Kundenrezension

42 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wem nützt dieses Buch? Dem Autor!, 5. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Aldi - Einfach billig: Ein ehemaliger Manager packt aus (Kindle Edition)
Super, da will sich einer mit seinem Buch über Aldi eine goldene Nase verdienen. Aber: Was ist denn am Buch so grundlegend neu? Wir wissen doch alle, daß es bei Discountern und sicherlich auch allen anderen Handelsketten und Firmen ähnlich zugeht. Es wird überall mehr oder weniger gemobbt, werden Leute entlassen unter fadenscheinigsten Gründen (ich erinnere an Pfand-Bons, irgendwelche belegten Brötchen etc.). Man muß sich nur in seinem Bekanntenkreis umhören, da hört man die dollsten Sachen! Jetzt ist Aldi dran. Natürlich ist uns klar, daß Händler preispolitisch unter Druck gesetzt werden, aber wer kann und will denn auch mehr Geld ausgeben als nötig? Hier bekomme ich wenigstens - und das ist unbestritten - sehr gute Qualität zu kleinen Preisen. Natürlich akzeptiere und toleriere ich die Aldi-Praktien nicht, selbstvertändlich nicht! Aber soll ich deswegen nicht mehr zu Aldi gehen? Demnächst kommt raus, bei Rewe, Edeka oder wem auch immer wird ähnlich "gearbeitet". Was dann?

Immerhin war der Autor 5 Jahre bei Aldi und ich frage mich ernsthaft, wie er diese Zeit vor sich verantworten und mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, bei all den üblen Dingen, die da vorgefallen sind. Das ist sicherlich nicht von heute auf morgen passiert und wenn mir diese Geschäfts-/Personalpolitik nicht gefällt, ziehe ich die Konsequenzen und gehe, aber ganz schnell. Vor allem, wenn sie so schlimm und perfide sind wie beschrieben.
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Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 11 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.05.2012 19:00:43 GMT+02:00
drea77 meint:
Warum denn einen Stern, wenn ein Autor über seine Erfahrung schreibt? Ich habe das Buch gelesen und ich finde es sehr gut geschrieben! Und warum kaufen Sie denn das Buch, wenn Sie eh schon wissen, wie es bei den Discountern und anderen Handelsketten abläuft und sich nicht wirklich dafür interessieren. Und wer kann es sich leisten heutzutage einfach mal so mir nichts dir nichts seinen Job zu wechseln?

Veröffentlicht am 05.05.2012 20:57:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.05.2012 17:47:18 GMT+02:00
Latso meint:
Lieber Rezensent,

haben Sie das Buch, das Sie zu rezensieren gedenken, überhaupt gelesen? Oder ärgern Sie sich einfach nur darüber, dass da jemand die "Frechheit" besitzt, kritische Töne gegenüber Aldi zu äußern, wo sie gerne einkaufen? Ruhig Blut, in dem Buch geht es doch überhaupt nicht darum, ihnen als Konsumenten etwas vorschreiben zu wollen. Es geht eben überhaupt nicht um Sie als Konsumenten, sondern um etwas, das man als Kunde auch mal im Blick haben sollte, auch wenn sich noch so sehr für das Zentrum der Welt hält: um die Mitarbeiter von Aldi.

Vielleicht mögen Sie ja von ihrer hohen Flughöhe einmal in die reale Welt hinunterschweben, und sich mit den Aussagen des Buches beschäftigen, anstatt hier nur allgemein über Konsumenten-Präferenzen zu schwadronieren oder pauschale Empfehlungen zu einem moralischen Leben zu geben.

