Kundenrezension

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollkommene Klangkunst. Völlig verkanntes Meisterstück!, 2. April 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Trick Of The Tail (Audio CD)
Bevor die einstigen Trendsetter und Revolluzzer anspruchsvoller und progressiver Rockmusik mit AND THEN THERE WERE THREE (nach Steve Hackets Ausstieg) endgültig in seichte und kommerzielle Popgefilde abdrifteten, verabschiedete sich Hacket von der Band mit ihrem wohl besten Werk der Post Gabriel Ära, vielleicht sogar ihr vollkommenstes und schönsttes Werk nach SELLING ENGLAND BY THE POUND. A TRICK OF A TAIL ist tatsächlich der Schwanengesang für Genesis, danach sollten sie nie wieder so himmlisch klingen. Auch wenn hier Phil Collins alleine singt, soll dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dennoch waschechter Progressive Rock ist. Folgende, allesamt gelungene Songs sollen meine Zeugen sein:
DANCE ON A VOLCANO: Es ist erstaunlich, wieviel ProgRock voller Tiefgang und Komplexität auf höchstem Niveau in nur fünf Minuten reinpassen, früher brauchten sie für einen solchen Ideenoverkill über zehn Minuten, jetzt ist man überrascht, dass es schon nach so kurzer Zeit vorbei ist, erwartete man doch angesichts so komplex entrückter Rhythmen und tempiwechsel eine Zehnminutensinfonie. Dies ist eine Fünfminutensinfonie mit sehr ungewöhnlichen Rhythmen, vertrackten Melodiebögen, geheimnissvollem Gesang und einem tollen Riff.
ENTANGLED: Wundervolle, getragene Akustikgitarren, die sich gegenseitig zu einem feinen Klangteppich verweben, wundervolle, schaurige Mellotron-Melodien am Ende, dass einem kalte Schauer über den Rücken laufen. Virtuosität, Emotionen, Atmosphäre, hier heißt es: Schweigen, genießen und staunen. Hat etwas von King Crimson....
SQUONK: Dieser Song ist etwas stringenter, es mangelt ihm aber keineswegs an Tiefgang, Atmosphäre und tollen Melodien, in die man sich hineinlegen will.
MAD MAN MOON: Klavierpassagen, die nur von Beethoven oder Schubert besser gemacht hätten werden könne. Leichte Remineszenzen an FIRTH OF FIFTH werden wach, nur sind die Melodien hier noch komplexer und vertrackter und nicht so markant wie auf dem Referanzstück vom SELLING ENGLAND BY THE POUND Album.
ROBBERY ASSAULT AND BATTERY: Ähnlich Skurril und vertrackt, wie DANCE ON A VOLCANO, nur etwas fröhlicher, oder besser gesagt lustiger, die Instrumentalpassage in der Mitte hätte auch aus CINEMA SHOW stammen können...
RIPPLES: Hier gilt es ebenfalls zu geniessen, ähnlich wie MAD MAN MOON, nur etwas seichter und träge vor sich hinplätschernd, die Instrumentalarbeit aber entschädigt für dieses winzige Manko.
Der Titelsong ist nichtz ganz sooo bewegend, aber ebenfallss sehr humorvoll und skurril, hat etwas von HAROLD THE BARREL, locker flockig, angenehm aber ein wenig unspektakulär. Dennoch daumen hoch.
LOS ENDOS: Was für ein Finale! Hier wird bei Genesis zum allerletztem Male auf Ewig ProgRock zelebriert, am Ende rezitiert man nochmals Sequenzen aus DANCE ON A VOLCANO. DIeses Stück beendet das Album, knüpft aber gleichzeitig noch lose Fäden aus dem Eröffnungssong auf, daher wird man auch hier an SELLING ENGLAND BY THE POUND erinnert, wo der Abschlusssong ebenfalls dem Eröffnungslied entspringt.
Niemals klangen Genesis musikalisch so perfekt aufeinander eingespielt und sie bewiesen hier, dass sie auch ohne Gabriel noch zu glanzvollen Taten fähig waren. Phil Collins Stimme klingt souverän und wunderbar, Steve Hackket an der Giatarre zeigt nochmal, was er alles kann, sowohl an der zwölfseitigen akustischen, als auch an der elektrischen. Das Drumming Phil Collins klingt spritzig und kreativ. Das Basspiel Mike Rutherfords ist wie immer über jeden Zweifel erhaben, Tony Banks am Klavier, an der Orgel und am Mellotron leistet Großartiges und so rundet dies den perfekten Gesamteindruck ab.
KAUFEN, HÖREN UND STAUNEN!!!!
CHEERS!
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.11.2007 15:05:39 GMT+01:00
Child in time meint:
Ich bin nicht der Meinung das "Trick of the tail" unterbewertet oder verkannt ist. Fast jeder Genesis-Fan sagt, es sei das beste Album ohne Peter Gabriel (ich meine jetzt nicht die Genesis-Fans der 80er oder 90er jahre).

Veröffentlicht am 04.04.2008 23:05:36 GMT+02:00
backslash meint:
Bei allem Respekt vor der hier veröffentlichten Kritik: in einem Punkt irrt der Verfasser. Natürlich war A Trick Of The Tail weder das letzte Album mit Steve Hackett noch folgte darauf And Then There Were Three. Dazwischen gab es selbstverständlich noch Wind And Wuthering, mit Steve Hackett und auch durchaus nicht ganz un-proggig. ;-)
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