortgebern oder platten Nebenfiguren verkommt (siehe Dr. Crusher, LaForge oder Troi).

TNG konnte mich halt im Kino weit weniger überzeugen als in Serie. Leider.
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