Zu zwei ihrer Bemerkungen möchte ich direkt Stellung nehmen (auch wenn ihre Bemerkungen mit dem, was hier eigentlich gemacht hätte werden sollen, nämlich zu rezensieren, wenig zu tun haben):

"Super, da will sich einer mit seinem Buch über Aldi eine goldene Nase verdienen."
-> Genau, das ist ein treffendes Argument gegenüber einem Autor, der Kritik gegenüber einem Unternehmen anbringt, das jeden Tag das Geld verdient, das er wahrscheinlich über Millionenverkäufe des Buches nicht einmal in seinem ganzen Leben verdienen wird (Autoren verdienen an einem Buch etwa 8% des Nettopreises). Es ist ja auch allseits bekannt, dass sich keine Berufsgruppe so sehr unter den Millionären wiederfindet wie Autoren. Bill Gates, Warren Buffett und Steve Jobs (der sogar posthum) sind alle eigentlich Autoren, Firmen haben Sie nur zum Nebenerwerb gegründet.

"Immerhin war der Autor 5 Jahre bei Aldi und ich frage mich ernsthaft, wie er diese Zeit (....) mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, bei all den üblen Dingen, die da vorgefallen sind. Das ist sicherlich nicht von heute auf morgen passiert und wenn mir diese Geschäfts-/Personalpolitik nicht gefällt, ziehe ich die Konsequenzen und gehe, aber ganz schnell."
-> Wenn die Dinge mal so einfach wären, insbesondere für Berufsanfänger und ältere Mitarbeiter. Vollbeschäftigung gibt es in Deutschland schon seit den 60er Jahren nicht mehr und das persönliche Wunschkonzert nur im Fernsehen! Mit nem kühlen Hellen vorm PC mag es für Sie vielleicht die einfachste Entscheidung der Welt sein, als Neuling in einem Unternehmen aufzutrumpfen, frisch von der Uni, und den Leuten da mal direkt zu erzählen, wie es richtig geht. Das ist aber nichts anderes als ein Hirngespinst, die meisten Menschen sind froh, einen Job überhaupt erst einmal zu bekommen. Schwupp die wupp mal zehn Arbeitgeber wechseln, wenn einem etwas nicht passt? Ganz großartig macht sich dies für die berufliche Karriere. Wenn mir etwas nicht passt, wechsel ich halt den Arbeitgeber, sind ja so viele da? Hallo?
Wie viele Systeme gibt es denn bitte in der Welt, in denen sich die Menschen höchst unwohl fühlen, die aber über Druck und Einschüchterung aufrecht erhalten werden können. Die besten Gegner eines solchen Systems sind immer Menschen, die dieses System kennen und es daher mit den eigenen Waffen schlagen können.

Veröffentlicht am 05.05.2012 20:59:26 GMT+02:00
P. Kadlec meint:
Liebe Aldisklaventreiber,

wenn ihr schon peinliche Rufmordversuche startet und euren katastrophalen Laden schönredet ... dann nicht mit dermassen offensichtlichen Bezahlpostern.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.05.2012 11:29:29 GMT+02:00
Bee meint:
"dann nicht mit dermassen offensichtlichen Bezahlpostern. "

ergänzend:

Bezahlpostern, die nicht mal moppen von mobben unterscheiden können.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.05.2012 11:54:30 GMT+02:00
Pingueule meint:
Nun regt Euch doch alle mal ab. Ich bin kein Aldi-Mitarbeiter, sondern einfacher Verbraucher, kein Bezahlposter. Und ich habe durchaus auch die Mitarbeiter nicht nur von Aldi im Blick. Da gebe ich Ihnen recht, die können evt.nicht so leicht aus ihrem Beruf raus. Aber ein Manager, der - wenn ich mich erinnere, wurde das in der Sendung von Günther Jauch erklärt - vorher bei Mercedes eine nicht so schlechte Position hatte, hat durchaus andere Möglichkeiten, auch in der heutigen Zeit (wenn er gut ist).
Allerdings - nach Veröffentlichung des Buches sehe ich das etwas anders. Wer will sich denn einen Mitarbeiter ins Nest holen, der nach dem Ausscheiden u.U. die Geschäftsgeheimnisse und -praktiken ausplaudert? Ganz schlechter Stil.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.05.2012 16:33:31 GMT+02:00
drea77 meint:
Geschäftsgeheimnisse Mobbing! Ich lach mich weg langsam. Wo sind denn da die Arbeitnehmerrechte? Sollte man alles erdulden nur um seinen Job zu behalten? Sollte man einfach wechseln und schweigen und solche Geschäftspraktiken ignorieren? Ich finde es sehr mutig ein Buch über den Aldi Riesen zu veröffentlichen. Aber Sie würden sich das vermutlich nicht zutrauen? Da bin ich froh, dass es Andreas Straub gibt!!! Er legt sich hier mit einem riesigen Konzern an....Sehr mutig!!!!

