Kundenrezension

765 von 879 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielleicht ein Taubenfilm - ganz sicher nichts für Blinde, 14. April 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blade Runner: Final Cut (Premium Edition) [2 DVDs] (DVD)
Dieser Film und seine verschiedenen Releases scheinen eine bestimmte Sorte von Idíoten geradezu magisch anzuziehen.

So schreibt der Falschaccount ("Fake") MM2k11 stolz: "Diese Box ist der absolute Nepp" - und beweist damit vor allem eines: wer etwas kauft, was ihm nicht zusagt, ist der absolute Depp. Noch schwachsinniger sind Leute, die sich heute noch von einem solchen Film eine DVD kaufen. Aber absolut hirnfrei ist das, was manche über den Film selbst schreiben...

Man verlässt sich ja immer darauf, dass der Inhalt eines derart berühmten Films nicht mehr besprochen werden muss - aber wenn man die ein- oder andere Kritik so liest, fragt man sich, ob die Leute heute noch hinschauen und hinhören, wenn sie im Kino sitzen. Für die, die an den entsprechenden Stellen lieber im Popcorn oder an sonst was ersticken, ein paar Hinweise aus gutem Grund (siehe manche Kunden-"Rezensionen").

1. Richtig: Blade Runner spielt meist im Dunkeln, und regnen tut es auch ständig.
Tipp: Ski-Filme (hell!) oder Wüstenfilme (hell und trocken!).
Wer dennoch darauf besteht, sich das anzuschauen: Es muss ABSOLUT dunkel im Raum sein - genau genommen noch viel dunkler als dunkel, sonst erkennt man weder den Regen noch die Dunkelheit. Open Air ist völlig ungeeignet, ebenso Kinos mit "blendender" Sicherheitsbeleuchtung.

2. Richtig: Der Schreiner spielt einen abgehalfterten Bullen, der für den Narben-Latino aus Miami Vice einige ausgeflippte Roboter eliminieren soll - dafür benötigt er etwa eine halbe Stunde pro Roboter. Das ist ganz schön lange.
Tipp: Videospiele - da hängt die Leichenquote fast nur noch vom Spieler ab. Oder, für "tell me like it is" - Fans eben Miami Vice.
Vorsicht: Es gibt Filme, in denen stirbt überhaupt keiner - die sollte man verbieten oder zumindest eine Warn-Banderole anbringen.

3. Richtig: Der blonde Roboter zieht Han Solo aufs Dach und Ihr wisst nicht, warum. Ich will jetzt nicht blöd kommen und behaupten: "Weil er's kann...".
Erklärung: Wenn er ihn nicht hochzieht, stürzt er ab, der Film ist zu Ende und wir erfahren nie etwas darüber, was er schon alles gesehen hat. Und die Taube bekäme keine Gage.

4. Richtig: Indiana Jones und die verschlafene Schwarzhaarige, die nicht für Einhörner bremst, dürfen nicht im Cabrio in die untergehende Sonne surfen.
Erklärung: Da hat Scott übertrieben: Er dachte, die Sache mit dem "nicht leben"-Satz - dem letzten Satz des Films - wäre ausreichend. Schon gar mit dem netten Origami-Silbertierchen als Abschiedsgruß vor der Wohnung, das ja an den eingeprägten Traum erinnern soll.

Aber, wie man sieht: Das reicht nicht. Viele wollen einen Traumschiff-Schluss.

Tipp: Klebt Euch eine Lumix auf Mamis Kofferraumdeckel, fahrt an den Baggersee und hängt Euch das Happy-End selbst dran, am besten mit einem Kuss am Schluss - Ihr habt genauso das Recht, das zu tun, wie alle anderen, die dies schon getan haben. Schon mit einem einfachen Schnittprogramm kann man übrigens noch ein "The End" einblenden.

Letztlich kann man aber auch vieles nachlesen, wenn man lesen kann - beispielsweise in der Wikipedia. Dort werden auch viele Bezüge des Films erläutert, Hintergrundgedanken, Philosophie. Über die Technik und die Produktion erfährt man einiges auf der zweiten CD (noch nicht entdeckt?) - sehr interessant. Und man muss nicht lesen können.

Hier nur so viel - weil ich gerade darüber verblüffend wenig gelesen habe:

Wir leben zwar in einer Phase, in der ein durchschnittliches Handy schon erkennbar intelligenter ist als mancher Eigentümer. Aber wir sind noch ein geraumes Stück davon entfernt, dass jeder Eigentümer blöder ist als jedes Handy. Was leider ganz sicher nicht bedeutet, dass viele von uns diese Marke nicht noch zu Lebzeiten erfahren könnten.

