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Interessane Aspekte zur Klimaänderung, 28. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends (Gebundene Ausgabe)
Zuerst die Punkte, die zu einem Stern Abzug geführt haben: Reicholf zeigt räumlich und zeitlich ziemlich unsortiert historische Ereignisse, vorwiegend aus der Geschichte Europas, in einem, selbst für einen breit interessierten Vielleser mit technsich/naturwisscenschftlicher Ausbildung wie mich, nicht immer einfach nachvollziehbaren Zusammenhang zum jeweils vorherrschenden Klima und der Auswirkungen auf Lebensumstände und -erwartung der Bevölkerung und qualitativer und quantitativer Ernteerträge, der Verhältnisse der Jahreszeiten usw. der jeweils vorwiegend herrschenden Kulturen. Für Laien wie mich wäre ein klarer, linearer Zeitstrahl, begründet und geografisch sauber verortet, der Klima, Bevölkerungsdichte, qualitaives und quantitatives Nahrungsangebot, Zentrale Aspekte der Politik wie z.B. Expansionsbemühungen der Reiche, soziale Strukturen, Lebenserwartung, oder Kindersterblichkeit oder irgendwie anders ausgedrückt "Lebensqualität" zum historischen Ereignis direkt herstellt, einfacher verständlich. Reicholf macht Aussagen, die einem oder präziser direkt mich selbst sehr schnell und direkt ins Lager des ökologischen Romantikers und Nichtverstehers verweist, weil ich selbst vielleicht ein etwas unexaktes Bild und diffuse Vorstellungen zu den Ursachen und Wirkung in der Umwelt habe oder den Zeitstrahl der Beobachtungen zu kurz fasste und deshalb zu einer anderen Beurteilung gekommen bin oder eine gängige andere Beurteilung teile oder teilte, als wenn das Ganze vor historischen Dimensionen gesehen wird (zum Glück nicht gleich auf der geologischen Zeitskala sondern nur über ein Jahrtausend), auf was vieles hinausläuft. - Ich hätte deshalb das Lesen des Buchs beinahe abgebrochen. - Zum Glück habe ich es nicht getan sondern habe versucht dem Autor zu folgen und meine "Vorurteile" überwunden und einfach versucht der Argumentation des Autors zu folgen und auf Plausibilität und Kausalität zu prüfen. - Vom Ende her betrachtet hat Reicholf da voll bestanden (wären somit fünf Sterne, hätte er mich nicht zwischendurch fast verloren). Sein Buch gibt sehr interessante Aspekte und eine für mich sehr andere Perspektive der Betrachtung der aktuell gemessenen Klimaveränderung, nämlich der Erwärmung der Erde und eine neue Sicht auf langfristige Zusammenhänge und eine spannende, etwas andere, als die vom Mainstream vertretene Interpretation. Stichworte sind da die industrialisierte Landwirtschaft, die als "Grüne Hölle" ohne diversifizierten Lebensraum beschrieben wird oder die Gewässer, die zu sauber sind um potentielle oder exakter, ihre ehemaligen Bewohner heute noch zu ernähren. Das Buch hat für mich klar, schlüssig und nachvollziehbar die Art und Anzahl der Argumente und Betrachtungsweisen erhöht und den Betrachtungswinkel beträchtlich geöffnet und ist für mich somit wertvoll, selbst wenn ich langfristig zu der Überzeugung kommen sollte, dass vieles nicht exakt stimmen sollte. Das Buch gehört zu denjenigen, die ich als echte Bereicherung empfinde und es ist das erste freiwillig gelesene Buch, wo ich zwischenzeitlich absolut keinen Konsens gefunden habe, fast nur noch trotzig weiter gelesen habe (um zu sehen, wohin der Autor noch will) um dann nach und nach die Argumente zu verstehen und klar als in sich stimmig und nachvollziehbar zu empfinden und nun sogar bereit bin, sie weitestgehend zu übernehmen. - Falsifiziere wer kann, bin gespannt!
