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67 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die globale sexuelle Revolution, 6. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Die globale sexuelle Revolution: Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit (Gebundene Ausgabe)
Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit

Eine scharfsinnige Analyse von Gabriele Kuby über

DIE GLOBALE SEXUELLE REVOLUTION

als Wegbereiter der Neuen Weltordnung

Die moderne Welt erniedrigt, sie erniedrigt die Stadt, den Mann, die Liebe, sie erniedrigt die Frau, das Kind...Sie erniedrigt die Familie" (Charles Péguy). Die Soziologin und Publizistin Gabriele Kuby enthüllt in ihrem neuen Buch Die globale sexuelle Revolution" die Hintergründe der heute offenkundig gewordenen politisch inszenierten Erniedrigung der Gesellschaft durch die Zerschlagung der geistig-sittlichen Ordnung im Menschen. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis dieses sachkundig recherchierten Werkes (mit einem ausführlichen und übersichtlichen Quellenapparat) zeigt die Spannweite der von ihr kritisch vorgelegten Agenda seit der Französischen Revolution:
- Die jeden Lebensbereich bestimmende subversive Gender-Theorie" unter Anwendung der Yogyakarta-Prinzipien in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität,
- die Globalisierung der sexuellen Revolution durch die Vereinten Nationen",
- die staatlich verordnete Sex-Erziehung in Schule und Kindergarten mit verheerenden Folgen für Kinder und Jugendliche,
- Politische Vergewaltigung der Sprache,
- Pornografie ganz normal?
- gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität und Homo-Ehe,
- der politische Totalitarismus im neuen Gewand",
- Intoleranz und Diskriminierung".
Dieser strategische Plan zur Umwandlung der Gesellschaft stellt im Namen einer Ideologie mit dem Begriff Gender Mainstreaming sämtliche Grundwerte von Ehe und Familie, von Kultur und Religion in Frage. Glaubensinhalte, Moral- oder Gesetzesnormen wie die Zehn Gebote oder die Direktiven des Strafgesetzbuches haben ausgedient. Der neue Mensch emanzipiert sich von allen Bindungen, er nennt gut, was böse ist und proklamiert das Böse als das vom Menschen geschaffene Gute. Wenn aber das Leben und die das Leben tragenden Werte als nicht mehr zu akzeptierende Lasten zur Disposition gestellt werden, wird auch die Zukunft keinem Härtetest mehr gewachsen sein. Es wird nichts mehr geben, woran sich die Menschen halten können, es wird nichts mehr geben, was wert ist, heilig gehalten zu werden.

Die Rede von einer Neuen Weltordnung ist kein Tabu mehr. Amerikanische Präsidenten lassen diesen Begriff seit dem Jahre 2000 immer wieder in ihre Reden einfließen. Zum 20. Jahrestag der Berliner Mauer hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine neue globale Ordnung ausgesprochen. Die Nationalstaaten müssten Kompetenzen an multilaterale Organisationen abgeben, koste es, was es wolle". Ein friedliches Zusammenleben in der Welt werde auf Dauer nur in einer globalen Ordnung möglich sein, so die Bundeskanzlerin bei der Wissenschaftskonferenz Falling Walls" am 9. November 2009. Als Beispiel für eine multilaterale Organisation nannte sie die EU, die durch ihre Mitgliederstaaten gestärkt worden sei.
Unabhängig von diversen Bekenntnissen der Politiker ist es offensichtlich geworden, dass wir uns bereits im Zentrum dieses globalen Monsters befinden: In der Neuen Weltordnung der Sexualität. Sie ist die universalistische Moral des Mitbegründers der Frankfurter Schule, Jürgen Habermas, die er global verbindlich eingeführt sehen wollte. Mit Hilfe der Gruppendynamik wurde sie weltweit eingeübt. Der Umgang mit Sexualität ist eine ethische Frage. Kinder, die eine das Lustprinzip betonende Sexualerziehung durchlaufen haben, werden nicht mehr aufnahmefähig sein für Tugenden oder für die Heiligkeit der biblischen Wahrheit.
Wenige nur haben den global-revolutionären Angriff auf die christliche Religion unter dem Diktat von UN und EU in der gebotenen Schärfe erkannt. Mit ihrem Aufklärungsbuch füllt Frau Kuby eine längst fällige Lücke im deutschen Sprachraum. Es braucht Mut, die ganze Bandbreite und den Kernbereich des weltweiten politisch und kulturell vorangetriebenen Zerstörungswerks aufzuzeigen - Mut für die Autorin, aber auch für den Verlag, der das Werk an zweitausend Politiker in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Europäischen Union versandt hat, außerdem an alle Bischöfe und Vertreter der Juden und Muslime in den deutschsprachigen Ländern. Wird sich jemand finden, der sich genügend geistige Unabhängigkeit bewahrt hat, der trotz Diffamierung, Ausgrenzung und Verfolgung die nötige Zivilcourage aufbringt, um dem Machtanspruch der political correctness zu widerstehen; der dem Gewissen eine Stimme" gibt und den dringend erforderlichen Diskurs zur Verteidigung von Familie, Religion und Kultur in die Wege leitet? Europaweit ist eine wachsende Diskussionsverweigerung im Namen der politischen Korrektheit" zu beobachten", schreibt Robert Spaemann in seinem Geleitwort, dem vom Mainstream Abweichenden wird nicht mit Argumenten erklärt, inwiefern er irrt, sondern es wird ihm gesagt: ,Das hättest du nicht sagen dürfen'."
Der ehemalige Präsident Tschechiens, Vaclav Havel, warf nicht nur einen politischen Blick auf die aktuelle Lage der Gesellschaft. Er sprach als Staatsmann, als er es für die vordringlichste Aufgabe der Politik erachtete, das Böse in seiner Frühphase zu erkennen und zu eliminieren". Die Frühphase der Gewalt des Bösen scheinen in den westlichen Ländern sowohl die Gesellschaft als auch die Politik verpasst zu haben. Doch unser Glaube lehrt, dass es für Gott nie zu spät ist. Wir müssen, wie der spanische Philosoph Donoso Cortes schreibt, das religiöse Thermometer wieder anheben, dann sinkt von selbst das politische. Fällt jedoch das religiöse Thermometer, dann steigt sofort und gesetzmäßig auch das politische, und dieses kann so hoch steigen, bis schließlich das Maß der Tyrannei erreicht ist. Das, so bekräftigt Cortes, ist ein Gesetz der Geschichte.
Es ist aber auch ein Gesetz der Geschichte, welches Umkehr möglich werden läßt. Der Streit zwischen Licht und Finsternis bestimmen nicht Regierungen oder Ideologien. Jedem Menschen hat Gott die Freiheit geschenkt, zu entscheiden, auf welche Seite er sich im Ernstfall hier und jetzt stellen will. Gabriele Kubys opus magnum (Stefan Meetschen) ist Begegnung mit dem Ernstfall, ein Plädoyer für christlichen Glauben und Kultur, für Freiheit, Wahrheit und Vernunft.

