Kundenrezension

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die ganz große Nummer? Nicht für mich., 6. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Tommy (Audio CD)
Es ist mal wieder Zeit für ein wenig Gotteslästerung. In diesem Fall geht es um "Tommy", das allseits gepriesene Konzeptalbum der britischen Rockveteranen The Who. "Du hast doch keine Ahnung! Wie kannst du nur etwas Schlechtes über dieses Meisterwerk schreiben?!" Das sehe ich als Kommentar jetzt schon vor mir. Gemach, gemach. Von Anfang an: "Tommy" ist die Geschichte über einen Jungen, der taub, blind und stumm wird, als sein Vater aus den Krieg heimkehrt und den Geliebten der Mutter tötet. Im späteren Verlauf wird Tommy allerdings wie durch ein Wunder geheilt. Musikalisch kann man dem alleinigen Komponisten Pete Townshend nur recht wenig vorwerfen, die Stücke sind größtenteils wirklich gut gemacht. Allerdings sind der Einsatz des French Horn und die albernen Backgroundchöre in "Christmas" beispielsweise ziemlich deplatziert. Stellenweise wirkt die Musik dadurch ein wenig überambitioniert, die simpleren Arrangements können mehr überzeugen. Als größten Schwachpunkt aber empfinde ich die Geschichte von Tommy selbst, oder vielmehr, wie sie vorgetragen wird. Das geschieht auf ziemlich naive Weise, Townshend war Ende der 1960er Jahre halt erst Anfang 20 und als Geschichtenerzähler noch nicht die ganz große Nummer. Meiner Meinung nach kann "Tommy" längst nicht mit den großartigen Nachfolgern "Who's Next" (das ursprünglich auch als Konzeptalbum gedacht war und den Namen "Lifehouse" tragen sollte) und "Quadrophenia" mithalten. Dies ist aber, wie gesagt, nur meine Sicht der Dinge. Man muss halt nicht alles toll finden, was einem als Meilenstein verkauft wird.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.06.2014 10:45:57 GMT+02:00
Ist eine Meinung. 3 Sterne sind ja jetzt auch keine schlechte Wertung. Ich habe einige sogenannte "Meilensteine", die ich nicht mehr anhöre - "Tommy" ist so ein Beispiel - vielleicht leg' ich's irgendwann mal wieder auf - damit ich weiss, warum soviel Staub dran ist,haha.

Veröffentlicht am 17.06.2014 08:39:52 GMT+02:00
Dr. Rock meint:
Hallo "Doktor von Pain" !
Als Pete Townshend die Songs von "Tommy" komponierte (1968), war er 23 Jahre alt. Wie gesagt: Es war das Jahr 1968 und da tickten die Uhren halt noch etwas anders als heutzutage. Deshalb ist "Tommy" auch aus diesem Zeitgeist heraus zu betrachten. Townshend wollte etwas Anderes, etwas Neues schaffen und die Band "The Who" weg vom Image einer reinen "Single-Band" bringen ! Ob die Geschichte vom "deaf, dumb and blind boy" nun originell, naiv, wegweisend oder sonstwas ist oder nicht, das wird ein Jeder etwas anders sehen. Fakt ist jedenfalls, dass Townshend mit "Tommy" sicherlich den Spirit dieser Zeitepoche (Ende der 60er Jahre) voll getroffen hat und "Tommy" damals einschlug wie eine Bombe. The Who erhielten damals sogar das Privileg, "Tommy" in Opernhäusern aufzuführen. Aus heutiger Sicht ist das alles schwer nachzuvollziehen - das ist mir schon klar ! Die beiden anderen Who-Klassiker "Who's Next" und "Quadrophenia" mit "Tommy" zu vergleichen, halte ich absolut für nicht angebracht. Andere Musik und andere Zeiten !
Die "The Wall" von Pink Floyd wurde bei deren Veröffentlichung damals auch voll abgefeiert und ebenfalls als Klassiker bezeichnet. Nun - die "The Wall" hat nach meiner Auffassung 3 - 4 gute Songs aufzuweisen, den Rest kann man getrost vergessen ! Damit stelle ich mich gegen den allgemeinen Trend, diese Scheibe als "Meilenstein der Rockmusik" in den Himmel zu heben. Ich jedenfalls sehe das gar nicht so !
Somit hat jeder seine eigene Auffassung und Meinung - und das ist auch gut und richtig so !

In diesem Sinne !

Dr. Rock

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.06.2014 16:34:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.06.2014 16:39:41 GMT+02:00
Absolut richtig. Nun, "Tommy" erschien über eine Dekade vor meiner Geburt, also kann ich die Sache nur schwerlich aus dem damaligen Blickpunkt betrachten. Doch bin ich der Ansicht, dass man nicht "dabei gewesen" sein muss, um gute oder gar herausragende Musik erkennen zu können. Da es sich bei "Tommy" um den ersten Gehversuch von The Who in Richtung bombastischer Rockoper handelte, wirkt dieser auf mich noch etwas unausgereift. Ich finde durchaus, dass sich "Tommy" mit "Quadrophenia" vergleichen lässt, denn bei beiden handelt es sich um Konzeptalben/Rockopern. Auf "Quadrophenia" hatten Townshend und die anderen Bandmitglieder hörbar mehr Erfahrung auf dem Gebiet. Das heißt aber nicht, dass man "Tommy" nicht toll finden darf; es ist eben Geschmackssache. Übrigens sehe ich die Sache mit "The Wall" auch so, und ich mag Pink Floyd an sich ziemlich gerne.

Veröffentlicht am 23.06.2014 12:58:22 GMT+02:00
Stöht Wurdah meint:
The Who ohne Waldhorn?!? Da kann man ja gleich Led Zeppelin hören!
Im Ernst: ohne ihre Schrulligkeiten wären die Jungs nicht halb so unterhaltsam. Oder: wenn sie nicht so wären wie sie sind, wären sie nicht so wie sie sind.
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