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Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends 3100629426
Josef H. Reichholf
Fischer
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Interessane Aspekte zur Klimaänderung
Zuerst die Punkte, die zu einem Stern Abzug geführt haben: Reicholf zeigt räumlich und zeitlich ziemlich unsortiert historische Ereignisse, vorwiegend aus der Geschichte Europas, in einem, selbst für einen breit interessierten Vielleser mit technsich/naturwisscenschftlicher Ausbildung wie mich, nicht immer einfach nachvollziehbaren Zusammenhang zum jeweils vorherrschenden Klima und der Auswirkungen auf Lebensumstände und -erwartung der Bevölkerung und qualitativer und quantitativer Ernteerträge, der Verhältnisse der Jahreszeiten usw. der jeweils vorwiegend herrschenden Kulturen. Für Laien wie mich wäre ein klarer, linearer Zeitstrahl, begründet und geografisch sauber verortet, der Klima, Bevölkerungsdichte, qualitaives und quantitatives Nahrungsangebot, Zentrale Aspekte der Politik wie z.B. Expansionsbemühungen der Reiche, soziale Strukturen, Lebenserwartung, oder Kindersterblichkeit oder irgendwie anders ausgedrückt "Lebensqualität" zum historischen Ereignis direkt herstellt, einfacher verständlich. Reicholf macht Aussagen, die einem oder präziser direkt mich selbst sehr schnell und direkt ins Lager des ökologischen Romantikers und Nichtverstehers verweist, weil ich selbst vielleicht ein etwas unexaktes Bild und diffuse Vorstellungen zu den Ursachen und Wirkung in der Umwelt habe oder den Zeitstrahl der Beobachtungen zu kurz fasste und deshalb zu einer anderen Beurteilung gekommen bin oder eine gängige andere Beurteilung teile oder teilte, als wenn das Ganze vor historischen Dimensionen gesehen wird (zum Glück nicht gleich auf der geologischen Zeitskala sondern nur über ein Jahrtausend), auf was vieles hinausläuft. - Ich hätte deshalb das Lesen des Buchs beinahe abgebrochen. - Zum Glück habe ich es nicht getan sondern habe versucht dem Autor zu folgen und meine "Vorurteile" überwunden und einfach versucht der Argumentation des Autors zu folgen und auf Plausibilität und Kausalität zu prüfen. - Vom Ende her betrachtet hat Reicholf da voll bestanden (wären somit fünf Sterne, hätte er mich nicht zwischendurch fast verloren). Sein Buch gibt sehr interessante Aspekte und eine für mich sehr andere Perspektive der Betrachtung der aktuell gemessenen Klimaveränderung, nämlich der Erwärmung der Erde und eine neue Sicht auf langfristige Zusammenhänge und eine spannende, etwas andere, als die vom Mainstream vertretene Interpretation. Stichworte sind da die industrialisierte Landwirtschaft, die als "Grüne Hölle" ohne diversifizierten Lebensraum beschrieben wird oder die Gewässer, die zu sauber sind um potentielle oder exakter, ihre ehemaligen Bewohner heute noch zu ernähren. Das Buch hat für mich klar, schlüssig und nachvollziehbar die Art und Anzahl der Argumente und Betrachtungsweisen erhöht und den Betrachtungswinkel beträchtlich geöffnet und ist für mich somit wertvoll, selbst wenn ich langfristig zu der Überzeugung kommen sollte, dass vieles nicht exakt stimmen sollte. Das Buch gehört zu denjenigen, die ich als echte Bereicherung empfinde und es ist das erste freiwillig gelesene Buch, wo ich zwischenzeitlich absolut keinen Konsens gefunden habe, fast nur noch trotzig weiter gelesen habe (um zu sehen, wohin der Autor noch will) um dann nach und nach die Argumente zu verstehen und klar als in sich stimmig und nachvollziehbar zu empfinden und nun sogar bereit bin, sie weitestgehend zu übernehmen. - Falsifiziere wer kann, bin gespannt!
Walter Bender
28. Februar 2009
- Insgesamt:
5

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Ort: Rheinfelden
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