Kundenrezension

5.0 von 5 Sternen Dream a little dream..., 13. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Silber - Das erste Buch der Träume: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Olivia Silber zieht zum gefühlten 1000. Mal in ihrem Leben um. Sie ist ein Scheidungskind und sowohl ihre Mutter als auch Vater sind sehr schnelllebige Menschen, die nicht viel von Sesshaftigkeit halten. Gerade hatten Sie und ihre Schwester Mia sich auf ein wunderschönes Cottage auf dem Land gefreut, als eine Planänderung plötzlich London vorsieht.
Eigentlich wäre alles wie immer – ungeplant und chaotisch. Doch dann…
Die grüne Tür, was immer es mit ihr auf sich hat, ich sollte wohl hindurch gehen. Schaden kann es ja nicht. Hey…ist das nicht Grayson, mein neuer "cooler" Stiefbruder? Was auch immer ich auf diesem Friedhof zu suchen habe, es verspricht spannend zu werden….ach auch „Rasierspaß-Ken“ und „der schönste Junge der westlichen Hemisphäre“ Arthur sind vertreten. Was haben die hier zu suchen? Merkwürdig…
Gruselig wird es erst am nächsten Tag, als Traum und Realität zu verschwimmen scheinen und die Jungs plötzlich Details von ihrer nächtlichen Traumbegegnung ausplaudern. Liv „Sherlock“ Silber muss den Dingen auf den Grund gehen. Was auch immer des Rätsels Lösung ist, sie wird schon noch dahinter kommen. Seltsam ist es allemal…

Meinung
Der Schreibstil ist einfach unvergleichlich. Ich kann nur sagen, dass ich Kerstin Gier’s Schreibstil abgöttisch liebe. Ihr Humor ist grandios und würde wohl jeder Geschichte das gewisse Etwas verleihen. Spielend leicht und jugendliche frisch zieht sie den Leser durch die Seiten und sorgt an den richtigen Stellen für so manchen Lacher. Fröhlich grinsend und meistens wirklich amüsiert, bin ich nur so durch das Buch geflogen und war wieder im „Bann der Gier“…die Gier nach den Sätzen, die mich mal um mal fest mit der Geschichte verbanden und mir eine wundervolle Unterhaltung bescherten.

Die Geschichte…dream a little dream…im Großen und Ganzen ist es keine so komplizierte und weitläufige Story wie in der Edelstein-Trilogie, dennoch ist die Idee natürlich toll. Bewusstes Träumen – soll es ja tatsächlich geben. Ich war erneut sehr angetan von Kerstin Gier’s Detailtreue, die niemals ausufernd ist, sondern absolut richtig. So kann man in Ruhe in den Worten schwelgen, ohne großartig von den eigentlichen Geschehnissen abzukommen. Die Erzählweise ist in jeder Hinsicht eine Meisterleistung. Die Autorin versteht es einfach in absoluter Perfektion, den Leser unumstößlich und fest mit der Geschichte zu verbinden und den gesamten Charme sowie alle Emotionen direkt ins Leserherz fließen zu lassen. Man wird ein Teil der Geschehnisse, es ist kaum noch bloßes Lesen, sondern viel mehr hautnahes Erleben. Hinzu kommt, dass die Geschichte an sich oft ernste und auch seltsame, bis gruslige Themen behandelt, dennoch der Witz nie zu kurz kommt. Sarkasmus und Ironie in Symbiose mit ausschweifender Fantasie zu bringen, ist nicht einfach und Frau Gier gelingt dies in absolut jeder Hinsicht. Ich habe mich köstlich amüsiert, viel gelacht, an einigen Stellen auch heimlich geschmunzelt. Der Handlungsstrang lebt nicht durch Spannung, im Gegenteil, es ist eine eher ruhigere, gesetzte Geschichte, die an den richtigen Stellen so manche Überraschung bereit hält. Der Titel ist Programm, es ist ein Buch zum träumen. Dies habe ich auch ausgiebig genutzt. Zum ersten Mal hat es mich wenig gestört, wenn ich während des Lesens mit den Gedanken abgeschweift bin und mir so manche Dinge „hinzuerschaffen“ habe. Kerstin Gier lässt Raum für mehr, Raum für eigene Träume. Schon bald bildete sich in meinem Kopf meine ganz persönliche Traumtür und auch was ich gern hinter dieser Tür erleben würde. Die Erlebnisse rund um die Protagonistin Liv wurden so beinahe zu meiner ganz eigenen Geschichte. Die Traumszenarien, die uns Frau Gier hier bietet sind einfach grandios. Es schwingt oft diese herrliche Leichtigkeit mit, die „Take-it-easy-Note“. Sich selbst und die Welt nicht ganz so ernst zu nehmen ist oft von großem Vorteil und verleiht einfach einen Charme, den ich selten bei Büchern verspüre. Ich habe jede Zeile dieser süßen Story genossen.
Was mir ebenfalls wieder absolut gefallen hat, war die Liebesgeschichte. Sie entwickelt sich für meinen Geschmack zwar etwas zu schnell, dennoch hat die Autorin auch in Sachen Liebe und Romantik einfach eine absolut bezaubernde Art zu umschreiben. Ich war bei jeder Szene der Zuneigung und Zärtlichkeiten entzückt. Eine etwas längere Kennlernphase hätte ich dennoch begrüßt.
Das Ende war für mich sehr unvorhergesehen und es wurde sogar richtig spannend. Trotzdem hatte ich mir irgendwie ein klein wenig mehr erhofft. Gerade die „Auflösung“ hätte noch sehr viel Potenzial geboten. Allerdings waren meine Erwartungen generell unglaublich hoch. Sie wurden zwar größtenteils erfüllt, dennoch bleibt am Ende ein unvollständiges Gefühl zurück und das liegt nicht daran, dass es Teil 1 einer Reihe ist. Das das Ende nicht ganz perfekt war, schmälert mir die Lesefreude an sich jedoch nicht. Mit einem Cliffhanger lässt Frau Gier uns nun lechzend zurück. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzungen.

