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Kundenrezension

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Sammlung der Maxim Kammerer-Geschichten - mit Erläuterungen in der von den Autoren gewünschten Form, 10. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gesammelte Werke 1: 3 Romane in einem Band: Die bewohnte Insel; Ein Käfer im Ameisenhaufen; Die Wellen ersticken den Wind (Kindle Edition)
In diesem ersten Band von Heynes Strugatzki-Reihe werden die drei Romane um die Figur Maxim Kammerer in einer neuen Übersetzung und in der Vorzensurform vorgestellt:

Die bewohnte Insel

Ein Raumschiff landet auf einem fremden Planeten, an Bord ein Mann namens Maxim Kammerer – nicht unbedingt das hellste Licht unter den Sonnen. Während er sich in seiner neuen Umgebung ein wenig umsieht wird sein Schiff stark beschädigt und wenig später sieht er sich als Gefangener einer Gruppe von Leuten, die weder seine Sprache sprechen, noch unbedingt Verhaltensweisen zeigen, die für Maxim nachvollziehbar sind. Er versucht herauszubekommen, was diese Leute antreibt und was sie eventuell von ihm wollen, während sie selbst sich über seine Widerstandsfähigkeit, seine Kraft und seine offensichtliche Dummheit in Bezug auf die Welt wundern. Er ist zunächst ein überaus sozialistisch erzogener Robinson in einer Welt, mit der er wenig gemein hat.
Wegen seiner körperlichen Fähigkeiten und seiner kämpferischen Macht wird er in die „Kämpfende Garde“ aufgenommen, eine Art Elitekampftruppe. Hier lernt er ein wenig mehr über die Gesellschaft in der er lebt und sieht seltsame Euphorieausbrüche zu festgelegten Uhrzeiten innerhalb der Truppe, die ihn selbst aber nicht zu berühren scheinen. Nach einem überaus erfolgreichen Einsatz wird er mit in ein Verhörteam aufgenommen, wobei er erstmals Kontakt mit sogenannten Entarteten bekommt, Menschen, die sich während der Euphoriephasen oft in schmerzhaften Zuckungen auf dem Boden winden und die außer aus Maxims Sicht verständlicher Kritik an der Gesellschaft kein Verbrechen begangen haben – und manche nicht einmal das. Als er beauftragt wird, zwei dieser Personen hinzurichten wendet er sich gegen seine Vorgesetzten.
Im Folgenden schlägt sich Maxim auf die Seite des Widerstands, den er aber schnell als undurchdacht und unorganisiert erlebt, weswegen er den Einsätzen nicht mit allem Einsatz und voller Konzentration folgt, was schließlich zu seiner Inhaftierung führt. Diese wiederum bringt ihn aus politischen Erwägungen in eine Art Strafbattalion, in wo er damit beschäftigt ist, die Hinterlassenschaften eines grausamen Kriegs zu beseitigen. Ein Ausbruch mit dem Versuch, mit der Gegenseite in diesem Krieg Kontakt aufzunehmen zeigt ihm, dass seine neue Heimat unglaublich viel komplexer ist, als er dies bisher geglaubt hat und dass es hier Gefahren gibt, die sein Fassungsvermögen übersteigen. Am Schluss führt seine Begegnung mit einer Person, die der „Wanderer“ genannt wird zu einer überaus beschämenden Erkenntnis.

Nicht jeder, der in einem hypothetisch erfolgreichem und fortschrittlichen System aufgewachsen ist ist notwendigerweise ein überlegener Mensch in einem anderen System und er ist auch nicht notwendigerweise in der Lage, ein „primitiveres“ System so zu begreifen, dass er darin nutzbringend für alle agieren kann, was das erfolglose Herumwerkeln Maxims in seiner neuen Umwelt deutlich zeigt. Die Strugatzkis zeigen hier einen überaus idealistisch agierenden – wenn auch nicht immer denkenden – Menschen, dem es deutlich an Schulbildung und Hintergrund fehlt und der darum bei allen guten Vorsätzen gezwungen ist, für ihn und andere fatale Fehler zu machen – und gleichzeitig gewisse Prämissen zu Beschleunigung der historischen Dialektik in Frage stellt. Eine gelungene allegorische Darstellung des sozialistisch-historischen Determinismus und den Gefahren von „gut gedacht, aber nicht gut gemacht.“

