10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Thursday is back!, 14. März 2005
Rezension bezieht sich auf: In einem anderen Buch: Roman (Taschenbuch)
Nomen est Omen - zumindest, wenn man sich auf den englischen Originaltitel des zweiten Buches in der Thursday-Next-Reihe von Jasper Fforde bezieht. Mit "Lost in a Good Book" lässt sich nämlich der Zustand, in den dieses Buch seine Leser versetzt, meiner Meinung nach äußerst treffend beschreiben. Die Frau mit dem skurrilen Namen und die noch verrücktere Welt, in der sie lebt, haben mir wie schon in Band 1 ein genial-unterhaltsam-witziges Leseerlebnis beschert. Thursday hat zu Beginn des Buches mit den Folgen ihrer Heldentaten in "Der Fall Jane Eyre" zu kämpfen. Interviewtermine und interessierte Sponsoren halten sie und ihren Frischvermählten vom Turteln ab. Wie winzig erscheinen diese Probleme jedoch gegen den furchtbaren Einschnitt, der sich durch die Machenschaften der berüchtigten ChronoGarde ereignet. Mal ganz abgesehen vom kurz bevorstehenden Weltuntergang. Zum Glück steht Thursday nicht vollkommen alleine da im Kampf um ihr privates Glück und das Fortbestehen der gesamten Menschheit. Ihre Fähigkeit, in Bücher "springen" zu können, hat sich im ersten Band bereits angedeutet und wird nun mit Hilfe von Miss Havisham zur Perfektion gebracht. Thursdays Lehrmeisterin - die alte Jungfer aus Charles Dickens "Große Erwartungen" - ist vordergründig ein alter, verbitterter Drachen, doch man merkt schnell, dass sich hinter der harten Schale ein interessanter Kern versteckt, was sich nicht nur in ihrer Vorliebe für schnelle Autos äußert. Mit ihrer Hilfe öffnen sich für Thursday vollkommen neue Möglichkeiten, der ChronoGarde ein Schnippchen zu schlagen - aber auch literarische Unregelmäßigkeiten, die sie sich nicht hätte träumen lassen und die es nun zu bekämpfen gilt. An diesem kurzen Einblick in die Geschehnisse des zweiten Bandes sieht man deutlich, dass Fforde seiner Linie treu geblieben ist und seinen Lesern in locker-flockigem Schreibstil absolut glaubwürdige Unglaubwürdigheiten auftischt. Dieses Buch ist nichts für Realisten, sondern für Träumer, Phantasten und Literaturliebhaber - aber wer sich nach Band 1 auch für Band 2 interessiert, weiß sicherlich, was ich meine. Einen Punkt Abzug gibt es in meiner Bewertung lediglich für den Schluss, der doch äußerst offen und fast ein wenig unbefriedigend gestaltet ist.
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Jasper Fforde
Deutscher Taschenbuch Verlag
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Thursday is back!
Nomen est Omen - zumindest, wenn man sich auf den englischen Originaltitel des zweiten Buches in der Thursday-Next-Reihe von Jasper Fforde bezieht. Mit "Lost in a Good Book" lässt sich nämlich der Zustand, in den dieses Buch seine Leser versetzt, meiner Meinung nach äußerst treffend beschreiben. Die Frau mit dem skurrilen Namen und die noch verrücktere Welt, in der sie lebt, haben mir wie schon in Band 1 ein genial-unterhaltsam-witziges Leseerlebnis beschert.
Thursday hat zu Beginn des Buches mit den Folgen ihrer Heldentaten in "Der Fall Jane Eyre" zu kämpfen. Interviewtermine und interessierte Sponsoren halten sie und ihren Frischvermählten vom Turteln ab. Wie winzig erscheinen diese Probleme jedoch gegen den furchtbaren Einschnitt, der sich durch die Machenschaften der berüchtigten ChronoGarde ereignet. Mal ganz abgesehen vom kurz bevorstehenden Weltuntergang. Zum Glück steht Thursday nicht vollkommen alleine da im Kampf um ihr privates Glück und das Fortbestehen der gesamten Menschheit. Ihre Fähigkeit, in Bücher "springen" zu können, hat sich im ersten Band bereits angedeutet und wird nun mit Hilfe von Miss Havisham zur Perfektion gebracht.
Thursdays Lehrmeisterin - die alte Jungfer aus Charles Dickens "Große Erwartungen" - ist vordergründig ein alter, verbitterter Drachen, doch man merkt schnell, dass sich hinter der harten Schale ein interessanter Kern versteckt, was sich nicht nur in ihrer Vorliebe für schnelle Autos äußert. Mit ihrer Hilfe öffnen sich für Thursday vollkommen neue Möglichkeiten, der ChronoGarde ein Schnippchen zu schlagen - aber auch literarische Unregelmäßigkeiten, die sie sich nicht hätte träumen lassen und die es nun zu bekämpfen gilt.
An diesem kurzen Einblick in die Geschehnisse des zweiten Bandes sieht man deutlich, dass Fforde seiner Linie treu geblieben ist und seinen Lesern in locker-flockigem Schreibstil absolut glaubwürdige Unglaubwürdigheiten auftischt. Dieses Buch ist nichts für Realisten, sondern für Träumer, Phantasten und Literaturliebhaber - aber wer sich nach Band 1 auch für Band 2 interessiert, weiß sicherlich, was ich meine. Einen Punkt Abzug gibt es in meiner Bewertung lediglich für den Schluss, der doch äußerst offen und fast ein wenig unbefriedigend gestaltet ist.
Angua
14. März 2005
- Insgesamt:
5

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Details
Ort: Kornelimünster
Top-Rezensenten Rang: 3.094
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