Die Personen, ein Highlight. Wie sollte es auch anders sein. Frau Gier’s Hang zu ausgefallenen Gestalten und humorvollen Protagonisten begegnet uns auch in „Silber“ zuhauf. Schon auf den ersten Seiten hatte ich Liv (Olivia) ins Herz geschlossen. Ihre freche, unverblümte Art ist genau nach meinem Geschmack. So mancher Gedankengang und ihr ganzes Verhalten sind so sympathisch und charmant, dass man sie nur lieben kann. Mit viel Witz und ihren ständigen ironischen Bemerkungen hat sie bei mir natürlich sofort einen Nerv getroffen. Ich liebe diese Charaktereigenschaften auch im normalen Alltag, da lässt sich nicht lange umher reden, dass es in Büchern genauso viel Spaß bringt. Man sollte sich auch selbst gern auf den Arm nehmen und das ganze Leben nicht so verbissen sehen, denn das Leben ist ja wohl eindeutig zu kurz zum Schmollen. Nach diesem Motto scheint nicht nur Liv zu Leben, sondern auch ihre Schwester Mia, die ich eben so gern hatte. Die Beiden sind sich für keinen Witz zu schade und lieben Geheimnisse und Rätsel. Schon allein die ganzen heimlichen „Ermittlungen“ sind ein kleines Highlight. Dann wäre da noch das Kindermädchen Lottie, die sich ebenso grandios in die Geschichte einfügt. Der Name ist so passend zu ihrem gesamten Auftreten, aber lest es selbst. Auch die Mutter von Liv und Mia war mit ihrer absolut übertriebenen, neurotischen, fast schon gekünstelten Art einfach nur passend. Normalerweise würde man über solche Menschen nur den Kopf schütteln, aber Frau Gier schafft es immer wieder auch derartig verdrehte Charaktere absolut authentisch und passend in den Handlungsverlauf einzubinden. Jede einzelne noch so kleine Rolle ist ein absoluter Genuss.

Fazit
Das erste Buch der Träume – Silber konnte mich überzeugen. Kerstin Gier’s Schreibstil und Humor machen einfach jede Geschichte zu einem Highlight. Mit viel Charme, hinreißenden Charakteren, Witz und fantasievollen Szenarien hat sie erneut eine Geschichte geschaffen, die mich ab den ersten Seiten in ihren Bann gezogen hat. Für Fans der „Edelstein-Trilogie“ ein absolutes Muss. Bleibt noch zu sagen, wer noch kein „Gier-Buch“ kennt, sollte dies schleunigst ändern. Diese einzigartige Weise mit Humor zu Schreiben und zu Fesseln gelingt sehr wenigen Autoren.
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