Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren calendarGirl Cloud Drive Photos Philips Multiroom Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rennt nur! Rennt, eine Zuflucht findet ihr doch nicht!, 24. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Waxwork - Eine Reise zurück in die Zeit (Uncut) (Twilight Classics Nr. 01) [Limited Edition] (DVD)
Im Trailer zum vorliegenden Film "Waxwork" hört man die Worte:

"Whatever you do, dont step over the rope."

Nun, in diesem Kabinett sollte man diese Warnung im wahrsten Sinne des Wortes toternst nehmen, denn wer sie in den Wind schlägt bekommt eine Vorführung der etwas anderen Art geboten.

Als ich den Film das erste mal sah war ich anfangs etwas skeptisch, da ich Filme in denen Horrormythen billig verwurstet werden nicht sonderlich mag. Aber je länger der Film lief, umsomehr nahm mich die Geschichte um das verfluchte Wachsfigurenkabinett gefangen.
Anthony Hichox, seines Zeichens Regieseur von Filmen wie "Sundown" und "Hellraiser 3" hat mit seinem Debut "Waxwork" aus dem Jahre 1988 eine wahrlich starke und (man kann sagen) einzigartige Horror-Homage geschaffen.

Die Handlung dreht sich um ein Clique Studenten die eine Einladung in ein urplötzlich eröffnetes Waxfigurenkabinett bekommen wobei bei dem anschließenden Gang durch besagtes einer nach dem anderen verschwindet. Die achtzehn Dioramen zeigen die Abbilder der schlimmsten Kreaturen die jemals existiert haben, und wirken derart lebensecht das den Jugendlichen schon beim Betrachten seltsam zumute wird. Das hat seinen Grund, denn wenn man die Absperrung übertritt gelangt man in die dargestellte Szenerie welche jeweils einen Teil der Leben dieser Kreaturen darstellt, und in welchen die Geister der Kreaturen auf ein Opfer warten. Hat jeder der Achtzehn ein Opfer erwachen die Dioramen zum Leben und sind zurück in unserer Welt.
Das klingt alles etwas an den Haaren herbeigezogen, aber so seltsam es sich anhört, so gut funktioniert es im Film.
Hichox spielt gekonnt mit dem gruseligen Reiz von Kabinetten und schafft es dabei die bekanntesten Horror-Gestalten in einen Film zu versammeln.
Als da wären:

-Ein sehr deutsch anmutender Werwolf
-Eine Kreatur die unverkennbar als Frankensteins Ungeheuer zu identifiezieren ist
-Ein Vampirgraf, dessen Name unausgesprochen bleibt, aber wohl für jedermann als Dracula zu erkennen ist
-Eine lebende Mumie
-Das Phantom der Oper
-Mister Hyde
-Der Unsichtbare
-Der Marquis de Sade (Darsteller J. Kenneth Campell hat sichtlich Spaß an seiner Rolle)
-Jack the Ripper
-Ein irrer Holzfäller(wohl eine Versinnbildlichung des "Backwood-Horrors")
-Eine Hexe
-Der Golem (im Vergleich zu Wegerners Stummfilm ist nur der Kopf leicht variiert)
-Ein Voodoo-Bokor
-Ein Zombie (aus Romeros "Nacht der lebenden Toten")
-Der Körperfresser (Menschliche Frau nebst ausserirdischer Doppelgängerin)
-Ein Alien das in Anbetracht des leicht arktisch anmutenden Hintergrundes als "Ding aus einer anderen Welt" anzusehen ist
-Ein Schlangenmensch in einem Zirkuskäfig(Wohl gedacht auf Todd Brownings"Freaks")
und
-Ein Mutanten-Baby (Wiege des Schreckens)