Daher diskutieren einige derjenigen, bei denen es noch ein Hirn zu amputieren gäbe, schon gelegentlich Fragen, die mit der wachsenden Komplexität des Geistes zusammenhängen. Nur zum Beispiel: Was ist Persönlichkeit, Liebe, Antipathie? Wann entfaltet eine Intelligenz ein Ich-Bewusstsein? Kann man eine technische Intelligenz von einer biologischen Intelligenz noch abgrenzen, wenn diese Grenzen überschritten worden sind? Wie verhält sich eine weiter als wir entwickelte Intelligenz gegenüber ihren torfköpfigen Schöpfern? Den letzten Gedanken können sich natürlich alle diejenigen sparen, die ganz sicher wissen, dass niemals irgendwer oder irgendwas intelligenter sein wird als Sharon Stone.

Mit solchen Fragen hat sich Ridley Scott, der das offensichtlich differenzierter sieht, im Zusammenhang mit den Replikanten erkennbar sehr intensiv beschäftigt: Wieso sollte kein Mensch sein, was man von einem Menschen nicht unterscheiden kann? Wieso sollte man eine Frau nicht lieben, die künstlich erschaffen wurde? Wieso sollte eine Frau, die künstlich erschaffen wurde, nicht lieben? Wieso sollte den blonden Roboter mit seinem Häscher-Schreiner nicht mehr verbinden als mit irgendwelchen Menschen, mit denen er nicht verschwägert ist? Wieso sollte der gute alte Ödipus ausgerechnet vor einem Roboter-Designer halt machen?

Also, jetzt haben es hoffentlich auch die Letzten gemerkt, oder? Das hier ist kein Baller-Film. Kein Ballermann-Film. Kein Kettensägen-Film. Kein Tatort. Kein Action-Thriller. Kein Verfolgungsrennen-Film. Kein Schießfilm. Kein Harry Potter. Kein James Bond. Kein Popolski-Show.

Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein.
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Kein. Kein.
Kein.

Keine gewöhnliche Science-Fiction.

film-jury 5* A0088 2.3.2011 Genre: Drama | Sci-Fi | Thriller
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 55 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.04.2010 20:15:09 GMT+02:00
The Mothman meint:
Moin,
jetzt mal ganz im Ernst, du warst mächtig angepisst von den geilen Rezenssionen die hier so manchesmal sinnbefreit gepostet werden oder?
Ich muss ehrlich sagen, ich bin auch immer lieber für nen intelligenten Film zu haben als für bumm, peng, schießen und so!
War sehr amüsant diesen Einwurf zu diesem sehr guten Film zu lesen *thumps up
MfG

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2010 12:05:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.04.2010 15:29:44 GMT+02:00
jury meint:
Manchmal muss ja auch ein bisschen Spass sein, oder?

Es gibt aber auch Leute... Nicht, dass nicht jeder seinen Geschmack haben darf. Meinetwegen auch einen objektiv schlechten - meiner ist auch nicht ideal.

Aber wenn ich eine pummelige Brünette heirate und dann nörgele, dass sie nicht schwarzharig und filigran daherkommt, nerve ich doch irgendwie, oder? Schließlich steht auf "Blade Runner" nichts davon, dass es sich um einen Nachfolger von "Der Schuh des Manitu" handelt.

Das ist das, was mich an Rezensionen nervt - Geschmacksunterschiede finde ich völlig ok.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.04.2010 22:39:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.04.2010 22:44:53 GMT+02:00
Chilischote meint:
"Wir leben zwar in einer Phase, in der ein durchschnittliches Handy schon erkennbar intelligenter ist als mancher Eigentümer. Aber wir sind noch ein geraumes Stück davon entfernt, dass jeder Eigentümer blöder ist als jedes Handy. "

Jap, genau aus dem Grund ist mein neues Handy auch ein reines Telefonier- und SMS- Handy ohne anderweitigen Schnickschnack. Der Vorgänger war mir einfach gar zu intelligent, als dass ich bescheidenes Gemüt es noch hätte ertragen können. ;-)

Und Abend, Herr Kollege,

da ich die Beantwortung Ihres Kommentars unter meinem Rez a bissel verpeilt habe und gerade sah, dass Sie auch eine verfasst haben, bin ich so frei, meinen Senf dann lieber hier bei Ihnen unterzubringen.