Inge M. Thürkauf

Gabriele Kuby: Die globale sexuelle Revolution - Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit", mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Robert Spaemann, Kißlegg 2012.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.11.2012 10:44:44 GMT+01:00
p14s meint:
Sehr geehrte Frau Thürkauf,
Danke für diese sehr hilfreiche Rezension!

Veröffentlicht am 31.05.2013 10:28:16 GMT+02:00
Caroline meint:
Auch schon ERICH KUBY , der Vater der Autorin , war ein Wirrkopf und Querulant.
Gabriele Kuby scheint als evangelikale Fundamentalistin in seine Fußstapfen treten zu wollen

Veröffentlicht am 31.05.2013 10:31:34 GMT+02:00
Caroline meint:
Dass selbst Herr Ratzinger auf das Buch herein gefallen ist, freut mich aufrichtig.

Veröffentlicht am 06.07.2013 20:44:20 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 06.07.2013 20:45:30 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 06.07.2013 20:45:09 GMT+02:00
Sie haben vollkommen recht, Frau Thürkauf, und ich danke für diesen Kommentar. Sie selbst haben ja mit Ihrem Buch über "Humanae vitae" Offensichtliches ausgesprochen, das heute kaum noch gesagt werden darf. Auch dafür danke ich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.07.2013 12:12:55 GMT+02:00
Liebe Cornelia Holtmann,
Herzlichen Dank für Ihre ermunternden Worte.
Ihnen Gottes Segen und Vertrauen in Sein Erbarmen.
Ihre Inge M. Thürkauf

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.09.2013 07:58:20 GMT+02:00
lukituki meint:
Caroline du brauchst Liebe, wahre sinnliche Liebe

Veröffentlicht am 18.01.2014 22:37:05 GMT+01:00
karo meint:
Wunderbar, danke!!!

Veröffentlicht am 09.03.2014 22:08:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.04.2014 09:43:26 GMT+02:00
Gatekeeper meint:
"universalistische Moral des Mitbegründers der Frankfurter Schule, Jürgen Habermas, die er global verbindlich eingeführt sehen wollte."

Erstens: Habermas is weder Gründer noch Mitbegründer der Frankfurter Schule. Zweitens: er will überhaupt nichts global einführen. Drittens: ich glaube, dass Frau Thürkauf nicht die geringste Ahnung hat, was die Idee einer universalitischen Ethik bedeutet. (falls sie nicht gemerkt hat:die christlische Ethik ist eine universalistische Ethik, genau wie Habermas Ethik)

Macht der Rest der Rezension Sinn, oder ist es genau so absurd?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.05.2014 13:40:48 GMT+02:00
balu meint:
So ein ausgemachter Blödsinn ! Wenn Gabriele Kuby eines NICHT ist, dann evangelikal ! Von mir aus katholisch fundamentalistisch, aber nicht evangelikal ! Wer andere durch Diffamierung mundtot machen will sollte nicht sein eigenes Unwissen so massiv vor sich her tragen !
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