Die Geschichte schreitet zügig voran sodass keine Längen entstehen, und ungeachtet des geringen Budges wird eine enorm gruselige Atmosphäre erzeugt, sodass man das Unbehagen der Protagonisten sofort miterlebt. Dabei entspricht die Cliqe im Grunde jedem Klischee der 80er und jeder Opferliste eines typischen "Slasher"-Films.
Der jugendliche Held,(anfangs verwöhnt) der über sich hinauswächst,
der etwas ausgeflippte Kumpel, das poppig wirkende Pärchen (welches am wenigsten vorgestellt wird), und die beiden typischen College-Girls (beide treffend gespielt von Deborah Foreman und Michelle Johnson, beide echt süß) in der Vorstellung der 80er. Die eine sittsam, anständig und loyal, die andere selbstverliebt, oberflächlich und leichtlebig(Halloween und Nightmare lassen grüßen).
Aber während man,(zumindest ich) von solchen Charakteren bei anderen Filmen schnell genervt ist, störte mich diese Konstellation hier kein bißchen, was zum größten Teil an den Darstellern/rinnen liegt die ihren Rollen symphatisch Leben einhauchen und nicht zu dick auftragen.
Überhaupt war es Hichox gelungen eine Truppe guter Mimen für sein Projekt zu versammeln.
Zach Galligan( der schon den Gremlins Paroli bot) spielt den jugendlichen Helden,Dana Ashbrook (der später bei David Lynch vielbeschäftigt war) spielt Galligans ausgeflippten Kumpel Tony,
John Rhys-Davis (nur kurz aber mit Elan dabei) gibt den Werwolf, Ex-"Ator" Miles O Keefee spielt den Vampirgrafen als Mischung aus Bela Lugosi und Frank Langella, Patrick Mcnee (ehemaliger Schirm- und Melonenträger) gibt Galligans Patenonkel und Experte für das Übersinnliche als eine Kombination aus van Helsing und Quatermain und als finsterer Besitzer des Kabinetts (Mischung aus Satanist und Prof. Bondi) ist David Warner zu sehen, der spätesten seit dem Orginal-"Omen" von 1976 jedem Horrorfan ein Begriff sein dürfte. Last but not least Hichox selbst als englischer Prinz in der "De Sade"-Episode.
Die Kulissen, die Effekte und die Musik sind allesamt überzeugend und das Prinzip der einzelnen Horror-Szenen in welche die Protagonisten geschleudert werden, erinnert an die Episodenfilme der 60er (Amicus z. B.).
Ja, man merkt hier deutlich welche Filme Anthony Hichox mag und mit welchen er wohl seine Jugend verbracht hat, da so manche Zitate unübersehbar sind.
Z.B. Draculas Orden (Fingerzeig "Universal" und Lugosi), oder "Hammers" "Phantom der Oper", da das Opfer des betreffenden Diorams eine englische "Bobby"-Uniform trägt. In der "Mumien"-Episode ist sogar eine Kombination aus "Universal" und "Hammer"und zwar das die Szene von Tschaikovskys "Schwanensee" untermalt wird (Karloff-Film 1932) und die Mumie einem am Boden knienden den Kopf zertritt ( "Hammers" zweiter "Mumien"-Film 1964).
Ausserdem vermeidet Hichox hier einen Fehler der (zumindest mir) diese Art Film immer vergrämt hat. Er kam nicht auf die gleiche Schnapsidee wie die "Universal"-Produzenten in den 40er, die Kreaturen aufeinander losgehen zu lassen, sondern läßt sie alle zusammenhalten, was im Film gezeigten "Hölle/Teufel-Kontext" auch völlig logisch ist.

Trotz aller Symphatie gibt es aber auch zwei Punkte welche mich an "waxwork" etwas störten.
Zum einen ist es die Auswahl von vier Gestalten und zwar die beiden "Alien"-Figuren welche meiner Meinung nach nicht so gut in den "Teufel"-Kontext passen da es sich bei ihnen nicht um Mythologie sonder SF handelt, und der "Marquis de Sade" und "Jack the Ripper". Anders als bei den anderen Gestalten handelt es sich um historische Personen, bei denen ich mich nachdem ich mich mit ihren Hintergründen beschäftigt hatte, etwas schwertat sie in dieser rein phantastische Handlung zu akzeptieren. Es wäre doch auch seltsam Rasputin mit Dr. Mabuse sprechen zu lassen, oder?
Dies ist aber nur ein persönliches Argument und wertet den Film als Ganzes nicht ab. Den einen Stern Abzug gibt es nur durch die Wahl des Handlunsortes.
Obwohl es verständlich ist, das Hichox seinen ersten Hollywood-Film vor Ort realisieren wollte, wirken die meisten der Kreaturen, welche hauptsächlich der Gotik entstammen im sonnendurchfluteten Kalifornien etwas deplaziert. Die Handlung an der Ostküste oder in einem herbstlichen London spielen zu lassen, hätte die Athmospäre noch besser werden lassen.
Wie auch immer.Letzten Endes ist es das Ergebnis das zählt, und das ist im vorliegenden Fall sowohl spannend,gruselig als auch spaßig.
Von all den filmischen Versuchen des "Monster-Cossovers" ist "Waxwork" meiner Meinung nach einer der orginellsten und gelungensten.

Zuletzt noch Anmerkungen zu zwei der Darstellern bzw. Rollen.

Die Mitwirkung Patrick Mcnees in diesem Film ist besonders interessant. Hatte Anthony Hichoxs Vater Douglas Hichox 1972 "Theater des Grauens" mit Vincent Price realisiert in welchem Diana(Mrs. Emma Peel) mitwirkte, spielt im Werk des Sohnes nun Mcnee(John Steed), der andere ehemalige "Avenger" mit. Man kann sagen das sich hier praktisch ein Kreis schließt.
Und zweitens möchte ich mir zu Dana Ashbrooks Rolle eine Frage erlauben:
Kann es sein das seine Figur Pate stand für Ashton Kutchers "Kelso" aus den "Wilden Siebzigern"? Eingebildet, nicht sonderlich helle, und stets "Volltreffer" rufend wenn jemand einen Spruch drückt, jedem auf die Nerven gehend, aber keiner aus der Clique will ihn missen. Seltsame Ähnlichkeit, nicht wahr?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Schreiben Sie als erste Person zu dieser Rezension einen Kommentar.

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]