Veröffentlicht am 08.05.2012 00:10:32 GMT+02:00
"Natürlich akzeptiere und toleriere ich die Aldi-Praktien nicht, selbstvertändlich nicht!"

???

@pingueule
Indem Sie bei Aldi einkaufen akzeptieren, tolerieren und UNTERSTÜTZEN Sie aktiv die "Aldi-Praktiken"!
Sie könnten zum Beispiel in einem kleinen (Bio-)Laden/Hofladen einkaufen, wenn Sie die "Aldi-Praktiken" (Rewe, Edeka, Neukauf, Lidl, Norma etc.) wirklich nicht akzeptieren und tolerieren möchten.

Nur indem Verbraucher bei Discountern etc. nicht einkaufen akzeptieren, tolerieren und unterstützen sie diese Geschäfte nicht.

Veröffentlicht am 03.06.2012 17:39:35 GMT+02:00
Artur L. meint:
Der Rezensent arbeitet evtl. selbt noch bei Aldi und hat Illusionen oder wurde "gekauft" von Aldi.

Veröffentlicht am 11.07.2012 18:02:41 GMT+02:00
M. Bussmann meint:
Genauso ist es, Pingueule, ein Mann verarbeitet sein persönliches Scheitern und schiebt die Schuld auf den Arbeitgeber -wie einfach, wie heuchlerisch, wie gemein. Allen, die hier von Enthüllung schreiben oder gar "Wahrheit" - Entschuldigung: Was ist daran mutig, über eine Firma zu lästern, in der dieser Jungspund ohne Berufserfahrung gescheitert ist und seit 5 Jahren (wenn die Verschwiegenheitspflichten nicht mehr gelten) angeblich Klartext zu reden? Ich kenne genügend Beispiele (bspw. DM), wo die Kassierer 30-40% weniger verdienen als die Damen bei Aldi - aber alle Welt glaubt das Gutmenschen-Image von DM. Sie wollen halt verarscht werden, oder? In der SchleckerPleite kam ja heraus, dass diese Firma durch die Tarifbindung mehr zahlt als Rossmann oder DM - so, und wer sind jetzt die Bösewichte? Die, die mit den Gewerkschaften kooperieren wie Schleckre oder die Jungs von DM und Rossmann, die dass seit Jahren verhindern, aber sich für Betriebsräte einsetzen, um Ihr Image aufrecht zu erhalten - aber keinen Tarifvertrag haben? Aldi kann nicht in den Tarifvertrag, denn sie müssten tatsächlich weniger zahlen als jetzt. Das sind Fakten, die können Sie in den Geschäftsberichten nachlesen (teilen Sie einfach mal die Löhne durch die gemeldeten Angestellten und Sie kommen auf die tatsächlichen Löhne. Und bescheissen Sie sich nicht selbst: Bei Aldi verdienen die Inhaber nicht das Gehabt, die sind nämlich über die Stiftung nur am Gewinn beteiligt und bekommen kein Gehalt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2012 14:10:05 GMT+02:00
terveneficus meint:
@Pippi Langstrumpf
Ach Langstrumpf, da lassen Sie aber ganz nett Pippi ab. Aus welchem Märchenbuch haben Sie denn ihre Weisheiten über Marktwirtschaft. Die Menschen, die in der Masse bei den Discountern einkaufen, haben in sehr vielen Fällen gar keine andere Wahl. Kaufen Sie weiterhin in ihrem "kleinen(Bio)Laden/Hofladen" ein und verschonen Sie die Menschheit mit herablassenden Ratschlägen. Wann waren Sie eigentlich das letzte Mal auf der Strasse und haben gegen Sozialabbau oder für Mindestlöhne gekämpft?
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