Unabhängig der von Ihnen amüsant bissig desavouierten Leutchen mit den falschen Erwartungen, vertrete ich dann doch die bescheidene Meinung, dass man auch durchaus argumentativ Blade Runner in Grund und Boden stampfen kann.

Der Graben zwischen den verschiedenen Fraktionen liegt für m.E. maßgeblich darin, dass die Optik selbst die Geschichte ist.

Erreicht die Optik/Geschichte den Zuschauer oder nicht? Das ist die entscheidende Kernfrage.

Sieht man in Harrisons Fords Darstellung eine clever zur Geltung gebrachte Identitätslosigkeit seiner verlorenen Gesellschaft - oder ein nichtexistentes und diesbezüglich grottenschlechtes Schauspiel?

Sieht man in der endlos hingezogenen und nicht immer ganz schlüssigen Geschichte die sich perfekt einfügende Ergänzung zu den ausdrucksstarken Bildern - oder nur ein Hauch von Nichts, dass der Vortäuschung dient, dass Blade Runner außer den Bildern noch eine Geschichte hat?

Nachdem ich mir Bladerunner zwei Mal angeschaut habe und viel drüber diskutiert habe, kann ich die andere, sprich Ihre Fraktion nahtlos nachvollziehen, wenn auch nicht teilen.

Für mich ist die Geschichte einfach zu dünn und es fehlt mir an der Substanz. Am obigen Beispiel von Harrisons Fords Darstellung aufgezeigt, hieße das, dass mir fehlendes Schauspiel als Ausdruck von "Identitätslosigkeit" nicht reicht. Auch die Abwesenheit von Profil oder Emotion erfordern echtes Schauspiel. So aber blieb mir die Figur Decker zu blass, platt und mithin selbst ein Bild in einem Meer an Bildern.

Ich kann die obig von Ihnen geäußerten tiefsinnigen Auslegungsmöglichkeiten durchaus objektiv nachvollziehen, nevertheless spiegeln sie sich m.E. nicht im Film selbst und kommen über die filmisch geäußerten Phrasen nicht heraus. Oder auf den Punkt gebracht: DIe Visualisierung kommt über die Visualisierung nicht heraus.

Das ist nur meine bescheidene Meinung.

Persönlich finde ich Ihre Rezension ausgesprochen kreativ, wohldurchdacht und herrlich bissig geschrieben. Dafür gibt's auch von der Kritikerseite her eine wohlverdiente hb. ;o)

Blinde Grüße
Chilischote

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2010 10:58:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.09.2010 15:36:17 GMT+02:00
jury meint:
Hallo, Chilischote,

es hat Spaß gemacht, Ihren Kommentar zu lesen.

Ganz offensichtlich - wenn man z.B. die Kundenbesprechungen liest - sucht und findet jeder etwas anderes im "Blade Runner".

Für viele steht die Agentenstory im Vordergrund - für mich bildet sie nur ein Gerüst, welches die Menschlichkeit der Replikanten "unauffällig" an die Zuschauer heranführt. Schauen Sie, Intelligenz ist doch in unsere Gesellschaft geradezu ein Tabuthema. Beispielsweise ist es nicht mehr legal, Intelligenztests bei Stellenbewerbern durchzuführen. Geradezu, als dürfte man bei 100-m-Läufern die Zeit nicht mehr stoppen...

"Künstliche Intelligenz" war, als Blade Runner entstand, für die meisten Menschen nur ein Wortwitz. Prof. Steinbuch schrieb in einem Buch Anfang der 70er, "alleine an der Tatsache, dass niemals ein Programm imstande wäre, auch nur einen mittelmäßigen Schachspieler zu schlagen, könne man erkennen, dass von "Intelligenz" im Zusammenhang mit Computern nicht die Rede sein könne." Das war sinngemäß, ich habe kein Buch mehr von Steinbuch.

Ridley Scott musste also - auch 10 Jahre danach gab es ja noch nicht einmal einen IBM PC - mit härtestem innerem Widerstand rechnen, wenn er Intelligenz und Menschlichkeit im Zusammenhang mit Robotern, die er sicherheitshalber gleich in Replikanten umbenannte, postulierte.

