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Kundenrezension

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischendrin, 28. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: The Weight of Your Love (Audio CD)
Böse Stimmen behaupten ja, die Editors könnten bisher nur eine einzige respektable Platte vorweisen. Alles, was die Jungs nach dem Debüt „The Back Room“ abgeliefert hätten, wäre demnach nicht mehr als die traurige Dokumentation des musikalischen Niedergangs einer einstmals so hoffnungsvoll gestarteten Band. Böse, wie gesagt. Und ebenso übertrieben. Natürlich war der Erstling, entstanden im Windschatten der New Yorker Interpol, mehr als nur beachtlich, Tom Smith gab auf den Konzerten im Gegensatz zum eher unterkühlten Sound der Band auf der Bühne den entfesselten Derwisch, Stücke wie „Munich“, „All Sparks“, „Lights“ und „Fall“ bekamen schnell ein großes und begeistertes Publikum – das klang nach mehr. Doch schon „An End Has A Start“ geriet etwas lau, Spinnen, Rattenrennen und Weltgewicht, war die Luft etwa schon wieder draußen? Wer jetzt jedoch den Abgesang anstimmen wollte, war zu früh dran – mit „In This Light And On This Evening“ gelang der Formation aus Birmingham eine so nicht erwartete Kehrtwende hin zu mehr Elektronik, es wurde wieder düsterer und eben auch besser, das Titelstück selbst, „Papillon“ und „Eat Raw Meat = Blood Drool“ erwiesen sich als veritable Achtungszeichen.

Weil aber Tom Smith damals in Interviews nicht müde wurde zu betonen, er könne einzig „Violator“ von Depeche Mode als mögliches Vorbild für das Album vorzuweisen, muss man nun für „The Weight Of Your Love“ befürchten, der Leadsänger habe im heimischen Plattenschrank ein wenig zu oft nach U2 und Coldplay gegriffen. Mit der Dauerhaftigkeit des letzten Schwenks ist es nämlich hier schon wieder vorbei, die Editors wollten offenbar erneut das ganz große Rad drehen. Und so besteht ein überwiegender Teil der neuen Stücke aus lieblich gestimmten, sentimentalen Schmerzgesängen – überall Saiten, auf denen sich statt des Plektrums sanft gestrichenes Rosshaar tummeln darf, Kopfstimme („What Is This Thing…“), schwergewichtige Allgemeinplätze („I don’t trust the government, I don’t trust myself“ – Bono lässt grüßen, „A Ton Of Love“), „Honestly“, „Nothing“ – es will kein Ende nehmen. Vielleicht tut man ihnen Unrecht, vielleicht funktioniert ja jedes der genannten Stücke allein ganz vortrefflich, in dieser Häufung allerdings gehen sie einem mit der Zeit mächtig auf den Zeiger.

Zum Glück hält „The Weight Of Love“ aber auch einige Stücke bereit, die den skeptischen Zuhörer wieder versöhnlicher stimmen können: Der Auftakt mit dem (noch) sparsam arrangierten „The Weight“ vermag sogar an die Qualität der frühen Singles anknüpfen, die angerockten, kratzigen Klänge von „Sugar“ und „Hyena“ fallen ebenfalls aus dem kuscheligen Rahmen, nicht immer frei von Kitsch und Drama zwar, aber doch kraftvoll und weniger überlastet wie der Mittelteil. Dass sie die große Geste auch ohne peinlichen Beigeschmack hinbekommen, beweisen die Editors dann abschließend mit gleich drei Nummern: „Two Hearted Spider“ dreht noch mal eine gefühlvolle Kurve durch’s Stadion, „Sing me a love song, from your heart and from the phone book, it don’t matter to me…“ (The Phone Book“) klingt danach angenehm gelöst und swingt auch recht verführerisch. Und mit „Bird Of Prey“ schließt sich der Kreis der dunkelschönen Anfangsakkorde des Albums – die Stücke haben Herz, Leidenschaft und Energie gleichermaßen (und ohne geht es nun mal nicht). Ausgeglichen am Ende, man hofft, dass die überkandidelten Durchhänger in der Mitte die Ausnahmen waren und nicht der stimmige Rest. Anlass für eine Grabrede jedenfalls ist auch dieses Album noch nicht. mapambulo:blog
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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.06.2013 17:05:35 GMT+02:00
teacherman meint:
wahnsinn!!! ich glaub es nicht!!! mein lieblingsrezensent mapambulo und ich, die wir sonst dieselben platten hören und am ende auf diametral unterschiedliche ergebnisse kommen, liegen bei der neuen editors auf haargenau einer wellenlinie. da wollte ich mich gerade hinsetzen, um eine ausgefeilte rezi zu verfassen, nur um festzustellen, dass ich mir diese arbeit getrost sparen kann. leute, der mann hier hat vollkommen recht: 'the weight of your love' ist ein insgesamt durchaus hörbares album geworden, und zwar dank genau jener titel, die du angesprochen hast, mapambulo - das sind 'the weight', 'sugar', 'the phone book', und 'hyena' und mit ein paar abstrichen 'two hearted spider'. der mittelteil, und deswegen ist das album in der gesamtsicht eben nur 'hörbar', wartet aber in der tat mit einigen grausligkeiten auf, von denen 'what is this thing called love' die grausligste ist. mir persönlich hat 'in this light...' insgesamt viel besser gefallen, ganz zu schweigen von dem meines erachtens zu unrecht in die stadionrockecke gestellten 'an end has a start'. dort hinein manövrieren sich die editors jetzt mit zuckerguss wie 'honesty' im hohen bogen. mein vorschlag: 'honesty' könnte sich der hsv als veritablen nachfolger von coldplay zur untermalung der seltenen hsv-tore vorknöpfen: "ouuuuuoh - oh- oh....". danke für die prima rezension, die ich treffender hätte nicht verfassen können.

