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Kundenrezension

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen John Williams: "The Book Thief", 19. November 2013
Rezension bezieht sich auf: The Book Thief (Audio CD)
John Williams' neuestes Werk, "The Book Thief", ist definitiv keines seiner Werke, das sich beim ersten Hören vollständig erschließt. Der Ansatz, der in Teilen schon bei "War Horse" und noch mehr bei "Lincoln" zu finden war, eine fast kammermusikalische Herangehensweise zu wählen, findet hier seine konsequente Fortsetzung. Soloinstrumente (und Dialoge zwischen solchen) ziehen sich durch den Score, eingebettet in wie immer herausragende orchestrale Arrangements (wer kann heute noch so für ein Orchester schreiben?). Vielleicht am besten umschrieben ist die Musik mit dem Begriff "konsonante Dissonanz" - sphärisch-schwebend, oftmals liegen konsonante über dissonanten Akkorden, ohne dass dies jemals zu einer tatsächlichen Disharmonie führen würde - ein schwierig zu beschreibender, gleichsam faszinierender Effekt. Natürlich dürfen wie immer auch einprägsame Themen nicht fehlen - das Hauptthema und das Motiv über die Faszination des Lesens bleiben hier besonders in Erinnerung. Schlichtweg erstaunlich sind der gesamte Track "Finale" (so einen Aufbau vom Klavier bis zum vollen Orchester schafft nur Williams) oder die Klavier-Solostellen zu Beginn und gegen Ende des letzten Tracks "The Book Thief", die sich so anfühlen, als würden zwei Klaviere erklingen, obwohl es doch nur eins ist. Der Score lässt einen nachdenklich und beeindruckt zurück, jedoch auf andere Weise als zum Beispiel "Schindlers Liste" (der Effekt ändert sich vielleicht, sobald ich die Musik im Zusammenhang mit dem Film kenne). Ein Manko sind die kurzen Tracklängen des Albums, da ist man von ihm besseres gewohnt (die meisten Tracks dauern zwischen einer und zwei Minuten, nur "Revealing the Secret" und die das Album abschließende Suite "The Book Thief" bringen es auf vier bzw. sieben Minuten). Dennoch: Der Meister hat wieder zugeschlagen. Natürlich erfindet er das Rad nicht neu - aber wer hätte das erwartet? Williams bleibt seinem Stil treu und schafft es, das zu liefern, wofür man ihn kennt - aber gleichzeitig gibt es so viel Neues zu entdecken, dass man häufig zwischen den Zeilen lesen muss. John Williams hat mit "The Book Thief" ein weiteres Werk zu seinem Oeuvre hinzugefügt, das jede Beschäftigung wert ist, ein wirklich eigenständiges Stück Musik darstellt und wieder einmal beweist, dass sein Status als einer der größten und bedeutensten Komponisten unserer Zeit absolut gerechtfertigt ist. Jeder andere Komponist wäre froh, wenn ihm solch ein Werk einmal gelänge, von Williams ist man diese Qualität gewohnt - und er erfüllt die Erwartungen, die man als Kenner an ihn hat. Allein für die Tatsache, dass mich "The Book Thief" zum wirklichen Nachdenken gebracht hat, ohne jemals kühl zu sein, und das Bewusstsein, dass ich beim zweiten, dritten, sonstwievielten Hören immer noch Neues und Bewundernswertes entdecken werde, verdient dieser Score die Höchstwertung. Danke für diese wertvolle Musik.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.01.2014 16:08:15 GMT+01:00
Tom G. meint:
Sie haben mit einer unheimlich sanften Wortgewalt die Magie des John Williams nachgezeichnet. Der Score selbst erinnert tatsächlich an seine letzten Werke. Dennoch schuf er hier mal wieder ein für die heutige Zeit überragendes Stück Filmmusik. Allein die von Ihnen beschriebenen Dialoge der Instrumente - besonders von Klavier und Harfe, sind hervorragend. Die Dissonanzen lösen sich rechtzeitig auf. Allerdings hätte ich mir dennoch ein Stück breitere Orchestrierung gewünscht - die typischen Bläserstücke von Williams fehlen mir ein wenig.
Meine Begeisterung für John, die ich mit 12 Jahren entdeckt habe, ist heute 10 Jahre später, dennoch ungebrochen.
Für mich sind nur er und Ennio Morricone die letzten Komponisten unserer Zeit, die sich mit der Übermenschlichkeit Mozarts vergleichen können.
Mich würde sehr interessieren, in welchem Alter sie Mr. Williams entdeckt haben und welche Lieblingswerke sie benennen können. Liebe Grüße Tom

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.01.2014 17:56:16 GMT+01:00
Ich muss auch etwa so 11 oder 12 gewesen sein, also vor neun bis zehn Jahren; soweit ich mich erinnere, war "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" der erste Score, der mich nachhaltig auf ihn aufmerksam machte und dank dem ich mich dann auch näher mit diesem Komponisten beschäftigte. Über die Jahre kam dann auch noch meine musikalische Ausbildung hinzu, die dazu führt, die Kunst und Technik von Williams noch mehr wertschätzen zu können (man muss mal die Parituren lesen - es ist irre, was man alles von ihm lernen kann). "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" ist insofern auch einer meiner liebsten Scores von ihm, als dass er eine unglaubliche Vielfalt zeigt - der Mann kann einfach alles schreiben und hat trotzdem immer seinen unverwechselbaren Stil. Die Suite aus "Seven Years in Tibet" ist faszinierend vor allem wegen des Solo-Cellos, bei dem man sich stellenweise an Bach erinnert fühlt. Und nicht zuletzt liebe ich "Lincoln" - die Eröffnung von "The Peterson House and Finale" mit dem Einsetzen des Hauptthemas "With Malice Toward None" und die Klavierfassung desselben reichen aus, um John Williams als einen der wichtigsten Komponisten unserer Zeit auszuweisen.

Veröffentlicht am 28.03.2014 10:00:18 GMT+01:00
Pantalaimon meint:
Ich bin wirklich positiv überrascht, wie es John Williams vollbringt, auch noch in diesem Jahrhundert Jugendliche zu begeisterten Fans seines klassischen und nicht unbedingt zeitgenössischen Musikstils zu machen. Auch ich habe Williams' Virtuosität im Alter von 11 Jahren zu lieben und zu bewundern gelernt, allerdings schon vor über 35 Jahren, durch den ersten Star Wars-Film. Seitdem habe ich alles von ihm gesammelt und bin zum Filmmusik-Fan konvertiert. Hinsichtlich meines Geschmacks sind in dieser Zeit viele Komponisten gekommen und gegangen, nur John Williams ist seit Anbeginn dieser Ära eine feste Konstante geblieben. Mit anderen Worten: Der Soundtrack meines Lebens stammt von ihm, dem Maestro.
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