Ein Käfer im Ameisenhaufen

Jahre nach den in "Die bewohnte Insel" beschriebenen Ereignisse finden wir Maxim Kammerer als dienstältesten Progressor auf der Erde. Durch seine Erfahrungen wurde beschlossen, die Nichteinmischungsregel aufzuheben und die Progressoren sind nun aktiv damit beschäftigt, andere humanoide Kulturen evolutionstechnisch auf Vordermann zu bringen. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe für die es einen sehr gründlichen Ausleseprozess gibt.

Doch nun scheint einer der Progressoren durchgedreht zu sein und Maxim wird aufgefordert, ihn ausfindig zu machen. Doch seine vorgesetzte Behörde gibt ihm nicht die notwendigen Informationen um seinen Auftrag auszuführen und so muss er gleichzeitig versuchen, hinter die Motive seiner Auftaggeber zu kommen, während er selbst versucht, den Auftag zu erfüllen.

Am Ende warten auf ihn und die Leserschaft eine erstaunliche Überraschung, die als Templat für allerlei spätere SF-Geschichten gedient zu haben scheint.

In der Form von Fallprotokollen und Akten aus verschiedenen Bereichen, die Maxim in der Recherche verwendet wird die Geschichte nach und nach vor seinen und unseren Augen aufgeschlüsselt. Ein überaus gechickt gestaltetes Erzählwerk, das ganz anders vorgeht als sein Vorgänger in der Reihe.

Die Wellen ersticken den Wind

Nachdem in "Die bewohnte Insel" der Raumfahrer Maxim Kammerer unverhofft auf einem weniger entwickelten Planeten landet und dort gegen alle Regeln in die Entwicklung der Gesellschaft eingegriffen hat und sich in "Ein Käfer unter Ameisen" der gleiche Kammerer als Senior-Progressor - also als jemand, der nun solche Einmischungen professionell betreibt - einen abgängigen Progressor aufspüren soll, geht es in diesem dritten Band darum, dass die Menschheit mittlerweile versucht durch chemische und genetische Manipulation in ihre eigene Entwicklung einzugreifen, nicht wissend, dass es noch eine andere Macht gibt, die gegenüber der Menschheit auch eine Progressorenrolle einnimmt und die dabei zum Teil gegensätzliche Wege verfolgt. Und diese Macht kommt aus einer ganz und gar unerwarteten Richtung.

Erzählt in Berichten und Interviews mit verknüpfenden und erläuternden Zwischenbemerkungen Maxim Kammerers lässt dieser kurze Roman bewusst viele Leerstellen, die Leserinnen und Leser mit ihrer Kenntnis der damaligen russischen Gegenwart und der vorhergehenden beiden Geschichte selbst ausfüllen sollten, was heutzutage - Jahrzehnte später - einiger Erläuterungen bedarf, die man aber zum Glück im Netz finden kann. Gelungener und überraschende Abschluss der Reihe, der Vorbild für viele andere SF-Geschichten und -Serien gewesen sein dürfte.

Das Buch schließt ab mit einer Darstellung der Produktions- und Publikationsgeschichte durch Boris Strugatzki und einer allgemeineren Werkdarstellung durch Erik Simon, die überaus erhellend ist. Außerdem gibt es noch einen Erläuterungsapparat, der den heutigen - hier vor allen Dingen nicht-russischen Leserinnen und Lesern wichtige zusätzliche Hinweise gibt. Diese Erläuterungen sind zum Teil aus dem text heraus direkt ansteuerbar.

Eine sehr gewinnbringende Sammlung aus dem Werk der beiden wichtigsten russsichen SF-Schriftsteller.
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