Veröffentlicht am 28.06.2013 17:48:54 GMT+02:00
metacortexx meint:
Kann mich nur anschließen. Einige Stücke der Platte sind wirklich gut, nur kann ich mit den schwülstigen Balladen einfach rein gar nichts anfangen und muss leider die Skip-Taste betätigen...
Ich schätze die Editors besonders für ihren düsteren Sound und habe sie auch nie als Interpol-Abklatsch angesehen, eher als Ergänzung.

P.S. Kennt ihr eigentlich Band die so ähnlich wie Interpol auf der "Our Love to Admire" klingen?

Veröffentlicht am 28.06.2013 19:26:02 GMT+02:00
K. P. meint:
Schön den Bogen geschlagen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.06.2013 20:06:33 GMT+02:00
Markus meint:
jetzt hab' ich die CD schon dreimal durchgehört, aber seltsamerweise hab' ich immer noch kein Stück gefunden, dass nach U2 klingt. Eher nach Depeche Mode (The weight = Dream on) oder sogar nach Bruce Springsteen (The phone book = I'm on fire)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.07.2013 14:25:36 GMT+02:00
T. Weidner meint:
Herr Schindler, kennen Sie u2 wirklich? Es ist kaum zu überhören.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.10.2013 02:45:29 GMT+02:00
Uwe Liebscher meint:
Teste mal: And also the trees.kleiner Tip.viel spass.

Veröffentlicht am 07.12.2014 16:31:56 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.12.2014 07:42:27 GMT+01:00
Andreas meint:
Die einzig brauchbare Rezension. Ich selbst halte mich bedeckt und möchte den Rahmen nicht sprengen. Denn von mir gäbe es maximal 2 Sterne und die Schwärmerei für diesen zusammengeschusterten Schunder aus alten Kamellen kann ich ohnehin nicht die Bohne nachvollziehen. Schon beim Einlegen des Vorgängeralbums war der Effekt ähnlich. Play gedrückt und plötzlich lebten Joy Division wieder auf, und das teilweise so auffallend detailgetreu in der Aneinanderreihung der Akkorde, dass es wirklich nicht mehr lustig war.

Und dieses Mal genau der gleiche Effekt. Play gedrückt und "zack" - quillen plötzlich Depéche Mode in bester Faith & Devotion-Manier aus den Speakern. Die Editors sind lang keine eigenständige Band mehr, sondern eine Combo für die Weihnachtsfeier- auch für Hochzeiten mietbar. Das Potpourri der 1980'er stets im Gepäck. Nee Freunde, so nicht. Zwei Sterne sind im Grunde noch viel zu viel für Altöl. Und bitte keine Vergleiche mit Interpol. Eine Mikrobe gegen einen Elefanten. Allein die Silhouhette eines Paul Banks reicht, um die Briten blass aussehen zu lassen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.04.2015 17:49:04 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.04.2015 02:15:14 GMT+02:00
Mischa meint:
Warum wird ständig Interpol im Zusammenhang mit den Editors genannt? Außer das beides relativ einfach gespielte, wenig anspruchsvolle Rockmusik ist, kann ich keine großen Ähnlichkeiten entdecken. Editors leben zumindest für mich von der tiefdüsteren Stimme ihres Sängers, die in Verbindung mit dem sehr guten Songwriting die doch deutlich limitierten musikalischen Fähigkeiten der Instrumentalabteilung wett macht. Das allein ist der Grund weshalb ich die Band mag. Der Interpol Sänger klingt dagegen absolut gewöhnlich. Da die Musik von Interpol ansonsten auch nichts Besonderes zu bieten hat, kann ich gar nichts damit anfangen.
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