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Kundenrezension

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Opium für die Ohren, 8. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Samsara (Audio CD)
Wie vertont man eine "geführte Meditation"?

Wie untermalt man eine "Welt in ständigem Wandel" musikalisch?

Und vor allem: Wie soll man den "Soundtrack" zu einem Film "beurteilen", der sich - ähnlich wie schon sein Vorgänger "Baraka" - jeglicher Grundlage herkömmlicher Wahrnehmung entzieht?

Das, was Michael Stearns, Lisa Gerrard und Marcello De Francisci auf vorliegendem, knapp einstündigem "Trip" abliefern, ist weniger melodisches Hörvergnügen, als denn ein transzendentes Einkehren in Wahnsinn und Anmut unseres globalen Daseins.

Schon das erste Stück "Bali Girls", dessen musikalisches Leitmotiv auch im vorletzten "Thousand Hands" nachklingt, bohrt sich unweigerlich in sämtliche Hirnregionen. Eine sphärische, auf Glocken schwebende, flötende Frauenstimme, die den geneigten Hörer zunächst in Sicherheit wiegt...

Doch schon das zweite Stück "Ladakh" überschreitet brachial jegliche Grenzen harmonischen Musikgespürs - man wähnt eine Gruppe buddistischer Mönche auf einer Horde unter Opium stehender Kriegselefanten vor dem inneren Auge vorüberwanken. Ein Schauspiel, das sich auch an späterer Stelle im Titel "Sagazan" wiederholt - dort noch übertroffen durch das liturgisch monotone Sanskrit, welches sich einleitend lawinenartig über den Zuhörer ergiesst.

"Modern Life" bringt dann ein Deja-Vu: Man fühlt sich - ob des Perkussions-Stakkato - unweigerlich an den Soundtrack von "Baraka" erinnert. Manchem drängen sich die Szenen auf, in denen Fabrikarbeiterinnen Hühnerküken im Zeitraffer aussortierten. Auch hier wird die Hektik des "modernen Lebens" wieder vortrefflich eingefangen.

In "Jerusalem" schlägt dann Lisa Gerrard erstmals auch akustisch zu - und zwar in einem für sie so typischen vokalen Zeitlupenflug, dessen Echo mehrstimmig nachhallt.

Und es geht weiter: "Villages And Freeways" - eine meditative Einkehr; "Swimming And Skiing" ein pulsierendes Uhrwerk; "Dubai" - Schnecken, die auf Fassaden eines Wolkenkratzers kriechen; Food Chain - Lisa Gerrards motorisches Klagelied - gefolgt von ihrem vertonten Mahlstrom "Dump/ Igen"!!!

"Manila" bietet dann endlich eine kurze Verschaufpause - ein Klangfragment, von leichter Melancholie durchzogen, dem von bereits erwähntem "Sagazan" auf das abrupteste widersprochen wird.

Das darauf folgende Glockenspiel "Pagan" wabert dann spiralförmig auf und abwärts, begleitet durch eine wie auf einer mikroskopisch feinen Perklenkette aufgezogenen Frauenstimme.

Und Auftritt: "Geisha"! Für mich einer der Höhepunkte - ein in drei Elemente unterteiltes filigranes Filetstück purer Schönheit - vorgetragen von Lisa Gerrard.

"War Machine" bedient alle Klischees, die man von einem Stück solchen Namens erwarten darf: Eine stampfende, rhytmische, in mit Kieseln gefüllte Säcke boxende Faust, die sich am Ende in wortloser Vernichtung verliert.

Das anschliessende "Organics" wirkt dagegen wie eine engelsgleiche, aus dem Weltraum heranzoomende Momentaufnahme der Entstehung des Menschen im Mutterleib: Erhaben!

In "Katrina" dann schleicht man über einen überdimensionalen Gong ohne ihn dabei berühren zu wollen.

"Cebu" nimmt einen wieder mit in die Hektik und Atemlosigkeit unserer westlichen Existenz, den "akustischen" Herzstillstand mit einbegriffen.

Was bleibt noch über "St. Peter" zu sagen?

Stellen Sie sich vor, sie folgen einer Libelle auf Valium durch die gleichnamige Kathedrale - mit Augen überdimensionaler Blickwinkel. Sie gleiten schliesslich an einem Chor von Mönchen und Nonnen vorbei und fallen abrupt in ein tiefes lautloses schwarzes Loch. Noch Fragen?

Wie lautet nun mein Fazit?

Der Begriff "Soundtrack" oder "Filmmusik" wird vorliegendem "musikalischen Universum" (inklusive schwarzer Löcher, Supernova, Monden und Sternen) zu keinem Zeitpunkt gerecht!

Stearns, Gerrards und De Franciscis "Samsara" ist "Opium" für die Ohren. Das Ergebnis wird - wie auch der Film - mit Sicherheit polarisieren und seine Hörer in zwei Lager spalten. Die aber werden mindestens eines gemeinsam haben:

Sprachlosigkeit!
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.01.2013 00:53:29 GMT+01:00
Soulbreezer meint:
Hallo, Ich finde Ihre Rezession mehr als beeindruckend,sehr interessant wie sie diesen Soundtrack in Worte fassen(Sie scheinen Musik nicht wirklich zu hören,denn mit jeder Faser zu spüren und zu fühlen)das findet man selten!!Kompliment!!Ich teile jedenfalls Ihre Rezession uneingeschränkt....und der Film spricht sowieso für sich;-))Alles Liebe und schönen Gruß

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.01.2013 11:47:37 GMT+01:00
EHZ meint:
Herzlichen Dank!
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