Für mich ist die zentrale Handlung die Lovestory zwischen Descartes ;-) und der Replikantin Rachael (Sean Young), bei welcher gerade der tumbeste aller tumben Bullen zum Checker reift. Das wird wundervoll dezent durch den "Gnadenerlass" - Sie erinnern sich an die Origami-Figur in Deckards Wohnung? - des zynischen Oberbullen ja noch mal rekapituliert und verstärkt. Dazu gibt es reichlich flankierendes: Es weist doch geradezu klassische Schönheit auf, wie Ödipus Rutger Hauer seinem "Schöpfer" Tyrell den väterlichen Kopf zerquetscht. Wie Sebastian die "echten" Menschen meidet und mit seinen Puppen spricht. Vor allem aber, wie Roy Batty längst die Sinnlosigkeit des Kampfes gegen Wesensgleiche eingesehen hat, als Deckarm ;-), am Kandel hängend, noch immer auf einen Siebenmeter hoffte.

Geradezu göttlich finde ich die Gegenläufigkeit der Story, wenn der Bulle sich erst mühsam dazu bekennen muss, seine Liebe zu einer Replikantin zu akzeptieren, um dann zu begreifen, dass er selbst ein Replikant ist.

Wie Sie sehen, sehe ich meine Interpretation schon im Film - aber, wie gesagt, jeder sieht den Film anders. Ich hätte da noch einen Vorschlag: Man kann diesen Film auch als ein Kunstwerk interpretieren, eine "Installation", die uns in eine nahe Zukunft entführt. Wenn ich mich früher an "Blade Runner" erinnert habe, waren mir nur diese düsteren Straßenszenen, das Neon, der Schmutz und natürlich der Regen in Erinnerung, diese Monsterpyramiden und der sinnlose Verkehr. Ich habe den Film nie als Agentenstory erinnert, und - folgend meiner Interpretation - musste Harrison Ford "blass" sein, weil man das so wollte. Im "making of" fand ich äußerst bemerkenswert, mit welcher Akribie und welchem Aufwand man den Designfragen nachgegangen ist.

Meine Glosse war nicht nur so dahingeschrieben. Ich denke wirklich, dass man sich die Aufnahme des Films verbaut, wenn man auf einen Actionthriller hofft. Sowieso sind Freunde dieses Genres nicht typische Reflektanten ;-). Ich befürchte auch, dass schon kleine Schwächen in der Technik des Filmsaals den optischen Genuss mehr als zulässig beeinträchtigen können. Zuhause habe ich mit Bergen von Handtüchern noch mal alle Ritzen verstopft und Lämpchen an Boxen, Verstärkern etc. abgedeckt, weil eben wirklich alles ungeheuer dunkel kommt.

Wie auch immer: Menschen, die sich Bilder anschauen können (und Genuss dabei empfinden), vermögen dies vermutlich auch bei Filmen, wenn keine Vorurteile im Spiel sind. Blade Runner kann durchaus als eine politische Zukunfts-Installation interpretiert werden.

War angenehm, mit Ihnen zu plaudern, Chilischote!

Nette Grüße!

Jury

PS: Danke für die "hb" - wer würde sich nicht darüber freuen?

Veröffentlicht am 09.05.2010 09:50:55 GMT+02:00
JottHa meint:
Servus, schmissig und intelligent geschrieben die rezension. Lesenswert. Erinnert mich an Georg Schramm's bissige art.
Ja, ich kann es auch nicht mehr ab; diese allgemeine lobhudelei zu diesem und jenem film. Grund genug um vorzugsweise nur noch die mit weniger als vier sternen zu lesen. Auch wenn man bekanntermaßen über geschmack streiten kann.
Einen erquicklichen filmabend......

Veröffentlicht am 15.05.2010 19:39:46 GMT+02:00
Babs G. meint:
Das ist endlich mal gute Unterhaltung! Und nein, ich rede nicht vom Film. Die Rezension als Solche hätte schon 5 Sterne verdient... oder mehr.... viel mehr... Chapeau!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.05.2010 19:43:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.09.2010 15:37:25 GMT+02:00
jury meint:
Herzlichen Dank, JottHa, Babs G., arost, Bernd Winkmann und N. Berger!

Veröffentlicht am 22.05.2010 16:55:19 GMT+02:00
arost meint:
Vorzüglich.
Danke.

Veröffentlicht am 06.06.2010 02:05:33 GMT+02:00
Hast einen guten Job gemacht!
Ich bin beeindruckt

Veröffentlicht am 05.07.2010 17:59:14 GMT+02:00
DieFlugente meint:
Klasse - hat Spaß gemacht zu lesen, auch wenn es mit Rezension des Films nichts zu tun hat. Aber es gibt schon oberdämliche Kommentare, die auch lange lange nichts mit dem rezensierten Kauf (?) zu tun haben, und für all die Zeit, die ich mit diversen solcher Rezensionen umsonst verbracht habe, hat mich Ihr Kommentar entschädigt. *chrrr*
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